Zahl der Todesopfer durch Hochwasser in Rheinland-Pfalz auf 128 gestiegen

Ministerpräsidentin Dreyer: „Nie da gewesene Katastrophe“

Mehr als eine Woche nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten dort auf 128 gestiegen. 155 weitere Menschen werden weiterhin vermisst, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag in einer Sondersitzung des Innenausschusses gemeinsam mit dem Klimaauschuss und dem Haushaltsausschuss in Mainz sagte. 764 Menschen wurden demnach verletzt.

Dreyer bezeichnete das Hochwasser als „nie da gewesene Katastrophe“. Rheinland-Pfalz sei Hochwasser gewohnt, doch dieses übersteige die bisherigen Erfahrungen. Die Flutwelle sei Betroffenen zufolge stellenweise mehr als acht Meter hoch gewesen. „Viel zu viele Menschen konnten nicht gerettet werden“, sagte Dreyer. Der Wiederaufbau werde vielerorts „sehr lange dauern.“ Das ganze Ausmaß der Katastrophe werde erst in einigen Wochen sichtbar sein. „Mir gehen die Bilder nicht mehr aus dem Kopf“, sagte Dreyer.

Bei allem Leid zeige die Katastrophe, dass Rheinland-Pfalz zusammenstehe. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist einfach überwältigend“, sagte Dreyer. Auf dem Spendenkonto des Landes seien bislang rund 8,75 Millionen Euro eingegangen.

Laut Polizei wurde bei zurückgehendem Hochwasser unter anderem ein Toter im Uferbereich des Eifelflusses Prüm gefunden. Wie die Beamten in Trier am Donnerstag mitteilten, wurde die männliche Leiche am Mittwoch in der Nähe des Ortes Prüm entdeckt. Ersten Ermittlungen nach handelt es sich vermutlich um einen vermissten 71-Jährigen aus Viersen. Das steht allerdings noch nicht endgültig fest.

by CHRISTOF STACHE

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