Putin zittert! Ukrainische Armee will Durchmarsch bis nach Lugansk erzwingen

Nach der Ankündigung von Wladimir Putin bis zu 300.000 Reservisten für die russische Armee zu mobilisieren, versucht die Ukraine noch vor der Ankunft neuer Soldaten weitere Geländegewinne zu erzielen. Aktuell konzentrieren sich die Kämpfe rund um die Stadt Liman, die sich im Grenzbereich der Regionen Donezk, Lugansk und Charkow befindet. Örtliche Medien berichten, das ist der ukrainischen Armee gelungen sei, die russischen Verteidigungslinien zwischen Liman und der vor wenigen Tagen zurückeroberten Stadt Kupjansk durchbrochen zu haben.

Ukrainische Armee erzielt erneuten Durchbruch

Auch dieser Durchbruch soll von den ukrainischen Einheiten mittels schwerer Artillerie und westlichen Waffen erreicht worden sein. Offenbar haben es die Russen nicht geschafft, die ukrainische Offensive am Ufer des Flusses Oskol zu stoppen. Denn mittlerweile gibt es bestätigte Meldungen über Rückeroberungen auf der anderen Seite des Flussufers. Videos aus dem Ort Jazkowka bestätigen die Rückeroberung durch ukrainisches Militär. Auch russische Militärblogger bestätigen, dass die ukrainischen Truppen den Fluss überquert haben und auf diese Weise gut 20 Kilometer an Geländegewinnen erzielt hätten. An anderen Stellen der Front hängen die ukrainischen Truppen dagegen fest. So soll unter anderem ein Angriff auf das russische Hauptquartier in Liman gescheitert sein. Hauptziel der ukrainischen Armee sei es aktuell tiefer in das Gebiet Lugansk einzudringen, wo die Russen im Augenblick ein Referendum zur Abtrennung von der Ukraine durchführen. Im Anschluss an das Referendum wollen die Russen dieses besetzte Gebiet in russisches Staatsgebiet eingliedern. Danach würden Angriffe auf diese Gegenden nach Ansicht der Russen als Angriff auf eigenes Staatsgebiet gelten. Es wird erwartet, dass das Referendum von russischer Seite manipuliert werden wird.


Moskau meldet Wechsel des stellvertretenden Verteidigungsministers

Unterdessen hat die angekündigte Mobilisierung der Reservisten in Russland für Probleme gesorgt. In vielen Landesteilen wird gegen diese Maßnahme protestiert. Zudem wurde nun bekannt, dass Russland den stellvertretenden Verteidigungsminister ausgetauscht hat. Dieser Posten soll nun von General Oberst Michail Misinzew ausgeübt werden, der im Ukraine-Krieg für die Eroberung der ukrainischen Stadt Mariupol verantwortlich gewesen ist. Mit diesem Wechsel soll die russische Armee in der Ukraine wieder erfolgreicher gemacht werden. Misinzew soll auf seinem neuen Posten vor allem die Logistik der russischen Armee verbessern. Unterdessen wachsen in der russischen Bevölkerung Zweifel, ob tatsächlich nur 300.000 Reservisten mobilisiert werden. Kremlkritische Medien berichten davon, dass die russische Regierung gar bis zu 1,2 Millionen Soldaten reaktivieren könnte. Denn die genauen Zahlen im von Putin verabschiedeten Dekret sind geheim. Zuletzt hatte auch der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrov, der eng mit Wladimir Putin befreundet ist, davon gesprochen, dass die Russen nun auch Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden und des Inlandsgeheimdienstes FSB an die Front in der Ukraine schicken wollen. Am Wochenende hatten in 46 Städten in Russland Protestaktionen stattgefunden. Allein am Samstag soll es 700 Festnahmen gegeben haben.

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