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OnePlus 6T im Test: Neuestes Modell mit Fingerabdruck im Display und mehr

Bei OnePlus ist es mittlerweile schon Tradition, dass sie nach Veröffentlichung des Flaggschiff-Smartphones, in kurzer Zeit eine leicht verbesserte Version rausbringen, wie diesmal wieder mit dem OnePlus 6T.

Ob das nach so kurzer Zeit wirklich sein muss, lasse ich mal dahingestellt. Der chinesische Hersteller behauptet zwar, dass sie eine T-Version immer nur dann rausbringen, wenn sich technisch gesehen auch genügend verändert hat – was auch immer das heißen soll, das liegt natürlich im Auge des Betrachters.
Wir bedanken uns bei Tradingshenzhen für die Bereitstellung des 6T.

Unterschiede OnePlus 6 und 6T

Smartphone: OnePlus 6 OnePlus 6T
Display: 6,28 Zoll 6,41 Zoll
Speicher: 64 /128 GB 128 / 256 GB
Akku: 3300 mAh 3700 mAh
Abmessung: 155.7 x 75.4 x 7.75mm 157,5 x 74,8 x 8,2 mm
Gewicht: 177 Gramm 185 Gramm

Lieferumfang

Das OnePlus 6T kommt im üblichen weißen Karton mit Logo und Typenbezeichnung an der Seite. Der Lieferumfang ist gewohnt üppig. Ihr bekommt ein chinesisches 5V/4A Netzteil mit DASH-Charge, ein USB Typ-C Kabel, einen Simkarten-Öffner, eine Silikonhülle, eine Kurzanleitung und einen USB-C auf 3,5mm Klinken Adapter für Kopfhörer. Zudem ist ab Werk eine Displayschutzfolie angebracht.

Zubehör separat erhältlich

Besonders das hauseigene Zubehör im OnePlus Store ist immer einen Blick wert. Dort erhaltet Ihr viele weitere hochwertige Hüllen und Zubehör, wie beispielsweise Covers aus Carbon, Holzoptik, Sandstone oder Red-Cases. Auf den nachfolgenden Bildern seht Ihr beispielsweise das 6T mit dem Carbon-Case.

Design und Verarbeitung

OnePlus 6t
Foto by Daniel

Wie schon bei der 5er Serie, halten sich die Neuerungen beim Design des OnePlus 6T gegenüber dem 6er in Grenzen. Die Rückseite ist wieder wahlweise in matt-schwarz (Midnight Black) oder glänzendem schwarz (Mirror Black) gehalten. Die matte Variante ist dabei etwas stumpfer, als die glänzende und liegt dadurch etwas besser in der Hand. Das Dual-Kamera Setup ist wie schon beim 6er mittig und die Linsen untereinander angebracht. Das Kameraglas steht aber auch hier wieder ein kleines Stück heraus und um es vollends zu schützen, kommt man auch hier nicht um eine Hülle herum. Das ist nach wie vor dem dünnen 8,2mm Gehäuse geschuldet. Unterhalb der Kameralinsen befindet sich dann noch der Dual-LED Blitz. Eine Sache fällt aber direkt auf, denn der Fingerabdrucksensorist nun von der Rückseite auf die Vorderseite in das Display gewandert. Wo einst der Sensor war, ist nun noch das OnePlus Logo.

OnePlus 6t
Foto by Oli

Neben dem verschwundenen Fingerabdruck auf der Rückseite, ist noch eine weitere Veränderung vorhanden, die sehr stark verkleinerte Notch (Kerbe) im Display, die jetzt nur noch die Form eines Tropfens hat und lediglich die Frontkamera beherbergt. Das sieht zwar optisch tatsächlich besser aus, hat aber den entscheidenden Nachteil, dass OnePlus dafür die Benachrichtigungs-LED gestrichen hat. Für mich persönlich nicht so schön, aber das müsst Ihr für euch selbst entscheiden.

Wenn das 6T dafür wenigstens ein vollwertiges Always-On-Display hätte, aber auch an dieser Funktion hat der Hersteller bis dato nichts geändert. Hier besteht aber vielleicht die Hoffnung, dass sie das irgendwann mal mit einem Update ausrollen könnten. Aktuell bleibt somit nur die Funktion, dass Ambient Display nur bei Nachrichteneingang oder durch Anheben des Gerätes einschalten zu lassen. Ansonsten fallen die Ränder aber ähnlich schmal wie schon beim 6er aus und dürfte die meisten zufrieden stellen.

OnePlus 6t
Foto by Daniel
OnePlus 6t
Foto by Oli

Das Gehäusematerial ist ebenfalls wieder ein Unibody aus dünnen Metall und kommt damit auf ein Gesamtgewicht von 185 Gramm. Da die Abmessungen mit 6,41 Zoll, 157,5 x 74,8 x 8,2mm und dem etwas größeren Akkus angewachsen sind, erhöht sich das Gewicht gegenüber dem Vorgänger (177g) aber nur marginal. Die Seiten sind abgerundet und auf Grund des Unibodys aus Metall leicht rutschig. Der Powerbutton und der bekannten „Do not disturb“ (Nicht-Stören)-Slider sind auf der rechten Seite. Über den Slider könnt Ihr das Gerät ganz einfach auf „lautlos mit Vibration“ oder „Bitte-Nicht-Stören“ stellen. Die einzelnen Ton-Einstellungen könnt Ihr in den Einstellungen auf Wunsch auch etwas anpassen. Die Lautstärke-Wipp und der Dual SIM-Kartenschacht befinden sich auf der linken Seite. Die Tasten sind absolut sauber eingearbeitet und wackeln nicht.

Leider hat sich nun auch OnePlus beim 6T dazu entschieden den 3,5mm Kopfhörer-Klinkenanschluss zu streichen und das obwohl Carl Pei erst im März 2018 in diesem Tweet öffentlich eine Umfrage erstellt hatte, ob nach wie vor ein Klinkenanschluss gewünscht ist, welches die User zu 88% mit JA beantworteten. Kann also nicht wirklich eine Rolle gespielt haben, bei der Entscheidung. Somit bleibt euch nur noch der USB Type-C Anschluss, den Ihr mit dem beiliegenden 3,5mm Klinken- auf USB-C Adapter benutzen könnt oder halt gleich kabellos mit Bluetooth. Des Weiteren müsst Ihr auch beim 6T nach wie vor auf eine IP65/68-Zertifizierung verzichten und somit ist es weder wasser- noch staubgeschützt. Die Verarbeitung ist, wie üblich wieder tadellos.

Display

Das FullView Display des OnePlus 6t ist jetzt auf 6,41 Zoll angewachsen (OnePlus 6 = 6,28″) und hat ein 19.5:9 Format. Bei der Displaytechnik setzten sie nach wie vor auf Optic AMOLED mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixel und das Glas ist mit dem neuen Standard Corning Gorilla Glass 6 geschützt. Eine IP-Zertifizierung fällt wie eingehend erwähnt, raus.

OnePlus 6tSomit bleibt zumindest der für mich unsinnige Display-Format-Standard erstmal bestehen, denn bei vielen Inhalten, wie Spielen, Apps und oder Videos bleiben trotz FullView Display immer noch Ränder übrig, die zumindest bei YouTube ausgeblendet werden können, wenn man Pitch-to-Zoom verwendet. Dann sind aber Teile vom Video abgeschnitten. Positiv ist hier beim OnePlus 6T wieder, die ab Werk angebrachte Displayschutzfolie, die absolut passgenau und sich sehr gut anfühlt.

OnePlus 6t

Video zum Displaycheck

One Plus 6T Displaycheck

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Wie bei allen AMOLED-Displays ist besonders der Schwarzwert sehr gut, da kann ein IPS LCD-Display nach wie vor einfach nicht mithalten. Dafür ist die Farbwiedergabe immer etwas zu hoch und sieht bunter aus. In den Einstellungen, können die Farb- und Wiedergabewerte, des Displays zwischen Standard, sRGB, DCI-P3, Adaptives Modell oder ganz Benutzerdefiniert nach den eigenen Vorlieben eingestellt werden. Das Display ist ansonsten hervorragend und sehr kontrastreich, könnte aber bei dieser Displaygröße hier und da etwas schärfer sein. Die Pixel sind minimal oder ganz leicht gezogen, aber das ist noch im Rahmen für mich. Die Blickwinkelstabilität ist nach vor ausgezeichnet.

OnePlus 6t

Zusätzlich bietet man noch einen Lese- und Nachtmodus an, den man auf Wunsch oder Zeit gesteuert aktivieren kann und dann die Blaustrahlung des Displays reduziert, um die Augen zu schonen. Ein Always-On-Display gibt es wieder nicht, was mit einem AMOLED-Display durchaus drin gewesen wäre. So kann man hier nur das „Inaktivitätsdisplay“ aktivieren, welches bei eingehenden Nachrichten das Display im gedimmten Modus einschaltet.

Die automatische Helligkeitsregelung reagierte auf wechselnde Lichtverhältnisse prompt und ohne Verzögerung. Wie schon beim 5t damals finde ich allerdings die automatische Helligkeitsregelung wieder nicht so gut abgestimmt und ist mir in den meisten Situationen zu dunkel. Bei der maximalen Helligkeit ist das 6T wieder sehr gut.

Display Helligkeit im Vergleich

Farbe Mi MIX 2s Xiaomi Mi6 Xiaomi Mi8 OnePlus 5T OnePlus 6T
rot 126 126 152 218 239
blau 185 194 241 244 282
grün 302 287 370 478 477
weiß 605 697 770 751 785

Bedienung und Software

Das 6T wird standardmäßig mit Android 9.0 Pie ausgeliefert. In meinen knapp 10 Tagen Nutzung hat es bereits zwei Updates erhalten und neben einigen Verbesserungen hat es jetzt das aktuelle Patch-Level vom 1. November 2018. Über Android 9 legt OnePlus noch seine eigene OxygenOS Oberfläche und hat zum jetzigen Stand die Version 9.0.7. In den letzten beiden Updates gab es Verbesserungen bei der Kamera und dem Fingerabdrucksensor im Display.

OnePlus 6t

Das OxygenOS ist sehr Android-Stock-Nah und man liefert nur ein paar nützliche Extra-Features mit. Das macht das System sehr schlank und vor allem performant, aber hier und da kann dann auch mal eine Komfort-Funktion fehlen. Mittlerweile würde ich sogar behaupten, dass OxygenOS das schnellste und best optimierteste OS unter Android ist. Ansonsten könnt Ihr mit OxygenOS Geestensteuerung aktivieren, Status- und Benachrichtigungsleiste anpassen, Do-Not-Disturb Slider konfigurieren, Nachtmodus Zeit gesteuert aktivieren und noch viel mehr an. Der Launcher selbst ist Android-Stock-Nah und liefert die wichtigsten Funktionen mit. Links vom Homescreen gibt es noch so eine Art OnePlus Schnellstart oder Widget Center. Diese Seite kann nach eigenen Wünschen angepasst werden, so dass man immer das wichtigste sofort im Blick hat. Dazu kann man einfach seine Widgets, quasi wie auf den Homescreen, platzieren. Finde ich sehr praktisch und lässt sich somit auch mit den Widgets der eigenen bevorzugten Apps integrieren. Alternativ kann man sich natürlich, wie immer, auch einen Drittanbieter-Launcher aus dem Play Store installieren, wenn man hier mehr Funktionen wünscht.

Face-Unlock & Fingerabdrucksensor

Die „Face-Unlock“ Funktion des OnePlus 6T ist mittlerweile ja nichts Neues mehr und funktioniert auch hier wieder sehr schnell und zuverlässig. Lediglich wenn es zu Dunkel ist, funktioniert dieser nicht mehr, weil dieser nur über die Frontkamera angesteuert wird, was aber normal ist. Zudem ist es sehr sicher und es kann nicht einem Foto oder Bild ausgetrickst werden. Den  Fingerabdruck im Display finde ich hingegen nicht so zuverlässig. Hier klappte das Entsperren bei mir von 10 Versuchen 8x zuverlässig. Mit dem linken Daumen ist die Erkennungsrate komischerweise schlechter und ich weiß nicht genau woran das liegt, evtl. an der Haltung als Rechtshänder oder am Winkel!? Ich konnte hier leider kein genaues System erkennen. Durch die letzten beiden Updates ist der Fingerabdruck aber zuverlässiger geworden und ich hoffe OnePlus kann hier noch weiter nachbessern. Ein Unterschied gegenüber den auf der Rückseite oder in einem im Homebutton platzierten Fingerabdruck gibt es aber, denn das Entsperren im Display dauert auf jeden Fall länger. Fand ich dann doch manchmal nervig, vor allem wenn er Ihn nicht erkannt hat und auf einem eine Pin eingegeben werden musste. Da ist das Face-Unlock deutlich zuverlässiger.

Bei dem 6T Gerät von Oli soll der Fingerabdruck allerdings deutlich besser und zuverlässiger funktionieren. Wo jetzt hier der Unterschied liegen könnte, ist wohl nur schwer feststellbar und ich habe meine Finger schon mehrfach ganz neu hinterlegt.

OnePlus 6t

Leistung

Auch das OnePlus 6T setzt auf den aktuellen Flaggschiffprozessor Snapdragon 845 Octa-Core mit 4x 2.8GHz Kryo 385 Gold und 4x 1.8 GHz Kryo 385 Silver Kernen von Qualcomm. Die Grafikeinheit ist die Adreno 630 GPU. In Verbindung mit Oxygen OS und den 8GB LPDDR4 RAM knallt es im AnTuTu-Benchmark knapp 294.000 Punkte raus – ist echt nicht mehr weit bis zu den 300.000. Auch das 6T hat hiermit auch sicherlich Leistung satt für die nächsten Jahre und bringt absolut nichts ins Stocken oder Stottern.

OnePlus 6t

Das gleiche gilt für den schnellen 128GB UFS 2.1 internen Speicher. Tippt man eine App an, springt sie einem förmlich entgegen und genauso beim Multi-Tasking: selbst wenn man schnell zwischen den Apps hin- und herspringt, dauert es nur einen Wimpernschlag und die App ist wieder offen. Auch das Installieren von Apps aus dem Play Store geht so schnell, dass man dies kaum mitbekommt. Ich erwähne jetzt hier keine ausgewählten Games in einer bestimmten Auflösung, denn alle liefen in den höchsten Grafikeinstellungen absolut flüssig und ohne Probleme. Hervorzuheben ist noch mal, dass das Gerät immer sehr kühl geblieben ist, auch wenn man sehr leistungshungrige Sachen damit gemacht hat.

Ich (Oli) habe mir den Spass erlaubt, die Leistung über die Generationen der Geräte und der SoC zu vergleichen um zu sehen, was sich in Sachen Leistung im Laufe der Jahre geändert hat und was es für Unterschiede gibt. Hierzu hatte ich aus meiner privaten Sammlung das One Plus One (2014) , One Plus Two (2015), One Plus 3T (2016), One Plus 5T (2017) und das One Plus 6T (2018). Hier haben wir die Qualcomm Snapdragon 801 bis 845 dabei. Um einen Vergleichswert zu ermitteln hab ich Antutu Benchmark, Geekbench 4 und Sling Shot verwendet.  Dazu hab ich alle Benchmarks jeweils 3x über die Geräte laufen lassen und den Durchschnitt ermittelt und später in einen Diagramm verfasst mit Prozentangabe um viel sich die SoCs/Geräte verbessert haben.

Anutu Benchmark :

Sling Shot 

Geekbench 4 Pro 

 

Gameplay One Plus 6T

One Plus 6T Gameplay

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Netz- und Sprachqualität

Die Sprachqualität des 6T ist während eines Telefonats ausgezeichnet, ich und meine Gesprächspartner konnten mich im Test stets sehr gut verstehen. Das Smartphone unterstützt alle gängingen Mobilfunknetze und LTE-Frequenzen. Somit könnt Ihr euch auch getrost das Gerät direkt aus China importieren und gegenüber dem offiziellen Store deutlich sparen.

Netzstandards:

  • 2G:  850/900/1800/1900MHz
  • 3G: 850/900/1900/2100MHz
  • 4G: LTE: Band 1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/25/26/28/29/66

Konnektivität

Auch der GPS-Fix des OnePlus 6T ist mit 0,1 Sekunden rasend schnell und baut zu vielen Satelliten eine konstante Verbindung auf. Mit WLAN 802.11a/b/g/n/ac und 2×2 MIMO ist man auf aktuellen Stand der Technik, sowie mit dem Bluetooth 5.0 Standard und einem NFC-Chip.

Auf Grund von fehlenden Bluetooth 5.0-Geräten und der Tatsache, dass Android die schnelleren Geschwindigkeiten noch nicht unterstützt, konnte ich die Funktion leider nicht testen, aber mit Bluetooth 4 und diversen Geräten gab es hier ebenfalls keine Probleme.

Sound & Audioqualität

Wie eingehend erwähnt, hat nun auch OnePlus beim 6T den klassischen 3,5mm Klinkenanschluss gestrichen, sehr schade. Sie folgen nun leider auch hier dem Trend und ermöglichen nur noch den Anschluss über einen USB Typ-C auf 3,5mm Klinkenadapter. Oder ihr verzichtet gänzlich darauf und nutzt es nur noch via Bluetooth. Bei dem Kampfpreis zählen auch hier wieder keine Kopfhörer ab Werk zum Lieferumfang. Klanglich habe ich dafür eigentlich beim OP 6T nichts zu meckern, könnte aber die Gesamtlautstärke könnte auch hier noch ein Ticken lauter sein.

Verzichten müsst Ihr auch wieder auf einen Stereo-Lautsprecher und erhaltet dafür nur einen recht schwachen Mono-Speaker, hier hätte ich mir wenigstens mal eine Trendwende bei OnePlus gewünscht, muss man wohl weiter darauf warten. Der Speaker klingt somit auch wieder nur so 0815, wie in vielen anderen Geräten – hat wenig Volumen und kaum Bass, um mal kurz was abzuhören oder so reicht es noch so gerade, aber das war es dann auch.

Dafür erhaltet beim 6T wieder eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten für die Audio-Ausgabe via Bluetooth. So könnt ihr zwischen den Audio-Codecs SBCAACaptX, aptX HD, LDAC oder anderen optionalen Codes wählen, sofern euer Bluetooth-Gerät das unterstützt. Der Codec aptX sorgt für eine bessere Soundqualität als das übliche SBC, was das A2DP Profil benutzt. Qualcomms aptX HD erhöht noch einmal die Audioqualität gegenüber aptX und lässt Audiodaten mit einer Auflösung von 24 Bit übertragen. Das ist viel mehr als die üblichen CD-Qualität.

Kamera

Die Hauptkameras des One Plus 6T  bestehen aus einem 16 – und einem 20 Megapixel Sensor. Hier kommt der IMX 519 mit einer F/1.7 Blende und einer Pixelgröße von 1,22 um für den ersten Sensor, sowie ein IMX 376K mit F/1.7 sowie einer Pixelgröße von 1um für den 2. Sensor zum Einsatz.. Die Kamera ermöglicht 1,6-faches optisches und 2-faches verlustfreies Zoomen.

Theoretisch könnte das One Plus 6T von den zwei Linsen profitieren um die Fotos nachträglich zu refokusieren, also das die Tiefenschärfe dazu genutzt werden würde, um ein Bild mit verschiedenen Motiven in den Vordergrund zu rücken, aber leider verweigert die Software des One Plus 6T das, was ein wenig schade ist, wie ich finde. Die Tiefenschärfe des One Plus 6T kommt der Tiefenschärfe meiner Canon 80D oder 5D MarkIV mit Wechselobjektiv schon verdammt nahe.Neben dem Bokeh-Effekt geht One Plus einen ähnlichen Weg wie Apple mit den iPhone 7 oder 8 Plus, durch den zweiten Sensor mit etwas größerer Brennweite lässt sich das Motiv näher ranholen. Bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen sorgt der zweifarbige LED-Blitz für Abhilfe und Dank des PDAF klappt es mit der Fokusierung zügig und zuverlässig. Anders als beim Vorgänger hat One Plus sich beim 6T für einen OIS und EIS entschieden wodurch man noch mehr aus der Kamera herausholen kann. Bei schlecht Lichtverhältnissen nimmt das Farbrauschen deutlich zu. Wenn man jedoch ein Stativ mit Smartphonehalterung verwendet und den ISO Wert so niedrig wie möglich hält, lassen sich durchaus sehr schöne Bilder bei Dunkelheit machen. Es gibt zwar auch einen Nachtmodus, der es erlaubt Fotos aus dem „lockeren“ Handgelenk zu schießen. Der Modus schießt (vermutlich) 3 Fotos hintereinander mit unterschiedlichen ISO-Werten und setzt dann die Fotos zu einem Foto zusammen, was leider manchmal den Nachteil des Rauschens hat.

Im Vergleich zum meinen One Plus 6T lassen sich auf den ersten Blick nicht wirklich Verbesserungen erkennen, nur im Detail sieht man dann ein paar Unterschiede. Speziell im Bokehmodus lässt sich bei einem genaueren Blick die Verbesserung im Vergleich zu meinen 5T erkennen. Der Bokeh-Modus wirkt merklich soomther und geschmeidiger als beim 5T. Da merkt man das gute Zusammenspiel zwischen neueren Sensoren und besser angepasster Software. Neben den FullHD mit 30 oder 60fps und HD mit 30fps beherrscht das One Plus 6T  SlowMotion-Aufnahmen mit 240fps bei FullHD und 480fps bei 720p. Der Zeitraffer darf natürlich auch nicht fehlen. Bei 4K hat man die Wahl zwischen 30 oder 60fps.

Bei der Kamera-App handelt es sich um die Gleiche wie beim meinen One Plus 6T , mit Portrait (Bokeh) Modus und den neuen NachtModus.  Die App ist recht einfach und verständlich aufgebaut, bietet einige Möglichkeiten wie NachtModus, Pro-Modus, Zeitraffer, Panorama und Zeitlupe. Glücklicherweise hat One Plus auf den ganzen AI-Quatsch verzichtet, den wie von meinen Honor V10 kenne.

Kamera-App

OnePlus 6t

Tageslicht (Normal)

Daniels Fotos 

Oli’s Fotos  

Portrait-Modus

Daniels Fotos 

Oli’s Fotos  

Low-Light

Oli’s Fotos  

Oli’s Videos 

One Plus 6T 4K Sample

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Akkulaufzeit

Gegenüber dem 6er ist das OnePlus 6T bei der Akkukapazität um 400mAh auf insgesamt 3700mAh angewachsen. Schon das 5t oder das 6er hatten trotz des etwas kleineren Akkus eine hervorragende Laufzeit. Mit dem 6T erhaltet ihr sogar noch einen bisschen mehr und das sorgt in Kombination mit der sehr gut optimierten Software, dem AMOLED Display und dem SoC wieder für eine ausgezeichnete Akkulaufzeit. Ich benutze das Gerät jetzt über 14 Tage und habe es nicht einmal geschafft, denn Akku abends leer zu bekommen. Im Schnitt hatte ich von morgens 6 Uhr bis abends 23 Uhr immer noch einen Restakku von 40% Prozent. Dabei hat sich durch meinen Jobwechsel meine Nutzung auch etwas verändert. Ich bin nun über Tag zu 80% nur noch im mobilen Netz unterwegs und höre zwischendurch sehr viel Musik über Bluetooth Kopfhörer. Dennoch hat der Akku des 6t mich nie im Stich gelassen und somit kann ich sagen, dass es das beste Gerät ist, was ich bis jetzt getestet habe.

Den synthetischen Benchmark habe ich mir jetzt gespart und denke die Nutzung in der Realität sind aussagekräftiger. In der Realität waren bei mir im Schnitt 7 Stunden Display-An-Zeit drin und ich bin mit dem Gerät immer 1,5 bis sogar fast 2 Tage ohne Strom ausgekommen und das mit aktivierten „Inaktivitätsdisplay“. Die Werte bestätigt auch Oli mit seinem 6t und somit dürfte das auch so passen. Weil mich doch die Werte zwischen Realität und Benchmarktest interessiert haben, hab ich doch mal ein Benchmark gemacht.

Daniel’s Akkualaufzeit

Oli’s Akkulaufzeit

Das 6T besitzt natürlich auch wieder seine Dash-Charge Schnellladetechnology und damit schafft ihr es in nur knapp 30 Minuten ist das Gerät wieder um 50% aufgeladen. In 96 Minuten ist es dann wieder vollständig aufgeladen.  Mit einen Standartladegerät mit 2.4A bei 5V schafft man in 45 Minuten auf 50 Prozent und in 105 Prozent ist das One Plus 6T wieder auf 100 Prozent geladen.

Root und Custom

Der Bootloader Unlock geht bei OnePlus recht zügig und einfach, dazu geht in die Einstellungen unter Entwickleroptionen und aktiviert die „OEM-Entsperrung“. Anschließend muss das 6T nur noch in den Bootloader gestartet werden, entweder mit Fastboot Befehl „adb reboot bootloader“ oder Neustart und die Lauter Taste gedrückt halten.

Achtung nach dem Unlock werden ALLE Daten gelöscht, daher empfehle ich den Bootloader zu entsperren BEVOR ihr das Gerät eingerichtet habt. Wenn es vorbereitet ist, kann es mit den Fastboot Befehl „fastboot oem unlock„entsperrt werden. Wer nur Root braucht, der kann in das TWRP booten mittels Befehl „fastboot boot twrp.img“ und mittels USB Kabel die „Magisk Root“ Datei auf das 6T übertragen, dann im TWRP installieren und ihr habt Root. Nach dem Neustart verschwindet das TWRP wieder und das Stock Recovery ist wieder vorinstalliert. Später warnt zwar bei einem Firmware-Update, dass das System Root hat, aber das Update wird trotzdem vollzogen. Allerdings geht nach jedem Update Root und TWRP verloren und ihr müsst den Vorgang wiederholen.

Allerdings ist uns im Test mit DRM-Infos etwas aufgefallen, bei geschlossenen Bootloader ist das Security Level „L1“, sprich man kann Netflix und Co auf HD schauen. Ist der Bootloader allerdings entsperrt so sinkt das Security Level auf „L3“ und somit ist Netflix und Co „nur“ noch in SD möglich.

Fazit OnePlus 6T

Da unsere Redaktion mit dem 6T mal wieder ein Doppel-Review gemacht hat, gibt es auch am Ende zwei Fazits von Daniel und Oli:

Daniel’s Meinung

OnePlus hat es auch mit dem 6T wieder geschafft, einer der, wenn nicht sogar das performanteste Android Smartphone auf den Markt zu bringen. Dahingehend gibt ist gegenüber dem Vorgänger mit dem OP6 keine Unterschiede, denn hier ist nach wie vor die gleiche Hardware mit dem Speicher und dem Prozessor verbaut. Das ist in meinen Augen auch nicht notwendig, denn die Leistung war schon damals beim 5T mehr als ausreichend. Somit sollte das Pro-Kaufargument sicherlich nicht die Leistung sein aber OnePlus ist hier natürlich auch immer auf Höhe der Zeit und passt sich der Konkurrenz an. Unterschiede gegenüber dem Vorgänger gibt es dann aber zumindest bei der von mir sehr unbeliebten Display-Notch, denn die ist zumindest jetzt nur noch in Tropfenform vorhanden und nicht mehr so störend wie noch beim Vorgänger. Damit kann dann selbst ich gut leben, aber dafür ist offensichtlich die Benachrichtigungs-LED zum Opfer gefallen. Zudem haben wir wieder nur einen simplen Mono-Lautsprecher und auch der von vielen verwendete 3,5mm Klinkenanschluss ist nun nicht mehr vorhanden. Auch der präzise und schnelle Fingerabdruck auf der Rückseite ist nun Geschichte und dafür erhaltet ihr ihn im Display, der mal gut und mal weniger gut funktioniert. In wie weit das für euch Ausschlusskriterien sind, müsst Ihr selbst entscheiden. Sehr gut ist wie immer die Top-Verarbeitung und auch die Kamera hat sich gegenüber dem 5t vor allem im Low-Light richtig verbessert. Beim Tageslicht und dem Portrait-Modus sind die Unterschiede nur marginal, aber nach wie vor auf hohen Niveau, wenn auch leicht hinter der übrigen High-End Konkurrenz.

Aber ansonsten erhaltet ihr mit dem OnePlus 6T wieder ein absolutes Top-Gerät für um die 500 Euro und ist damit immer noch ein gutes Stück günstiger als die Konkurrenz.

Oli’s Meinung

Ich bin seit dem ersten One Plus One von 2014 mehr oder weniger One Plus getreu geblieben, das One Plus Two hatte ich trotz schlechtem 810 Snapdragon sehr lange genutzt weil One Plus die einzigen damals waren die die Hitze Probleme im Griff hatten. Nach einigen Abwanderungen zu Xiaomi,Pixel und Huawei bin ich wieder zurück zu One Plus gekommen. Vor dem One Plus 6T hatte ich das One 5T als Daily Driver, warum? One Plus überzeugte mich mit einer guten Verarbeitung, die sie mit dem One Plus 6T auch wieder unter Beweis stellen, mit einer schnellen, sauberen Firmware und regelmäßigen Updates. Für mich persönlich war beim One Plus 6 die Notch ein NoGo, allerdings kann ich mit der „TropfenNotch“ gut leben. Hier schafft One Plus auch die Benachrichtigungen fast wie gewohnt anzuzeigen. Leider strich One Plus bei der kleineren Notch die Status-LED. Zb Huawei schafft es ja beim P20 Pro mit der kleineren Notch, die Status LED zu erhalten. Echt schade muss ich sagen.

Mit dem Mono-Lautsprecher bin ich etwas anderer Meinung, Stereo Lautsprecher sind für mich kein Muss, da ich meine Musik eh über Bluetooth Kopfhörer höre.  Was mich dann auch zum fehlenden Klinkenanschluss führt, anfangs hab ich mich öfters über die fehlende Klinke beschwert, aber mittlweile merke ich persönlich dass der Anschluss kaum fehlt. Ich nutze ihn sowieso kaum ,mit Ausnahme in meinen Auto, welches nur einen AUX-Anschluss hat, aber mal ehrlich, die neueren Autos bzw Radios verwenden mitterweile Bluetooth und der CD-Schacht verschwindet auch mit der Zeit.

Nun kommt für mich persönlich die markanteste Änderungen von 6T auf 6 – der Fingerabdrucksensor.  Beim Vorgänger saß der Fingerabdrucksensor noch hinten, unterhalb der Kamera und beim 6T haben die Macher den Fingerabdrucksensor unter das Display verlegt. Zugegeben er ist nicht mehr so schnell wie beim meinen One Plus 5T, braucht einen Ticken länger aber auf kurz oder lang werden die Fingerabdrucksensoren eh unter dem Display verschwinden. Bei der Zuverlässigkeit nehmen sich beide nichts, zumindest bei mir.

Die Verarbeitungsqualität ist nach wie vor auf hohen Level und die Kamera hat sich zum Vergleich zum 5T nur in Details verbessert, die Bokeh wurde dank neueren Sensoren und bessere Software etwas verbessert. Daher gibt es von mir eine volle Empfehlung wenn man vom 5T oder älteren One Plus auf das neue 6T wechseln will.  Ein Wechsel von 6 auf 6T lohnt sich kaum, ausser man kommt wirklich nicht mit der Notch klar.

 

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OnePlus 6t
OnePlus 6T Bewertung
Display9.5
Performance10
Kamera9.4
Akkulaufzeit9.9
Software9.5
Verarbeitung9.5
Preis-Leistung9
Positiv
Top Perfomance
Kontrastreiches AMOLED Display
Sehr gute Verarbeitung
Sehr gute Akkulaufzeit
Schnelles Aufladen mit DASH-Charg
Schneller Face-Unlock
Gute Kamera
Tropfen-Notch
Negativ
Keine Benachrichtungs LED
Auflösung nur FHD+
Fingerabdrucksensor unzuverlässig
Kein 3,5mm Anschluss mehr
Nur Mono-Lautsprecher
9.5
Score

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