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Gruppe soll Geld in Höhe von mindestens zehn Millionen Euro gewaschen haben

Weil sie Geld in Höhe von mindestens zehn Millionen Euro gewaschen haben sollen, ermitteln Beamte aus Baden-Württemberg und Berlin gegen insgesamt 18 Verdächtige. Bei einer Razzia am Freitag wurden drei Männer festgenommen, wie das Zollfahndungsamt Stuttgart und die Staatsanwaltschaft Karlsruhe mitteilten. Gegen die Gruppe wird nach Angaben der Polizei Berlin gesondert wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls ermittelt.

Ob und wie sich die einzelnen Verdächtigen an einem Einbruch in einem Tresorraum in Berlin im November beteiligten, werde noch ermittelt. Bei dem Einbruch waren rund tausend Uhren im Gesamtwert von etwa 14 Millionen Euro gestohlen worden. Zudem wurden 300 Schließfächer aufgebrochen und geleert. Dabei entstand ein zusätzlicher Schaden von mehr als 31 Millionen Euro.

Zu den Verhafteten zählen die beiden Hauptverdächtigen. Eine Vorführung vor einem Haftrichter war noch für Freitag geplant. Den Ermittlungen zufolge sollen sie nicht am Tatort gewesen sein. Sie sollen den Einbruch aber maßgeblich im Hintergrund geplant haben.

Das Geld aus diesen Taten sollen sie durch eine Scheinfirma in Baden-Württemberg gewaschen haben. Bei der Durchsuchung wurden unter anderem Unterlagen und Bargeld in Höhe von rund 700.000 Euro beschlagnahmt. Rund 500 Beamte waren im Einsatz.

Die Berliner Justizsenatorin Felor Badenberg (parteilos) erklärte, dass der Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Berlin oberste Priorität habe. "Nur mit einer nachhaltigen Strafverfolgung durch die Behörden kann die eminent wichtige Eindämmung schwerster Straftaten gelingen, die durch kriminelle Bandenstrukturen verübt werden", teilte sie am Freitag mit.

ald/cfm