Putin lässt russischen Nationaltorwart verhaften! Er wollte in die NHL wechseln

Im russischen Eishockey wird offenbar auf und neben dem Feld mit harten Bandagen gekämpft. Weil der russische Nationaltorhüter Ivan Fedotow (25) seinen Vertrag bei ZSKA Moskau nicht verlängern und lieber in der NHL bei den Philadelphia Flyers spielen wollte, wurde der Spieler nun kurzfristig von der russischen Armee zum Militärdienst eingezogen. Droht Fedotow nun sogar eine Entsendung an die Front in der Ukraine? Putin reagiert knallhart – wie es um die Lage in Russland steht, lesen Sie hier:

Russischer Eishockey-Nationaltorhüter vom Militär festgenommen

Die Festnahme des bekannten Eishockey-Stars war wohl erfolgt, weil dieser den Militärdienst verweigerte. Dies jedenfalls berichten übereinstimmend mehrere Medien aus den USA. Sie berufen sich bei dieser Meldung auf Quellen aus Russland. „Nach dem, was ich recherchiert habe, haben sie versucht, Ivan Fedotow zu zwingen, einen neuen Vertrag bei ZSKA zu unterzeichnen, sonst muss er zur Armee. Menschenrechte gibt es in Russland nicht“, schreibt in diesem Zusammenhang der unabhängige Journalist Aivis Kalnins. Zuletzt hatte Fedotow für ZSKA Moskau gespielt. Die Spieler des Klubs gelten als militärisches Personal. Während der Verein zu Sowjetzeiten tatsächlich dem Militär unterstand, befindet er sich heuet im Besitz des Ölkonzerns Rosneft, der aber mehrheitlich der russischen Regierung gehört. Der Wechsel von Fedotow zu den Philadelphia Flyers soll nun als Verstoß gegen russisches Gesetz ausgelegt werden.


Fedotow holte Silbermedaille bei den Olympischen Spielen

Fedotow gilt als Torhüter No. 1 der russischen Nationalmannschaft. Kurz vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine stand Fedotow bei den Olympischen Spielen in Peking im Tor der russischen Nationalmannschaft und hatte dort gemeinsam mit seinem Team die Silbermedaille gewonnen. In der Vorsaison war Fedotow zudem der überragende Keeper in der russischen Liga KHL, wo er mit seinem Verein ZSKA Moskau den Gagarin Cup gewonnen hatte und gleichzeitig auch als bester KHL-Goalie ausgezeichnet wurde. Deshalb hatten sich die Philadelphia Flyers entschlossen, dem russischen Star einen Vertrag für die Saison 2022/23 anzubieten. Doch nun wurde Fedotow zum russischen Militärregistrierungs- und Einberufungsbüro gebracht. Wie der Fall weiter verlaufen wird ist offen. Einige Experten mutmaßen, dass Fedotow an die Front in der Ukraine geschickt werden soll. Dies dementiert allerdings die russische Zeitung „Fontanka“. In ihrem Artike steht allerdings, dass das Strafgesetzbuch der Russischen Föderation in Artikel 328 für die „Flucht aus dem militärischen oder alternativen Zivildienst“ eine Strafe von bis zu zwei Jahren Gefängnis vorsieht.

Müssen weitere NHL-Stars in Russland bleiben?

Fedotow selbst scheinen die Vorfälle auf jeden Fall belastet zu haben. Dieser ist nach seiner Festsetzung erst einmal krank geworden und musste mit einer Ambulanz aus dem Rekrutierungsbüro abtransportiert worden. Danach habe der 25-Jährige eine Nacht im Krankenhaus verbracht. „Ich kann mich aktuell nicht zur Situation äußern“, erklärte Fedotows Agent Igor Paraschkin. Und auch der Manager der Philadelphia Flyers, Chuck Fletscher, kannte keine weiteren Details der Vorgänge: „Wir versuchen derzeit, einen Überblick über die Situation zu bekommen. Mehr kann ich momentan nicht sagen.“ Scheinbar besteht von russischer Seite kein Interesse seine Sportler in die USA zu schicken. So gibt es bereits Befürchtungen, dass die NHL-Stars Alexander Owetschkin (Washington) oder Andrei Wassilewski (Tampa) ebenfalls im Herbst nicht mehr zu ihren Vereinen zurückkehren können. Insgesamt spielen 57 russische Eishockey-Stars in der NHL.

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