Noch ein halbes Jahr Krieg? Ukraine geht noch von langen Kämpfen aus!

Die Regierung in Kiew vermutet ein mögliches Ende des Krieges in einem Zeitraum zwischen zwei bis sechs Monaten. Dies bestätigte am Freitag die ukrainische Präsidialverwaltung. Wie und weshalb man zu dieser Einschätzung gekommen ist, wurde jedoch nicht erklärt. Aber – ein schnelles Ende scheint nicht in Sicht!

Ukraine rechnet mit Kriegsende in den kommenden Monaten

Zu diesem Thema hatte sich am Freitagabend Mychaijlo Podoljak geäußert, der einer der Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist. „Das kann sich noch zwei bis sechs Monate hinziehen“, erklärte Podoljak in einem Interview mit dem russischen Online-Portal „Medusa“. Auf das Ende des Krieges hätten mehrere Faktoren einen Einfluss. So sei dies unter anderem abhängig von der Stimmung in der Gesellschaft in Europa. Doch natürlich sei es ebenfalls abhängig von der Entwicklung auf dem Schlachtfeld und der Unterstützung der Bevölkerung. Verhandlungen um einen Frieden erteilte Podoljak in diesem Zusammenhang ein klare Absage. Die werde es erst geben, wenn sich die Situation auf dem Schlachtfeld ändere und Russland nicht mehr die Bedingungen der Verhandlungen diktieren könne.

Ukraine wird keine territorialen Zugeständnisse machen

Insbesondere territoriale Zugeständnissen an Russland soll es nicht geben. Denn eine solche Maßnahme werde den Krieg nicht beenden. „Weil es für die Russische Föderation – und das hat Putin mehrmals gesagt – prinzipiell ist, dass allein die Existenz der ukrainischen Staatlichkeit schädlich ist.“ Deshalb sei der russische Vormarsch weniger auf die Eroberung des Landes ausgelegt, sondern soll dort nur für die größtmögliche Zerstörung sorgen. Seit dem Beginn des Krieges sollen die russischen Truppen laut Podoljak etwa 80.000 Soldaten durch Todesopfer und Verwundete verloren haben. Bei diesen Zahlen handele es sich die Verluste der russischen Armee, der prorussischen Separatisten und auch den Söldnertruppen, die Putin in die Schlacht geschickt hat. Podoljak räumte allerdings ebenfalls ein, dass auch die Verluste der Ukraine sich auf einem vergleichbaren Niveau bewegen. Zuletzt hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Seleneskyj angegeben, dass die Ukraine jeden Tag etwa 100 Todesopfer und 500 verwundete Kämpfer zu beklagen habe.