Wer wird Kanzlerkandidat Söder Laschet? Zerbricht die Union – noch immer keine Einigung in der Kanzlerfrage!

Im Machtkampf innerhalb der Union hinsichtlich der Frage der Kanzlerkandidatur sind noch immer keine Fortschritte zu vermelden. Schon Morgen wird die von den beiden möglichen Kandidaten Markus Söder (54, CSU) und Armin Laschet (60, CDU) gesetzte Frist für eine einvernehmliche Lösung ablaufen. Wer macht das Rennen um die Kanzlerkandidatur?

Konstruktive Gespräche zwischen den Kandidaten

Am Samstag hieß es aus gut informierten Kreisen innerhalb der Union, dass die beiden Parteichefs sich auch weiterhin in konstruktiven Gesprächen befänden. Trotzdem gebe es im Augenblick noch keinerlei Anzeichen auf eine Einigung bezüglich der Kanzlerfrage. So bleibt der Ausgang des Machtpokers auch weiterhin vollkommen offen. Wie es scheint, wird keiner der beiden aussichtsreichen Kandidaten von sich aus einen Rückzug verkünden. Doch innerhalb der Union mehren sich die Stimmen für eine schleunige Lösung dieser wichtigen Frage. Auf dieser Linie liegt zum Beispiel der sächsische Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer (45). Beim Parteitag der sächsischen CDU plädierte Kretschmer für eine zügig Lösung. Ein langwieriger Prozess könne das Ansehen der Union bei den Bundesbürgern negativ beeinflußen. Wenn genau Kretschmer in der Kanzlerfrage unterstützt wollte er allerdings nicht sagen.

Friedrich Merz wird zum Direktkandidaten für Bundestagswahl gewählt

Unterdessen ist der ehemalige Unions-Fraktionschef Friedrich Merz von der CDU im Hochsauerlandkreis bei einer Kampfabstimmung endgültig zum Direktkandidaten der Partei für die im Herbst anstehende Bundestagswahl gewählt worden. Die Kampfabstimmung des Wahlkreises 147 fand in einem Fußballstadion im sauerländischen Arnsberg unter freiem Himmel statt. Bei der Abstimmung setzte sich Merz deutlich gegen seinen Gegenkandidaten, den CDU-Abgeordneten Patrick Sensburg (49), durch. Während Merz 327 Stimmen erhalten hatten, konnte Sensburg lediglich 126 Stimmen auf sich vereinen. Die beiden Politiker hatten zuvor jeweils 20 Minuten Zeit um in ihren Reden für die Zustimmung der Delegierten zu werben. Während Sensburg in seiner Rede mehr auf seine Tätigleit innerhalb der letzten 12 Jahre eingegangen war, kritisierte Merz vor allem den aktuell Zustand der CDU. Damit konnte offenbar einen Großteil der wahlberechtigten Delegierten auf seine Seite ziehen.

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