Ultrakonservativer Raisi als Irans neuer Präsident vereidigt

Bisheriger Justizchef strebt Aufhebung der US-Sanktionen an

Der ultrakonservative Geistliche Ebrahim Raisi ist am Dienstag als neuer Präsident des Irans vereidigt worden. In einer im Staatsfernsehen übertragenen Zeremonie führte das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei den 60-Jährigen in sein neues Amt ein. Raisi war bisher Justizchef des Iran.

Raisi kündigte in seiner Rede an, seine Regierung werde sich um die Aufhebung der gegen sein Land verhängten US-Sanktionen bemühen. Er erwarte aber nicht, dass das Ausland zur Verbesserung der Lage beitrage. „Wir werden sicherlich versuchen, die repressiven Sanktionen aufzuheben, aber wir werden die Lebensbedingungen des Landes nicht an den Willen von Ausländern binden“, sagte Raisi.

Zu Raisis großen Herausforderungen gehören die Wiederbelebung der durch die US-Sanktionen und die Corona-Pandemie schwer gebeutelten Wirtschaft sowie die Gespräche über eine Neuauflage des internationalen Abkommens zum iranischen Atomprogramm. Es wird erwartet, dass Raisi vor allem die Beziehungen zu den Nachbarländern sowie zu Russland und China stärken will. Die USA wie auch Deutschland hatten die Wahl Raisis im Juni als undemokratisch kritisiert.

by ATTA KENARE

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