Ist das die Rettung? Neuer Super-Antikörper vernichtet alle Corona-Varianten!

Mehrere US-Forscher haben es geschafft unterschiedliche monoklonale Antikörper miteinander zu kombinieren. Auf diese Weise haben es die Wissenschaftler geschafft, einen 100 Mal stärkeren bispezifischen Antikörper herzustellen, der offenbar in der Lage ist alle Virusmutanten von Alpha bis Delta zu neutralisieren – ist das der Durchbruch im Kampf gegen Corona?

Neuer Ansatz zur Bekämpfung vom Covid-19?

Neben Impfstoffen waren auch künstliche Antikörper für eine lange Zeit als möglicher Ansatz für eine wichtiger Rolle im Kampf gegen Covid-19 gesehen worden. Dies könnte vor allem den Menschen helfen, deren eigenes Immunsystem nach den Impfung gegen das Virus nicht genügend Antikörper herstellen können. Diesen Menschen könnte dann mittels dieser künstlich hergestellten Immunwaffen geholfen werden. Allerdings gab es auch Varianten des Virus, wie beispielsweise die Delta-Variante, die den bisher entwickelten Antikörpern zum Teil auch ausweichen konnte. Doch nun scheinen Forscher aus den USA eine Lösung für dieses Problem gefunden zu haben. Dort hat nämlich eine Team des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) jetzt erstmals bispezifische Antikörper entwickelt. Dabei handelt es sich um die Kombinationen mehrerer monoklonaler Antikörper. Diese neu entwickelten Antikörper sollen gut 100 Mal stärker gegen das Virus wirken als sämtliche Vorgänger. Diese schreiben jedenfalls die Wissenschaftler Hyeseon Cho, Kristina Gonzales-Wartz, Deli Huang, Meng Yuan und Mary Peterson in der medizinischen Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“.

Antikörper blockieren das Spike-Protein aller Varianten


Bei ihrer Arbeit hatten die Wissenschaftler zunächst Antikörper aus dem Blut von Genesenen Covid-Patienten isoliert. Dabei waren die Forscher auf 3 Typen von Antikörpern gestoßen, die sowohl die Alpha- als auch die Beta-Variante des Virus wirksam bekämpfen konnte. Beim stärksten Antikörper CV503 hatten die Forscher die Fähigkeit beobachtet, wie dieser auf eine spezielle Art und Weise an das Spikeprotein des Coronavirus andocken konnte. Das Spikeprotein ist der wichtigste Teil des Virus, mit denen es dem Virus möglich ist, die menschlichen Zellen zu befallen. Der Antikörper schafft es, die

Rezeptorbindungsdomäne zu blockieren ohne dabei die Stellen K417 und E484 zu berühren. Diese erlauben es der Mutation normalerweise einem Teil der Immunantwort des menschlichen Körpers zu entkommen. Ein weiterer Vorteil dieses Antikörpers sei es, dass dieser fast ebenso bindungsstark wie das sogenannte ACE-2 Enzym sei. Dabei handelt es sich um den Rezeptor, an den das Coronavirus meistens andockt.

Bispezifischer Antikörper wohl 100 mal wirksamer als monoklonale Antikörper

Aus den ursprünglichen Antikörpern hatte die Forscher dann besonders bindungsstarke Teile zu einem neuen Antikörper kombiniert. Auf diese Weise sind fünf bispezifische Antikörper entstanden, die in der Lage sind, an verschiedene, einander nicht überschneidende Regionen des Virus anzudocken und den Erreger auf diese Weise wirkungslos zu machen. Dabei sei festgestellt worden, dass einer der künstlich geschaffenen Antikörper etwa 100-fach wirksamer sei, als seine beiden monoklonalen Vorgänger. In Hamstern hatten diese Antikörper eine Infektion mit dem Virus wirksam verhindern können. Auch in menschlichen Zellkulturen wirkten diese Antikörper gegen sämliche wirksam besorgniserregenden Coronavarianten (Alpha, Beta, Gamma und Delta) gleichermaßen. Nun sollen weitere Studien zeigen, welche der bispezifischen Antikörper am stabilsten sind und welche sich am besten für eine Produktion eignen.

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