Was passiert mit den Schulen nach den Osterferien – Kultusminister beraten heute!

Noch immer ist nicht vollkommen klar, wie es nach den Osterferien in den Schulen weitergehen soll. In vielen Bundesländern sind noch eine Menge Fragen offen, wie genau man nach den Osterferien vorgehen wird. Auf diese offenen Fragen soll nun die Konferenz der Kultusminister der Bundesländer Antworten finden.

Kultusministerkonferenz soll offene Fragen klären

Die Kultusminister der Länder werden am Donnerstag (8. April) beraten, wie es in der nächsten Wochen mit dem Schulunterricht während der Corona-Pandemie weitergehen soll. Allerdings hat der Unterricht in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz bereits wieder begonnen. Zudem steigen heute auch Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland wieder in den Unterricht ein. In Hamburg hatte es keine Osterferien gegeben. In Hessen und Schleswig-Holstein beginnt der Unterricht erst übernächste Woche. Auf der Kultusministerkonferenz soll zumindestens bereits hinsichtlich der Schulen eine Entscheidung über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie getroffen werden. Dann könnte dieses Thema beim geplanten Bund-Länder-Gipfel am Montag von der Liste gestrichen werden. Schon am letzten Freitag (2. April) hatte der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (60) bundesweit einheitliche Regelung dafür gefordert, wie die Schulen nach den Osterferien weiterarbeiten.

Kinderärzte fordern Schulen offen zu halten

Wie immer werden bei den Verhandlungen wohl wieder eine Menge unterschiedliche Standpunkte aufeinandertreffen. Die Kinderärzte jedenfalls plädieren dafür, sowohl Schulen und Kitas so lange wie möglich offen zu lassen. „Schulschließungen sollten wirklich die letzte Option sein“, stellt die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Ingeborg Krägeloh-Mann, ihren Standpunkt deutlich klar. Die Medizinerin spricht sich dafür aus, kleinere Kinder anders zu bewerten als Erwachsene und Jugendliche. Denn kleine Kinder seien deutlich weniger am Infektionsgeschehen beteiligt „und mehr auf Präsenzunterricht angewiesen“. Verschiedene Jugendärzte glauben, dass Kinder und Jugendliche nicht übermäßig zum Infektionsgeschehen beitragen. Bisher scheint es jedoch keine Anhaltspunkte zu geben, dass die Kultusminister sich auf viele Punkte einigen können. Schulschließungen sollen sich ebenfalls nicht abzeichnen. Dazu kommt die Sitzung nun einfach zu spät. Viele der Bundesländer haben die Pläne für die Schulen bereits fertig ausgearbeitet. Diese Pläne nun umzuwerfen macht vermutlich wenig Sinn.

Der aktuelle Stand in den Schulen

Viele Schüler waren erst im Februar wieder in den Unterricht zurückgekehrt. Allerdings sind seitdem die Infektionszahlen wieder deutlich angestiegen, so dass bereits vor den Osterferien Schulschließungen wieder zu einem Thema geworden waren. Doch vor Ostern waren noch lange nicht alle Schüler wieder in den Unterricht zurückgekehrt. Noch immer gibt es Schüler, die seit Dezember keinen Präsenzunterricht in der Schule mehr hatten. Durch die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Maßnahmen stockt nun auch die Rückkehr in den Schulen nach den Osterferien. Brandenburg will ältere Schüler generell weiter per „Fernunterricht“ unterrichten, in Baden-Württemberg werden zunächst sämtliche Schüler per Homeschooling unterrichtet werden. In anderen Bundesländern setzt man auf Wechselunterricht mit verkleinerten Klassen und in wieder anderen Bundesländern bestimmen die Inzidenzwerte, wie genau der Unterricht durchgeführt wird.

Testpflicht an den Schule: Ja oder Nein?

Heiß diskutiert wird noch immer über das Thema Testpflicht. Nun gibt es offenbar in keinem Bundesland mehr einen Mangel an Tests. Dort wo Präsenzunterricht stattfindet, sollen Schüler und Lehrer zukünftig mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Doch auch hier gibt es Unterschiede in den Bundesländern. Zur Teilnahme am Präsenzunterricht schreiben einige Bundesländer negative Testergebnis vor. Andere Bundeländer wiederum setzen auf freiwilliges Mitmachen. In vielen Bundesländern ist zudem unklar, ob die Tests von den Schülern zuhause oder erst kurz vor dem Unterrichtsbeginn in der Schule durchgeführt werden sollen. Wie man sieht gibt es also noch eine Menge offene Fragen zu klären. Ergebnisse der Konferenz werden am Donnerstagabend erwartet.

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