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Umidigi One Max – Großes Low Budget Phone im Test

UmiDigi hat mit dem One Max mal wieder ein Low Budget-Smartphone auf dem Markt gebracht. In unserem Testbericht schauen wir uns das Ganze mal etwas genauer an.

Das One Max bietet ein 6.3 Zoll HD-Display, gepaart mit einer Helio P23-CPU. Vor allem der SoC ist im Großen und Ganzen schon etwas betagt. Dennoch hat Umidigi nun ein Low Budget Phone mit genau diesen Spezifikationen veröffentlicht,  Wir schauen uns das Ganze absolut objektiv an, und bewerten das Telefon dann zum Schluss. Das Gerät wurde uns freundlicherweise von Gearbest zur Verfügung gestellt.

 

UmiDigi One Max Lieferumfang

UmiDigi liefert das One Max standardmäßig in der für den Hersteller typischen matt-schwarzen Slider-Verpackung. Auf der Front wird das UmiDigi-Logo präsentiert.  Zum Lieferumfang zählen eine bereits auf dem Smartphone angebrachte Schutzfolie,ein transparentes Case, ein rotes USB Typ C-Kabel, ein Öffner für den Sim-Kartenschacht und eine Bedienungsanleitung sowie eine Dankes-Karte.

Design und Verarbeitung

Das Design des Umidigi One Max ist optisch auf aktuellem Stand. Es bietet eine Glasrückseite, einen Aluminium-Rahmen, und das ganze kommt sogar mit schönem Effektlack. 2 Farben stehen hier zur Auswahl, schwarz und violett.Das Violett ergibt diesen schönen Schimmer auf der Rückseite, wie auf den Bildern zu erkennen ist. Die Form des Umidigi One Max finde ich von der Haptik her sehr angenehm, mit schönen abgerundeten Kanten und einer schönen Glasrückseite.

Der Rahmen des One Max ist aus Aluminium. Fingerabdrücke sind aufgrund der Glasrückseite natürlich sichtbar.Als Gegenmaßnahme kann hier das mitgelieferte Case genutzt werden. Die Dualkamera wurde links platziert, direkt darunter befindet sich der LED-Blitz. Der Fingerabdrucksensor ist auf die Seite gewandert. Dies was am Anfang ziemlich ungewohnt, da die Fläche dadurch auch deutlich schmaler ist im Vergleich zu einem Sensor direkt auf der Rückseite.

 

Die Vorderseite des UmiDigi One Max ist, wie so ziemliche alle Umidigi Geräte, mit einem 2.5D Glas bestückt und hat eine Tropfennotch im Display. In der Notch selbst befindet sich die Selfie-Kamera, darüber der Telefon-Lautsprecher und der Helligkeitssensor. Auch hier fehlt wie schon bei anderen getesteten Modellen eine Benachrichtigungs-LED.

Auf der linken Seite befindet sich der Hybrid Dual-SIM-Kartenschacht für zwei Nano-Sims oder für eine Sim und eine MicroSD-Karte. Die rechte Seite beherbergt die Power-Taste, die Lautstärke-Wipptasten und den Fingerabdrucksensor. Die Tasten sind gut in das Gehäuse eingearbeitet und beim Sensor haben wir eine zusätzliche Vertiefung für die Auflage des Fingers. Auf der Unterseite befindet sich der USB Typ-C-Anschluss, das Mikrofon, der Mono-Lautsprecher und ein 3,5mm Klinkenanschluss. Die Abmessungen betragen 156,8 x 75,6 x 8,35 mm und das Gewicht beträgt 205 Gramm. Für ein Low Budget Gerät ist die Verarbeitung beim One Max wirklich sehr hochwertig.

 

 

Display

Das UmiDigi F1 hat ein 6,3 Zoll IPS HD-Display mit einer Auflösung von 1520 x 720 Pixeln (276 ppi). Warum hier nur ein HD-Display verbaut wurde ist verwunderlich, da doch FHD-Displays mittlerweile Standard sind, selbst in Low Budget-Geräten.Auch beim One Max stößt das Fehlen der Benachrichtigungs-LED mal wieder sauer auf. Platz genug ist vorhanden.

Das Display-Rand-Verhältnis liegt beim One Max bei knapp 84% und die Ränder fallen sehr schmal aus. Das Display selbst ist von Werk aus schon mit einer Schutzfolie versehen und ist auch sauber ins Gehäuse eingearbeitet.

Das Display liefert trotz der Tatsache, dass es nur ein HD-Display und mit 6,3 Zoll auch recht groß ist, doch ein relativ scharfes Bild. Pixelfehler waren beim Testgerät auch keine vorhanden. Auch der 10-Punkt Touchscreen arbeitet sehr präzise und hat keinerlei Verzögerungen. Die Displayhelligkeit ist nicht ganz optimal. Während im Räumlichkeiten alles gut abzulesen ist, ist die Helligkeit bei direkter Sonneneinstrahlung nicht ausreichend um alles einwandfrei zu erkennen.

Software

Beim One Max setzt Umidigi wie auch schon beim F1 auf Stock Android. Allerdings nur mit Android 8.1 und einem Sicherheitspatchlevel von Oktober 2018. Updates können via OTA direkt auf das Smartphone installiert werden. Innerhalb meiner Testphase kamen direkt 2 Updates kurz nacheinander mit diversen Bugfixes. Die Einrichtung verläuft standardmäßig wie bei allen Standard Android Geräten.

Die Oberfläche des Umidigi One Max läuft flüssig ohne irgendwelche Stabilitätsprobleme. Der Appdrawer ist mit an Board.  Es fehlt, wie so oft bei vielen Geräten noch die Unterstützung für Widevine L1, um beispielsweise Netflix in HD schauen zu können.

 

Fingerabdrucksensor

Das Konzept des Fingerabdrucksensors des One Max ist anders, als die meisten User es von anderen Sensoren gewöhnt sind. Hier finden wir den Sensor seitlich, so daß nicht der ganze Finger gelesen wird, sondern eben nur ein Teil. Es funktionierte während der Testphase einwandfrei, lediglich 1 mal von 20 Versuchen konnte der Sensor den Finger nicht erkennen.

 

Leistung

Im UmiDigi One Max ist ein Mediatek Helio P23 (MT6763V) Octacore mit 4x 2 Ghz + 4 x 1,5 Ghz A53 und einer ARM-Mali G71 MP2 Grafikeinheit verbaut.Der SoC ist zwar aus dem Jahr 2017, verrichtet seinen Dienst aber zufriedenstellend.

Das Umidigi One Max schaffte im AnTuTu-Benchmark 83.772 Punkte und im Geekbench Test im Multicore Test 3679 Punkte (Niveau Xiaomi Mi5) . Der Single Core Test fiel hier vergleichsweise schlecht aus mit 797 Punkten. Low Budget heiß ebent auch Abstriche machen. In diesem Fall gibt es im Angebot von UmIDigi nur eine RAM/ROM Konstellation, und zwar 4GB RAM und 128 GB Rom. 4 GB LPDDR4X RAM sind gut und ausreichend. Der Flaschenhals wie so oft ist der eMMC Speicher.  Der Slingshot-Test lieferte in der Theorie mit knapp 686 Punkten auch durchschnittliche Werte für ein Gerät in dieser Preisklasse.

In der Praxis bei dem Testen von Games ermöglichte das One Max bei PubG und Mortal Kombat Spielen auf mittlerem Detaillevel. Das allerdings dann auch ruckelfrei und ohne große Aussetzer.

Telefonie

Die Sprachqualität des One Max war während eines Telefonats ausgezeichnet und im Test konnten sich alle Teilnehmer stets gut verstehen. Das UmiDigi One Max unterstützt ebenfalls alle LTE Frequenzen, Auch das für einige Menschen in Deutschland wichtige Band 20 mit 800MHz.

  • 2G: GSM B2/B3/B5/B8 CDMA BC0/BC1
  • 3G: WCDMA B1/B2/B4/B5/B8 TD-SCDMA B34/B39
  • 4G: FDD-LTE B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B12/B13/B17/B18/B19/B20/B25/B26/B28
    TDD-LTE B34/B38/B39/B40/B41

Konnektivität

Das UmiDigi One Max unterstützt wie das F1 nur 802.11 a/b/g/n mit Dual-Band. Leider kein WLAN AC. NFC wurde hier auch nicht verbaut. Beim Bluetooth wurde hier auch wieder nur BT 4.1 genutzt. Im Test selbst gab es keinerlei Probleme, wie z.B. Verbindungsabbrüche. Der GPS -Test dauerte knapp 14 Sekunden bis zum ersten Fix, danach auf eine Reichweite von 5m genau.

Kamera

Die Kamera des One Max ist mit einem 12 Megapixel Omnivision-Sensor und einem 5 MP-Tiefensensor ausgerüstet. Diesmal eine richtige Dual Cam und keine Fake-Sensoren, alles echt, selbst der Bokeh Modus funktioniert ganz gut. Hier hat UmiDigi in der Vergangenheit mit Fakes unrühmliche Kapitel ihrer Firmengeschichte geschrieben. Mal zu den Details: Die Hauptkamera ist ein Omivision Sensor (OV12870), 12 Megapixel und einer Blende von f/2, unterstützt wird sowohl Autofokus als auch HDR. Der Tiefensensor ist ein Galaxycore Sensor GC2335 mit 5 Megapixeln (eigentlich echte 2MP, per Software auf 5MP interpoliert).

Die Frontkamera hat einen Samsung Sensor verbaut. Hier haben wir einen 16 MP Samsung S5K3P3 Sensor mit Blende f/2.

Die Kamera-App ist nach wie vor der Wurm im Apfel. Es fehlen grundlegende Funktionen, lediglich Panorama, Normal und Bokeh- Modus sind vorhanden. Im Video Bereich fehlt Time-Lapse. Wirklich spärliche Wahlmöglichkeiten verschlechtern das Fotografieren immens. Ich hatte gehofft, dass in einem der Updates auch ein Update für die Kamera-App kommt, was aber leider nicht der Fall war.

 

 

Allgemeine Fotos

Panorama

Akkulaufzeit

Das UmiDigi One Max hat eine angegebene Akkukapazität von 4150 mAh. Die Akkulaufzeit im Test ergab knapp 2.45 Stunden mit einer Entladung von 65% auf 40%. Theoretisch würde ich damit auf eine Akkuleistung von ca. 12 Stunden kommen. In der Realität, bei einer DOT von knapp 6 Stunden kam ich auf ca. 1.5 Tage bei ca. 15% um es dann wieder zu laden. Was wirklich lobend hervorgehoben werden muss, wirklich einwandfrei funktioniert, und in dieser Preisklasse normalerweise nicht existent ist, ist Wireless Charging. Das One Max unterstützt Wireless Charging und lief mit verschiedenen Ladestationen ohne Probleme, auch mit Case.

 

Fazit

Das Umidigi One Max ist trotz des älteren SoCs und trotz des HD-Displays dennoch durchaus für den Alltag geeignet. Sei es als Zweitgerät oder als Einsteigergerät. Der Soc reicht von der Leistung her für alltägliche Aufgaben. Im Bereich LTE werden alle Bänder unterstützt, so daß LTE auch immer gegeben ist, wo LTE verfügbar ist. Die Akkulaufzeit ist ansehnlich, was nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen ist das „nur“ ein HD Display verbaut wurde. Mängel und Probleme gibt es immer wieder, wie z.B. die unglaublich schlechte Kamera-App, die sich nun schon über sämtliche Umidigi-Modelle verbreitet hat und irgendwie auch nicht angepasst wird. Oder aber auch die fehlende Benachrichtigungs-LED, welche sich wie ein roter Faden durch die Umidigi-Welt zieht. In Bezug auf die Kamera, kann nur gehofft werden, dass die App noch deutlich ausgebessert wird. Ein weiterer Pluspunkt ist definitiv Wireless Charging, da dieses in der Preisklasse bis 200€ normalerweise nicht gegeben ist. Wer mit den Schwächen leben kann, der wird das Gerät als Einsteiger- oder Zweitgerät schätzen können.

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Umidigi One Max – Großes Low Budget Phone im Test
Display7.5
Performance8.2
Kamera7.6
Akkulaufzeit8.8
Software7.9
Verarbeitung9.3
Preis-Leistung8.3
Positiv
Großes Display
Alle LTE Bänder
Wireless Charging
Leistung ausreichend
Negativ
Kamera Durchschnitt
Bokeh Bilder miserabel
nur HD Display
SoC aus 2017
8.2
Score

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