Querdenker-Demo eskaliert erneut! Wieder Festnahmen und Übergriffe auf Demo in Wiesbaden

Am Samstag hatte die Polizei in Wiesbaden bei einer angemeldeten Demo der sogenannten Querdenker mal wieder Schwerstarbeit zu leisten. Auf dem Weg in die Stadt hatte die Polizei die Protestanten gestoppt, da diese sich wie immer nicht an die Corona-Auflagen gehalten hatten.

Polizei löst Demonstration von Querdenkern in Wiesbaden auf

In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden haben Demonstranten der „Querdenker“-Bewegung am Samstagnachmittag eine Protestveranstaltung durchgeführt. Da die Teilnehmer jedoch wie bei diesen Veranstaltungen üblich gegen zahlreiche Corona-Auflagen verstoßen hatten, kontrollierte die Polizei die Teilnehmer bereits auf dem Kaiser-Friedrich-Ring und nahm unter anderem auch die Personalien verschiedenen Teilnehmer auf. Zuvor hatten mehrere Kundgebungen der Demonstranten stattgefunden, bei denen sie gegen die Corona-Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung protestiert hatten. Auch dabei hatten wieder viele Teilnehmer nach Angaben der Polizei gegen die Corona-Regeln verstoßen. Trotzdem gab es Kritik an dem Einsatz der Beamten. „Wieder einmal ging die Einsatztaktik der Polizei nicht auf“, kritisierte Elisabeth Kula (31), Wiesbadener Abgeordnete der Fraktion Die Linke im Hessischen Landtag. Zeitweise habe Chaos in der Innenstadt geherrscht, wie die Abgeordnete sich ausdrückte. Wenigstens konnten die Polizsten allerdings den geplanten Sturm auf den hessischen Landtag verhindern. Leider kam es im Verlauf der Kundgebungen auch wieder zu den gewohnt häßlichen Bildern. Pressevertreter und Gegendemonstranten waren von den „Querdenkern“ angegriffen worden. Die Polizei schätzt, dass etwa 1.200 Demonstranten an der Veranstaltung teilgenommen hatten.

Zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Auflagen

Wie immer zeigte sich auch diesmal, dass die Teilnehmer das gefährliche Coronavirus noch immer auf die leichte Schulter nehmen. So trugen viele Teilnehmer wie gewohnt keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten sich auch nicht an die Mindestabstände. Wegen der Verstöße hatte sich die Polizei dann dazu entschlossen, die Veranstaltung gegen 15 Uhr aufzulösen. Allerdings habe dann eine Gruppe von 400 Menschen versucht über die Bahnhofstraße in die Innenstadt zu gelangen. 300 weitere Personen versuchten ihr Glück über die Adolfsallee, Allerdings scheiterten beide Gruppen an den Absperrungen der Polizei, die gegen insgesamt 583 Personen dann Platzverweise ausgesprochen hatte. Gegen 16.30 Uhr sei es auch noch zu einer Auseinandersetzung zwischen Querdenkern und Gegendemonstranten gekommen. Zur Trennung der Konfliktparteien musste die Polizei Pfefferspray einsetzen. Insgesamt wurden bei dieser Aktion 11 Personen festgenommen. Der CDU-Geschäftsführer im hessischen Landtag Holger Bellino konnte für diese Aktion der Demonstranten kein Verständnis aufbringen. „Wer in Zeiten steigender Infektionszahlen Woche für Woche verantwortungslos ohne Masken, ohne Abstand und damit auf Kosten anderer Kundgebungen abhält, will den Ernst der Lage nicht verstehen und gefährdet damit unseren gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie“, stellte der CDU-Politiker klar.

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