Camping-Chaos durch unterschiedliche Corona-Regeln – Was gilt wo in Deutschland?

Zu Pfingsten werden viele Bundesbürger eine kleine Reise unternehmen. Und in Zeiten der Corona-Pandemie ist das Camping immer beliebter geworden. Allerdings droht an Pfingsten das Chaos. Denn ob die Campingplätze tatsächlich geöffnet sind, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Durch unterschiedliche Regeln droht Chaos beim Camping

Und es gibt noch einen weiteren unklaren Punkt. Nämlich wo man genau in seinem Wohnmobil übernachten darf. Hier kann es vor allem in Gebieten zu Problemen kommen, wo noch eine Ausgangssperre gültig ist. Schleswig-Holstein haben sämtliche Campingplätze geöffnet und auch in Niedersachsen dürfen die Plätze wieder für Besucher aus allen Bundesländer öffnen. In Hamburg hingegen sind weiterhin alle Campingplätze dicht, während in Mecklenburg-Vorpommern das Campen nur für Dauergäste erlaubt ist, die zudem im Bundesland leben oder komplett geimpft oder genesen sind. Kein Wunder, dass sowohl die Bundesbürger als auch die Politiker in diesem Flickenteppich Probleme sehen. Aus diesem Grund hat die FDP zur Regelung dieser Situation nun sogar einen Antrag im Bundestag eingereicht, der noch am Donnerstag diskutiert werden soll. „Camping mit dem Wohnmobil ermöglicht ein selbstbestimmtes und sicheres Urlaubserlebnis. Bund und Länder bleiben den Urlaubern aber eine bundesweite Öffnungsperspektive schuldig, vor allem den bereits Genesenen und Geimpften. Die deutschlandweit unterschiedliche Öffnung der Campingplätze sorgt für Chaos“, kritisiert Oliver Luksic (41), verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.

FDP will einheitliche Regelungen zu Pfingsten

Nach Angaben der FDP kommt das Camping-Chaos nun zu einer Unzeit, weil seit Jahren ein regelrechter Aufschwung beim Camping stattgefunden habe. Seit 2011 gibt es doppelt soviele angemeldete Wohnmobile in Deutschland. Waren es 2011 gerade einmal 330.000 Fahrzeuge hat sich ihre Anzahl im Jahr 2021 auf 670.000 verdoppelt. „Für die Pfingstferien müssen einheitliche Lösungen gefunden werden“, fordert Luksic, der auch auf die Unterstützung des deutschen Tourismusverband (DTV) zählen kann. DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz (49) erklärt gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Es ist gut, dass der Deutschlandtourismus nach fast sieben Monaten Stillstand wieder starten kann. Gastgeber und Gäste brauchen jetzt aber vor allem eines: Klarheit und keinen Flickenteppich von 16 unterschiedlichen Landesregelungen.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Regeln in ganz Deutschland „einfach, nachvollziehbar und praktikabel“ sein müssen.

„Die Bundesländer müssen sich jetzt unverzüglich abstimmen, sonst sieht niemand mehr durch, was wo genau gilt. Unsicherheit können wir kurz vor Start der Sommerferien nun am wenigsten gebrauchen“, fordert Kunz die Politik zur Handlung auf.

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