Raubkatzen-Alarm in Borken (NRW)! „Hier ist ein Leopard im Garten“ – Anwohner informieren Polizei

Helle Aufregung im nordrhein-westfälischen Stadtlohn! Dort ging am Mittwoch ein Notruf eines Anwohners bei der Polizei ein, der sein Problem mit den Worten „Hier ist ein Leopard im Garten!“ beschrieben hatte. Bei der Ankunft am Ort des Geschehens sah es tatsächlich zunächst so aus, als hätten die Anwohner eine gefährliche Raubkatze im Garten.

Vermeintlicher Leopard entpuppt sich als Serval

Als Experten sich das Tier dann aber aus der Nähe betrachteten, stellten sie fest, dass es sich dabei nicht um einen Leoparden sondern um eine andere afrikanische Wildkatze gehandelt hatte. Was sich da in dem Garten herumgetrieben hatte, war ein sogenannter Serval. Einem Fachmann war es schließlich gelungen das Tier mit einem Fangnetz einzufangen. Im Anschluss war das Tier dann in eine Auffangstation in Witten im Ruhrgebiet gebracht worde. Mitllerweile könnte auch der Besitzer des Tieres gefunden worden sein. Offenbar war die Wildkatze vor gut 2 Wochen im 15 Kilometer entfernten Winterswijk in den Niederlanden entlaufen. Wie eine Sprecherin des Ordnungsamtes in Stadtlohn bestätigte, habe man den Mann informiert, damit er das Tier identifiziert. Mit den Papieren und der Nummer des im Ohr des Tieres angebrachten Chips könne man klären, ob es sich um das Tier des Mannes handelt.

Holländer suchte seine entlaufene Wildkatze bei Facebook

Der Mann aus dem nahen niederländischen Grenzort hatte vor 2 Wochen über Facebook einen Suchaufruf für das entlaufene Tier gestartet. Mitarbeiter des Tierheim in Stadtlohn hatten dann am Mittwoch nach dem seltenen Fund die Meldung in den Sozialen Medien entdeckt und eine Verbindung hergestellt. Daraufhin hatten die zuständigen Behörden den Mann kontaktiert. Bei Servalen handelt es sich um mittelgroße gefleckte Wildkatzen aus Afrika. Halter in Deutschland benötigen spezielle Sachkunde und eine amtliche Genehmigung um die Tiere zu halten. Züchtern halten diese Wildkatzen, um sie mit Hauskatzen zu kreuzen. Diese Nachkommen von Servalen sind mittlerweile als Hauskatzenrasse Savannah anerkannt. Diese sind steril und dementsprechend selten und sehr teuer. Für solche Tiere werden bis zu 15.000 Euro gezahlt. Im der Umgebung von Borken sei laut einer Mitarbeiterin des Ordnungsamts kein Halter von Servalen bekannt.

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