Indem es zu einem moderaten Preis mehr Akku bot und dennoch die wichtigsten Features des eigentlichen Smartphone-Flaggschiffes aufgegriffen hatte, entwickelte sich das Moto Z Play im vergangenen Jahr zum heimlichen Star des Lenovo-LineUps. Gestern hat das Unternehmen wie im Voraus schon erwartet den Nachfolger samt neuer Moto-Mods präsentiert.

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Während sich die erfolgreiche G-Serie ein bisschen dem generischen AluUnibody-Design angenähert hat, bleibt auch das Moto Z2 bei einer eigenständigen Designsprache. Allerdings ist diesmal die Rückseite mattiert, es gibt eine wasserabweisende Beschichtung und das Smartphone ist mit 145 Gramm leichter und mit 6 Millimetern deutlich dünner als der Vorgänger. Nur bleibt das nicht ohne Folgen, denn Lenovo hat dafür die Akkukapazität auf 3000mAh reduzieren müssen – nachdem die Play-Modelle sich bisher in dieser Disziplin hervorheben konnten, wohl nicht die beste Entscheidung.

Allerdings behält das Moto Z2 Play den modularen Ansatz bei, per TurboPower Pack-Mod kann man also weitere 3500mAh ergänzen (kein adäquater Ersatz, wenn ihr mich fragt). Die GamePad-Mod erweitert das Smartphone um physische Controller und die JBL SoundBoost2-Mod kann vielleicht für manche die Bluetooth-Box ersetzen. Auch weiterhin bietet Motorola außerdem diverse Style Shell-Modelle, mit denen man sein Smartphone etwas individualisieren kann. Positiver Nebeneffekt: Die Shells ermöglichen kabelloses Laden und gleichen die hervorstehende Kamera aus.

Ansonsten wurde auch die Kamera deutlich verbessert und vertraut auf eine f/1.7-Blende, Dual-Pixel-Autofokus, Laser-AF, Dual-LED-Flash und eine Auflösung von bis zu 12 Megapixeln. Die 5-Megapixel-Kamera auf der Front setzt auf eine Blende von f/2.2 und kann ebenfalls auf einen Dual LED-Blitz zurückgreifen. Vorne findet sich auch der diesmal nicht ganz so merkwürdig-quadratisch gestaltete Fingerabdrucksensor, direkt unterhalb des 5.5 Zoll großen Full HD Super AMOLED-Displays. Durch die optisch unveränderte Android 7.1.1 Nougat-Oberfläche navigiert man über die Software-Tasten, außerdem ergänzt Lenovo einen Blaulichtfilter und eine Sprachsteuerung namens Moto Voice.

Auch der Prozessor hat ein Upgrade erfahren, denn das Moto Z2 Play setzt nun auf den Qualcomm Snapdragon 626 SoC und bietet je nach Modell 3 oder 4GB RAM sowie 32 oder 64GB internen Speicher, der sich mit einer microSD-Karte noch erweitern lässt.

Während für Deutschland noch keine Informationen vorliegen, soll man in den USA wohl 499 Dollar zahlen müssen – allerdings für die 64GB Variante, was ich durchaus in Ordnung finde. Dafür bekommt man eine aktuelle und nahezu unveränderte Android-Version, eine scheinbar deutlich verbesserte Kamera und weiterhin die Möglichkeit, den Funktionsumfang mit diversen Mods zu erweitern. Allerdings liegt Lenovo damit auch deutlich über der UVP des Vorgängers und ist bei der Akkukapazität definitiv in die falsche Richtung unterwegs.