Riesige Mengen Biontech bestellt – Deutschland bekommt bald Millionen neue Impfdosen, aber – Streit um Patente der Impfstoffe geht weiter!

Selbst falls in naher Zukunft weitere Impfungen gegen das heimtückische Coronavirus fällig werden würden, ist die Europäische Union in dieser Hinsicht nun offenbar gut aufgestellt. Denn jetzt hat man bereits Liefervereinbarung bis ins Jahr 2023 mit dem Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer getroffen. Bis Ende 2023 sollen insgesamt weitere 1,8 Milliarden Impfstoffdosen geliefert werden.

EU unterzeichnet Liefervertrag mit Biontech

Die Unterzeichnung des neu ausgehandelten Vertrages hatte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Samstag am Rande des EU-Sozialgipfels in Portugal bestätigt. Schon Mitte April hatte die EU-Kommision angekündigt den Kauf bei Biontech perfekt zu machen. Auf diese Weise sollen genügend Auffrischungsimpfungen vorhanden sein, die auch vor zukünftigen Mutationen des Virus schützen sollen. In der EU sind zur Zeit allerdings auch die Impfstoffe von AstraZeneca, Moderna und Johnson&Johnson zugelassen. Zudem wartet man auf die Zulassung von georderten Impfstoffen von Sputnik V, CureVac und Sanofis-GSK. Allerdings spitzt sich in den letzten Wochen der Patentstreit um die Impfstoffe weiter zu. Während die Unternehmen ihre Impfstoffe in Rekordzeit mit Risiko und großem finanziellen Aufwand entwickelt haben, sind diese nun natürlich darauf aus ihre Impfstoffe durch Patente zu schützen. Doch die WHO hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen den Patentschutz für Impfstoffe generell auszusetzen, um auch ärmere Länder rund um den Globus mit Impfstoff versorgen zu können. Schon am Mittwoch hatte die USA angekündigt die Aussetzung des internationalen Patentschutzes sowohl auf Corona-Impfstoffe als auch Medikamente unterstützen zu wollen.

Biontech spricht sich für Patentschutz aus

Biontech hat diesem Vorschlag bereits eine klare Absage erteilt und schlägt stattdessen vor den ärmeren Ländern mit dem Preis für die Impfstoffe entgegenzukommen. „Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen“, hatte das Unternehmen am Samstag über die Presseabteilung verlauten gelassen. Unterdessen hat die EU dieses sicherlich polemische Thema in der Diskussion erst einmal nach hinten verschoben. Die Teilnehmer des Gipfels hatten jedoch verlauten lassen, dass eine Freigabe „kurzfristig eine Wunderlösung“ sei, um die weltweite Impfstoffknappheit zu beseitigen, erklärte der EU-Ratspräsident Charles Michel. „Aber wir sind bereit, uns mit diesem Thema zu beschäftigen, sobald ein konkreter Vorschlag auf den Tisch kommt“. Bundeskanzlerin Merkel allerdings hatte sich zuvor klar gegen eine Freigabe der Patente für Corona-Impfstoffe positioniert.

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