Schock-Aussage! Merkel sieht uns in 3. Welle! Doch keine Lockerungen?

Noch am Montag schienen sich schon bald Öffnungen für Deutschland im Lockdown anzudeuten. Denn Angela Merkel hatte in einer Sitzung mit Spitzenpolitikern der Union von einem vierstufigen Öffnungsplan gesprochen. Dadurch war zunächst der Eindruck entstanden, dass die Kanzlerin dem Öffnungsdruck der Öffentlichkeit und der Ministerpräsidenten nachgeben würde. Doch anscheinend handelt es lediglich um ein Lippenbekenntnis der Kanzlerin.

Ist die Kanzlerin noch immer nicht zu Lockerungen bereit?

Mittlerweile deuten jedoch viele Dinge darauf hin, dass die Kanzlerin trotz der geäusserten Absichten auch weiter für möglichst harte Maßnahmen gegen das Virus kämpfen wird. Denn schon am Dienstag in der Unions-Fraktionssitzung erklärte Merkel, „dass wir jetzt nicht in eine Wellenbewegung kommen wollen“. Sie wolle dringlichst vermeiden, „dass wir aufmachen und kurze Zeit später wieder zumachen“. Offenbar sucht Merkel nach einer Strategie, um die Maßnahmen bis in den Sommer auszudehnen, wo dann auch „die Wirkungen des Impfens“ einen positiven Effekt auf die Zahlen der Neuinfektionen sichtbar machen würden. Noch immer sieht Merkel die Gefahr, „wieder in ein exponentielles Wachstum zu kommen“.

Und gleichzeitig schickte die Kanzlerin noch eine Warnung an die Abgeordneten der Union hinterher: „Die Tatsache, dass wir jetzt eine dritte Welle haben, können wir nicht wegdefinieren.“ Damit wechselt die Kanzlerin wieder auf die harte Linie ihrer Berater, die wegen der gering angestiegenen Zahlen am Wochenende offenbar noch immer von Öffnungen abraten.

Kanzleramtschef erklärt: „Keinerlei Öfnungen möglich“

Noch am Montag hatte Kanzleramtsminister Helge Braun (48, CDU) gegenüber den Chefs der Staatskanzleien die Worte der Kanzlerin relativiert. Braun hatte bei der Sitzung die Ansicht vertreten. dass derzeit „keinerlei Öffnungen“ möglich seien, weil die Infektionszahlen wieder ansteigen. Auch am Dienstag bei der Unions-Fraktionssitzung beharrte Braun auf diesem Standpunkt. So würden Öffnungen am 7. März zu einem „steilen Anstieg“ der Infektionszahlen führen. Braun warnte gar vor erneuten Inzidenzwerten bis 300! Nach Brauns Ansicht könne man nur entweder Schulen und Kitas oder den Einzelhandel öffnen. Gemeinsame Öffnungen seien nicht zu verantworten, weil

„März, April und Mai“ nach Brauns Meinung noch „schwierige Monate“ bleiben werden.

Experten debattieren über die aktuelle Pandemie-Lage

Bisher jedoch sind sich die Experten über die Gründe für den zuletzt verzeichneten leichten Anstieg der Infektionszahlen uneinig. Denn Hardliner wie SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) und die Virologen Michael Meyer-Hermann (54) und Melanie Brinkmann (47, beide Helmholtz-Institut) sehen darin ein Anzeichen auf den Beginn einer 3. Welle. Sie begründen dies damit, dass die aktuell niedrigen Infektionszahlen täuschen würden. Sie befürchten eine starke Ausbreitung der britischen Corona-Mutante in Deutschland, sobald man sich zur Lockerung der aktuellen Maßnahmen entschließen würde. Bei einer drastischen Lockerung drohe gar das gleiche Szenario, das man kurz vor Neujahr in England und Irland beobachten musste. Doch es gibt auch andere Stimmen wie den früheren WHO-Epidemiologe Klaus Stöhr (62), der argumentiert, dass viele Nachbarländer von Deutschland das „Pandemiegeschehen offensichtlich sehr gut auf höherem Niveau“ im Griff haben ohne Schulen zu schließen und trotz zum Großteil geöffneter Geschäfte. Doch anscheinend wird im Kanzleramt auch weiterhin eher auf die Meinung der Hardliner gesetzt werden.

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