Sony stellt das Xperia XA Ultra mit 6 Zoll-Display vor 5
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Anfang des Jahres ging man bei Sony in Sachen Smartphones neue Wege. Auf der MWC 2016 in Barcelone stellte man seine neue Xperia X-Serie vor, bestehend aus einem Mittelklasse- und zwei Premium-Modellen. Gleichsam verkündete man dann auch das Ende der bewährten Xperia Z- Reihe, die ihre Anfänge im Jahr 2013 nahm und trotz mäßiger Verkaufszahlen auch hierzulande ihre Fans gefunden hatte. Zuletzt ließ sich aus internen Sony-Slides erahnen, dass auch die Mittelklasse-Serien Xperia M und Xperia C in der neuen X-Serie aufgehen könnten.

Der Übersicht tut das alles nicht so gut, zumal man bei Sony natürlich weiter fleißig  Smartphones – nun eben mit dem X-Branding – vorstellt. Eines dieser neuen Smartphones ist das Xperia XA Ultra, das sich mit einem sechs Zoll Screen aber zumindest von den anderen Modellen der Reihe abhebt. Nach dem X, X Performace und XA kommt also nun das XA Ultra. Der bereits erwähnte 6 Zoll Screen löst in dem neuen Modell mit Full HD auf und ist von extrem schmalen Seitenrändern eingefasst, die nicht nur optisch was hermachen, sondern auch dafür sorgen sollten, dass das Smartphone trotz dieser Bildschirmdiagonale nicht so breit wird, dass man es nicht mehr mit einer Hand halten kann. Zum Vergleich: Mein Galaxy Note 4 ist trotz kleinerem Display nur hauchdünne 0,2 Millimeter weniger breit, hier hat Sony also ganze Arbeit geleistet, das Gerät kompakt zu halten.

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Wo man allerdings versagt hat, und das muss man auch mal in dieser Deutlichkeit sagen, ist die Akkukapazität. 2700 mAh fasst der Akku, und das ist definitiv zu wenig! Ist ja schön, dass das Smartphone mit 7,6 Millimetern relativ dünn ist, aber andere Hersteller schaffen es bei ähnlicher Bautiefe und sehr viel kleineren Displays doch auch, Akkus mit größerer Kapazität zu verbauen. Schon klar, die Milliamperestunden allein machen noch keine gute Laufzeit und mit entsprechenden Software-Optimierungen und einem sparsamen Prozessor lässt sich da trotzdem einiges rausholen, das beweisen zum Beispiel die iPhone-Modelle seit einigen Jahren, aber da wäre mehr drin gewesen. Ein so großes Display ist geradezu prädestiniert, darauf stundenlang Content zu genießen und zieht auch ohne QHD-Auflösung ordentlich Strom. Wenn man da ein, zwei Millimeter auf die Bautiefe aufgeschlagen hätte, den gewonnenen Platz aber gänzlich für den Akku genutzt hätte, ich glaube kaum, dass sich jemand beschwert hätte. Sony meint trotzdem, zwei Tage Laufzeit seien möglich und dank Quick-Charge sollte der Akku zumindest schnell wieder aufgeladen sein, also wollen wir mal abwarten, was erste unabhängige Tests dazu sagen. Aber weiter im Text:

Wie schon im kleineren Bruder, dem Xperia XA, setzt Sony auch hier auf den MediaTek Helio P10 (MT6755) Prozessor, einen 64-bit Octa-Core also, dem man 3 GB Arbeitsspeicher zur Seite stellt. Ein kleines Highlight des Gerätes stellen dann vielleicht noch die Kameras dar. Die Front-Kamera löst mit stolzen 16 Megapixeln auf, bietet einen Sony Exmor R Sensor inklusive OIS und Weitwinkel-Aufnahmen. Man fährt bei Sony also alles auf, was die Leute so brauchen, um sich bei ihren Selfies im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht zu rücken. Die rückseitige Kamera soll besonders schnell starten, bietet einen Hybrid-Autofokus und kann Fotos mit maximal 21,5 Megapixeln schießen.

Das Xperia XA Ulta setzt frontseitig auf eine auffällige 16 Megapixel-Kamera mit OIS

Softwareseitig kommt Android M zum Einsatz, das Xperia X Ultra bietet außerdem einem Single-Sim-Slot für Nano-Sim Karten und die Möglichkeit den 16GB großen internen Speicher per Micro SD-Karte um bis zu 200GB zu erweitern. Das in den Farben Lime Gold, Schwarz und Weiß erhältliche Smartphone unterstützt außerdem LTE, NFC und Miracast.

Schick sieht das Gerät ja schon aus mit seinem großen Edge-To-Edge Screen, und in der Sechs-Zoll Klasse ist die Konkurrenz auch noch nicht ganz so stark vertreten. Der Akku ist für mich zumindest auf dem Papier aber eine echte Enttäuschung, in der Praxis sieht das hoffentlich anders aus. An Performance und Kamera-Leistung scheint es dem neuesten Modell aus dem Hause Sony nach Maßstab der meisten Kunden aber nicht zu mangeln und die Speichererweiterung ist ein nettes Detail, auch wenn viele andere Hersteller diese ebenso (wieder) liefern. Bei entsprechender Preisgestaltung ein interessantes Smartphone der oberen Mittelklasse, dass die Xperia X-Reihe konsequent ergänzt. Und gute Geräte sind schleßlich wichtiger als eine zweifelhaft durchdachte Namensgebung.

Quellen: Sony, via AndroidAuthority

Simon

Technikaffiner Student und langjähriger Android-Nutzer. Derzeit unterwegs mit dem Samsung Galaxy Note 4, Microsoft Surface Book und Samsung Galaxy Tab S.