Über 800.000 Impfdosen müssen vernichtet werden! Wieder Impfärger in Berlin!

Wie es scheint geht der Ärger bei den Corona-Impfungen in Berlin noch immer weiter. Fast die Hälfte alle zur Impfung eingeladenen Bürger hat bisher noch keinen Impftermin vereinbart. Von 1.673.840 schriftlichen Einladungen haben gerade mal 812.521 Personen ihre Impfung erhalten oder einen Termin vereinbart. Die restlichen Personen scheinen offenbar keine Eile zu haben, um sich gegen das Virus impfen zu lassen.

Trotz hohem Alter und Zugehörigkeit zu Risikogruppen – Niedrige Resonanz auf Impfeinladungen

Verwundert beobachten die Behörden in Berlin die niedrige Resonanz auf die versendeten Impfeinladungen. Nur rund die Hälfte der bisher angeschriebenen Personen hat sich impfen lassen oder einen Impftermin vereinbart. Und das obwohl die angeschriebenen Personen zu den höchsten Dringlichkeits-Gruppen gehören, älter als 70 Jahre sind, schwere chronische Erkrankungen haben oder zu den bevorzugten Berufsgruppen zählen. „Es ist erschreckend, dass bisher nur etwa die Hälfte derjenigen, die eine Einladung zum Impfen bekommen haben, auch einen Termin vereinbart haben“, erklärte nun FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja (37), der die aktuellen Zahlen beim Berliner Senat angefragt hatte. Und es gibt ein weiteres Problem! Trotz Impfstoffknappheit mussten in Berlin bisher bereits 2.533 Impfdosen vernichtet werden

Hohe Zahl an Impstoffdosen mussten vernichtet werden

Allein durch die kurzfrsistige Aussetzung der Impfungen mit dem AstraZenca-Impfstoff waren 255 Impfdosen unbrauchbar geworden. Andere Gründe für die Vernichtung von Impfstoff waren Fehler bei der Vereinzelung der Impfstoffe, auf den Boden gefallene Spritzen in den Impfzentren und Spritzen bei denen sich die Kanülen gelöst hatten. Zudem mussten einige Impfstoffe vernichtet werden, weil den Pharmazeuten vor der Impfung ein Qualitätsmangel an den Impfstoffen aufgefallen war, Fehler bei der Vorbereitung des Impfstoffes begangen worden waren oder die Haltbarkeit des Impfstoffes bereits abgelaufen war. „Es kann nicht sein, dass der sowieso schon knappe Impfstoff weggeschmissen werden muss, obwohl viele Impfwillige sehnsüchtig darauf warten“, ereiferte sich FDP-Politiker Czaja. Aus diesem Grund fordert er nun Impfwillige der Gruppe 3 in digitale Wartelisten aufzunehmen, die eine kurzfristige Terminvergabe erlauben. Viele Menschen, die jedoch einen Termin vereinbart haben, nehmen diesen dann auch wahr. Die Quote der Menschen, die trotz des vereinbarten Termins nicht erscheinen liegt gerade einmal bei 0,77%.

So gehen die Impfungen in Berlin weiter

Doch vielleicht könnte das Impftempo in den nächsten Tagen zunehmen. Ab Montag werden vermehrt Krankenhäuser und mobile Impfteams mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer beliefert werden. Dieser Impfstoff wird für die Erstimpfungen von neu verpflichtetem Personal, Rückkehrern aus der Elternzeit und die Zweitimpfung von unter 60-jährigen Mitarbeitern verwendet werden, die die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben. Die über 60-Jährigen, die ihre Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, sollen nun in einem Zeitraum von 12 Wochen ihre 2. Impfung erhalten. Die unter 60-Jährigen werden ihre Zweitimpung ebenfalls nach 12 Wochen erhalten, dann allerdings einen mRNA-Impfstoff gespritzt bekommen. Diese Menschen sollen die 2. Impfung dann vermutlich im Impfzentrum Erika-Heß-Eisstadion erhalten. Die genauen Daten für die Impfungen können auch bei der Impf-Hotline des Bundeslandes unter der Telefonnummer (030) 9028 2200 angefragt werden.

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