Solang hält die Immunität! Neue Studienergebnisse werden bekannt

Mehr als 3 Millionen Menschen haben sich mittlerweile in Deutschland mit dem potenziell tödlichen Coronavirus infiziert. Und auch von der Krankheit genesene Personen erhalten innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten nach einer Erkrankung mehr Freiheiten. Eine neue Studie aus England legt nun nahe, dass der Schutz vor einer erneuten Infektion jedoch noch ein wenig länger anhalten könnte.

Wie lange bleibt man nach einer Infektion mit dem Coronavirus immun?

Mittlerweile haben viele Menschen sich mit dem Coronavirus angesteckt und ihre Erkrankung auskuriert. Nun wollen diese Menschen natürlich wissen, wie lange eine Immunität nach der Infektion mit dem Coronavirus anhält. Eine Frage, die natürlich auch die Wissenschaftler interessiert. Und dabei kamen die Forscher bisher zu unterschiedlichen Ergebnissen. Eine Studie von der Washington University School of Medicine in St. Louis (USA) war zu dem Ergebnis gekommen, dass ehemalige Corona-Patienten mit einem milden Verlauf der Erkrankung auch fast 1 Jahr später noch Antikörper aufweisen. Britische Forscher hingege kamen zu dem Ergebnis, dass der Schutz nach einer Infektion mit dem ansteckenden Virus 6 Monate anhält. Neue Studienergebnisse zeigen nun, dass man zu diesem Zeitraum mindestens noch einmal 2 Monate hinzufügen kann. Zu diesem Ergebnis kam jetzt das wissenschaftliche Beratergremium der britischen Regierung, das am Freitag die entsprechenden Daten ihrer Studie veröffentlicht hatten. „Die Infektion mit SARS-CoV-2 führt bei fast allen Personen zu Antikörper-, B-Zell- und T-Zell-Antworten, die über acht Monate nach der Infektion aufrechterhalten werden“, schreiben die Forscher in einer Erklärung.

Jüngere Menschen sind offenbar besser geschützt

Die Forscher kommen allerdings auch zu dem Ergebnis, dass die Immunität auch mit dem Alter der infizierten Personen zusammenhänge. So soll der Schutz nach einer Ansteckung bei Menschen im Alter von über 65 Jahren um gut 47,1 Prozent geringer sein, als bei jungen Menschen. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass neu auftretende Virus-Varianten die Immunität ebenfalls reduzieren könnten. Die neuen Daten zeigen offenbar auch, dass die zuletzt in Großbritannien weit verbreitete Delta-Variante (B.1.617.2) wohl um 64 Prozent ansteckender ist als die zunächst in England aufgetauchte Alpha-Variante (B.1.1.7). Zudem sei die Schutzwirkung der Impfstoffe gegen diese Variante leicht vermindert. Als nächstes wollen die Wissenschaftler nun herausfinden, ob eine Antikörper-Immunität auch die Weitergabe des Virus an andere Menschen verhindert.

Immunität entsteht nicht nur durch Antikörper

Neben den Antikörpern gibt es auch andere Komponenten, die eine erneute Ansteckung verhindern können. „Das Immunsystem hat weitere Instrumente, um Krankheitserreger abzuwehren. Antikörper sind zweifellos bedeutsam, aber nur Teil eines größeren Arsenals. Andere Studien deuten darauf hin, dass eine andere Komponente, die wir die zelluläre Immunantwort nennen, trotz fallender Antikörper-Wir weiterhin Bestand haben kann“, erklärt Dr. Ahmad Aziz vom Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).

Durch die zelluläre Immunantwort produzieren Zellen im menschlichen Körper spezielle Abwehrzellen, die genau auf das Virus zugeschnitten sind. Diese Zellen nennen sich T-Helferzellen. Dies bedeutet, dass Zellen im menschschlichen Körper merken, wie das angreifende Virus aussieht und dann im Fall einer erneuten Infektion die passenden Abwehrzellen produzieren.

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