Wie bitte? Hier bekommen Ungeimpfte jetzt absoluten Vorrang vor Geimpften!

Ungeimpfte Menschen bekommen Vorrang bei dieser einen Sache, sagen die Beamten! Neue Leitlinien rücken ungeimpfte Personen in den Vordergrund.

Hier bekommen Ungeimpfte vorrang!

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass die COVID-Impfung nicht nur einen besseren Schutz gegen das Virus bietet, sondern auch eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt. Geimpfte Personen haben weniger Einschränkungen und können freier reisen als Ungeimpfte, da die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung oder Übertragung von COVID geringer ist. Nun aber drängen die Gesundheitsbehörden die Bundesstaaten, ungeimpften Personen in einer Sache Vorrang einzuräumen und die USA prexhen vor: Die National Institutes of Health (NIH) haben vor kurzem ihre Richtlinien aktualisiert, wonach ungeimpfte Personen bei der Behandlung mit monoklonalen Antikörpern gegenüber geimpften Personen bevorzugt werden sollten. Tennessee ist der erste Bundesstaat, der diese Richtlinie umsetzt, aber sie wird sich wahrscheinlich noch weiter verbreiten.

SO wirken die Antikörper

Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) erklärt, dass „monoklonale Antikörper im Labor hergestellte Proteine sind, die die Fähigkeit des Immunsystems zur Abwehr schädlicher Antigene nachahmen“. Eine Art von monoklonalem Antikörper ist Sotrovimab, der speziell gegen das Spike-Protein von COVID gerichtet ist und die Anheftung und den Eintritt des Virus in menschliche Zellen blockieren soll“, so die FDA. Die Behandlung trägt dazu bei, dass COVID-Fälle nicht zu einer Krankenhauseinweisung führen.

Am 3. September passten die NIH ihre Richtlinien an und empfahlen, ungeimpfte und immungeschwächte geimpfte Personen vorrangig vor vollständig geimpften Personen zu behandeln. Nach Angaben von NBC News hat Tennessee diese Änderung der Leitlinien schnell genutzt, um zu rechtfertigen, dass die Gesundheitsdienstleister in diesem Bundesstaat die Menschen, die am ehesten ins Krankenhaus eingeliefert werden, zuerst behandeln sollten, wenn die Vorräte begrenzt sind, was bedeutet, dass ungeimpfte Menschen bevorzugt werden.

Schutz oder nicht?

Die Experten sind geteilter Meinung. Während einige Gesundheitsbeamte es für sinnvoll halten, die am meisten gefährdete Bevölkerung zuerst zu behandeln, glauben andere, dass die Ungeimpften mit einer besseren Behandlung belohnt werden, so die Washington Post. Die Ungeimpften an die erste Stelle zu setzen, kann die Leute auf die Palme bringen“, sagte Karen Bloch, MD, medizinische Leiterin der Antikörper-Infusionsklinik am Vanderbilt University Medical Center, der Zeitung. In Wirklichkeit sei es aber so, dass ungeimpfte Menschen die Behandlung dringender benötigten, da bei ihnen die Wahrscheinlichkeit, an COVID zu sterben, größer sei.

Die Washington Post berichtet, dass Lisa Piercey, MD, Tennessees oberste Gesundheitsbeamtin, einräumte, dass dies zwar eine „logische“ Entscheidung sei, die aber wohl kaum auf breite Zustimmung stoßen werde. „Klinisch gesehen macht es Sinn“, sagte Piercey. „Aber der Arzt in mir denkt über all diese ‚was wäre wenn‘ nach. Was ist, wenn es eine ältere Person mit sehr hohem Risiko gibt, die aber technisch gesehen nicht als immungeschwächt gilt? Bekommen sie es nicht, aber eine 22-jährige ungeimpfte Person mit Asthma – die bekommt es“, fragte sie.

Neue Behandlung plötzlich mega gefragt

Die derzeitige Nachfrage nach der einst wenig verbreiteten Antikörperbehandlung ist in die Höhe geschnellt, seit eine Handvoll Beamter ihre Vorteile angepriesen hat. Die Regierung Biden hat gerade die Verteilung der Behandlung übernommen, um künftige Engpässe zu vermeiden. Der Wechsel in der Verwaltung hat bei den Bundesstaaten, die stark auf die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern angewiesen sind, Einwände hervorgerufen. Nach Angaben von NBC News gingen in den letzten Monaten 70 Prozent der landesweiten Versorgung mit der Behandlung an nur sieben Staaten: Alabama, Florida, Texas, Mississippi, Tennessee, Georgia und Louisiana.

Laut NBC News hat die Regierung Biden mehr Dosen bestellt, aber den Staaten mitgeteilt, dass sie die Lieferungen der Medikamente begrenzen wird, um sicherzustellen, dass genug für das ganze Land vorhanden ist. Während eines Briefings im Weißen Haus am 16. September sagte Pressesprecherin Jen Psaki: „Unser Vorrat ist nicht unbegrenzt, und wir glauben, dass er in allen Staaten des Landes gerecht verteilt sein sollte.“

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