Virologe Drosten spricht Klartext: Diese Corona-Maßnahmen sind Unsinn !

Virologe Christian Drosten (48) hat es nicht einfach! Durch seine harte Linie in der Corona-Pandemie steht der Mediziner in der Kritik der Menschen, denen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu weit gehen. Nun hat Drosten den Wert der unabhängiger Wissenschaft gegen die teils unangebrachte Kritik in den sozialen Medien verteidigt und dabei auf die Logik und die Funktion des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns verwiesen.

Drosten verteidigt Wissenschaftler gegen Kritik in der Corona-Pandemie

Drosten machte deutlich, dass es in der Corona-Pandemie seine eigene Aufgabe sei, „die Methoden meines Fachgebietes zu erklären, die Grenzen wissenschaftlicher Studien aufzuzeigen, einzuordnen, was Fakt und was Fiktion ist“, gab Drosten am Sonntag in Marbach am Neckar bei einer Rede zu Protokoll, die den Geburtstag des Dichters und Philosophen Friedrich Schiller zum Anlass hatte. Aufgabe der Forscher und Wissenschaftler sei es laut Drosten ein realistisches wirr Lage zu zeichnen. Dies unterscheide sich allerdings häufig von den Wünschen der Menschen. Aus diesem Grund sehe es Drosten als seine Pflicht an, auch „korrigierend einzugreifen und ausgemachten Unsinn auch einmal beim Namen zu nennen“. In der heutigen Zeit sei diese jedoch problematisch, weil man dann sofort „mittendrin im breiten öffentlichen Meinungskampf“ um die Corona-Pandemie sei. „Und das ist für jemanden, dem es um Fakten und gesicherte Erkenntnis geht, eine, sagen wir mal, interessante und lehrreiche Erfahrung“, umschreibt Drosten dabei den zum Teil harten und forschen Umgangston in den sozialen Medien.

Drosten kritisiert den Stil der Diskussionen in den sozialen Medien

Ein Problem sei laut Drosten, dass seit dem Beginn der Corona-Pandemie die wissenschaftlichen Beiträge nicht sachlich und kühl diskutiert werden, sondern sich immer mehr eine“ungemein hart geführten“ Debatte entwickle. „Das Ganze findet rund um die Uhr bei hohen Temperaturen im Schleuderwaschgang der sozialen Medien statt“, kritisiert Drosten. Deshalb bittet Drosten auch um Verständnis falls es zu Änderungen der wissenschaftlichen Sicht im Verlauf der Pandemie komme. Bei der Forschung gelte immer auch die Logik des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns, was eben auch zu geänderten Erkenntnissen führen könnte. Die Forschung am Coronavirus verglich Drosten mit einer Expedition ins Unbekannte, bei der es auch zu Irrungen und Rückschlägen kommen könnte. „Ursprüngliche Theorien und Annahmen können sich als falsch erweisen und gleichzeitig wichtige neue Impulse liefern. Für Menschen, die dies nicht gewohnt sind, ist das mitunter schwer nachzuvollziehen“, verdeutlichte Drosten.

Als Beispiel nannte Drosten das Tragen von Schutzmasken, dass viele Wissenschaftler am Anfang der Pandemie für eher unnötig erachtet hatten, mittlerweile jedoch als wichtiges Schutzinstrument im Kampf gegen das Virus gilt. Auf jeden Fall bat Drosten bei seiner Rede auch darum, den Experten in dieser Materie ein wenig mehr Vertrauen entgegenzubringen.

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