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Böller-Krieg in Berlin – Insgesamt 150 Personen greifen sich gegenseitig mit Böllern an!

Unglaublicher Böller-Krieg in Berlin! Heftige Szenen haben sich am Donnerstagabend in Berlin-Schöneberg auf offener Straße abgespielt. Dort sollen sich mindestens 150 Personen eine Auseinandersetzung geliefert haben, bei der sie sich gegenseitig mit Feuerwerk unter Beschuss genommen haben. Am Morgen nach den Ausschreitungen kursierten Videos in den sozialen Medien.

Heftiger Streit artet aus – Streithähne greifen sich mit Feuerwerk an

Begonnen hatten die Streitigkeiten gegen 21:00 Uhr in der Palasstraße in Berlin-Schöneberg. Praktischerweise befindet sich dort auch ein Geschäft, dass sich auf den Verkauf von Feuerwerksartikeln spezialisiert hat. Nach Angaben der Polizei sollen sich vor diesem Geschäft immer mehr Leute eingefunden haben, die anfingen zu prahlen, welche Böller und welches Feuerwerk sie bisher gekauft oder in ihren Häusern gebunkert hätten. Dann jedoch eskalierte die Situation von einem Augenblick auf den nächsten und rund 150 Menschen fingen damit an, sich gegenseitig mit Feuerwerk zu beschießen. Anwohner hatten wegen dem ruhestörenden Treiben die Polizei informiert. Angesichts der hohen Anzahl an Personen vor dem Feuerwerksgeschäft musste eine Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei anrücken. Diese wurde bei ihrer Ankunft vor Ort von den Chaoten ebenfalls mit Pyrotechnik beschossen. Aus diesem Grund dauert es gut 2 Stunden, bis die zahlreichen Polizeikräfte die Situation vor Ort unter Kontrolle gebracht hatten. Wie die Polizeibeamten in einer Pressekonferenz am Freitag mitteilten, sollen die meisten der an der Auseinandersetzung beteiligten Personen in der Palasststraße oder dem benachbarten Steinmetzkiez leben.

Palasstraße ist eigentlich Verbotszone für Feuerwerk

Kurios war die Auseinandersetzung auch deshalb, weil es sich bei der Gegend um eine von insgesamt 3 Böllerverbotszonen in Berlin handelt. Der Berliner Senat hatte diese Maßnahme festgelegt, weil es in diesen Bereichen rund um den Jahreswechsel jedes Jahr zu Sachbeschädigung, Landfriedensbrüchen, gefährlichen Körperverletzungen oder Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz kommt. In den vergangenen Jahren waren dort auch schon Polizisten verletzt worden, weil Pyrotechnik auf sie abgefeuert wurde. Außerdem waren in der Zone durch das Feuerwerk in der Vergangenheit mehrere Bushaltestellen beschädigt worden. Ob es bei dem Einsatz zu Festnahmen gekommen ist, hatte die Berliner Polizei nicht bekanntgegeben. Wegen der Böllerverbotszone sollen die Beamten allerdings eine große Anzahl an Böllern und Feuerwerk konfisziert haben.

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