Russland verbrennt Gas – um es nicht nach Deutschland liefern zu müssen?

In Deutschland schießen die Preise für Energie in den Himmel und viele Menschen machen sich Sorgen, das die Wohnung im Winter kalt bleiben könnte, weil es nicht genug Gas zum Heizen gibt! Mitten in die Energieangst in Deutschland platzen Bilder von russischem Gas, das offensichtlich einfach verbrannt wird – um es nicht nach Deutschland liefern zu müssen? Hier alles, über den krassen Vorgang!

Russland hat Gaslieferungen gedrosselt

Aktuell fließen gerade noch 20 Prozent der möglichen Gesamtkapazität an Gas durch die Pipeline Nord Stream 1. Dafür macht Russland das Fehlen einer Turbine verantwortlich, die mittlerweile in Deutschland festhängt. Doch dabei handelt es sich laut Wirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne) und Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) um einen vorgeschobenen Grund von Kreml-Despot Wladimir Putin (69). In der Zwischenzeit fackelt Russland offenbar überschüssiges Gas an der Verdichterstation von Gazprom in Portowaja ab. Die Flammen dieses Vorganges seien bis nach Finnland zu sehen. Dies berichtet jetzt die finnische Nachrichtenseite „YLE“ und veröffentlicht Fotos des Geländes auf dem die Gaspipeline Nord Stream 1 startet. Auch aus großer Entfernung sind die Flammen zu erkennen. Zudem haben auch Einwohner der finnischen Stadt Virolahti bestätigt, dass man die Flammen von dort mit einem Fernrohr beobachten konnte. Schon seit dem 17. Juni wird das Gas dort nach Satellitenbildern regelmäßig abgefackelt.

Experte erklärt: Überschüssiges Gas mus abgefackelt werden

Die finnische Expertin Olga Väisänen, Kommunikations- und Verantwortungsdirektorin des finnischen Energieunternehmens Gasum, erklärt den Vorgang. Es sei ein normaler Vorgang, dass im Zusammenhang mit der Gasförderung und -übertragung in bestimmten Situationen Gas abgefackelt werden muss, Dies geschieht laut Väisänen meist während Störungen. Das „Abfackeln“ sei ein Vorgang, um den Druck in den Leitungen konstant zu halten. Beim Abfackeln wird das Gas auf kontrollierte Weise durch Verbrennen vernichtet. Weil die Pipeline zur Zeit bei Portowaja nicht auf vollem Druck läuft, muss das überschüssige Gas vernichtet werden, um den Druck in der Leitung zu reduzieren. Durch das Abfackeln wird auch der Umwelt geschadet, weil ein solcher Prozess zur globalen Erwärmung beiträgt und dabei schwarzer Kohlenstoff, also Rußstaub, gebildet wird.

Posse um Turbine geht weiter

Unterdessen behauptet Russland weiter, die gedrosselte Lieferung in der Pipeline sei auf eine fehlende und nicht gelieferte Turbine zurückzuführen. Diese Turbine befindet sich bereits seit Wochen in Mülheim an der Ruhr, nachdem sie in Kanada generalüberholt wurde und trotz der gegen Russland verhängten Sanktionen geliefert wurde. Angeblich weigert sich der Westen diese Turbine zu liefern. Stattdessen heißt es von deutscher Seite, dass Russland die Annahme der Turbine schlicht verweigere, Damit will

Kreml-Tyrann Wladimir Putin (69) Deutschland und die restlichen Staaten in Europa, die auf russisches Gas angewiesen sind, weiter erpressen. Ziel ist es vermutlich die Sanktionen gegen das Land zu lockern. Erst dann wird wohl die Drosselung der Gaslieferungen aufgehoben werden. Die deutsche Bundesregierung hatte schon im Vorfeld mit solchen fiesen Methoden aus Russland gerechnet und den Russen vorgeworfen, die Gasmenge absichtlich zu drosseln.