Redmi 7 Review – Die 7. Generation im Test

Neben dem Note 7 und dem Note 7 Pro hat Xiaomi unter dem Redmi Brand auch das Redmi 7 veröffentlicht. Ob die kleine Version alltagstauglich ist, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Neben der Note 7 Serie gibt es auch das Redmi 7 im Low Budget Segment. Aus der damals startenden Reihe von Xiaomi ist nun eine eigene Marke geworden, da darf das Ursprungsmodell nun in der 7. Generation natürlich nicht fehlen. Für unseren Test haben wir die Global Version genutzt mit der Konfiguration 3/32 GB. Vielen Dank an dieser Stelle an den CECT-Shop, der uns das Testgerät zur Verfügung gestellt hat.

Redmi 7 – Lieferumfang

Das Design der Redmi Serie ist bei allen ziemlich identisch. Weiße Kartonage, Logo und Produktname auf der Front, Specs auf der Rückseite. Zum Lieferumfang des Redmi 7 gehören ein 5V/2A EU-Netzteil, ein Mikro-USB Kabel, ein Simslot-Öffner, eine Kurzanleitung, sowie eine transparent-schwarze Silikon-Hülle.

Design und Verarbeitung

Das Design des Redmi 7 entspricht optisch der Note Serie, als Material haben wir hier jedoch weder Glas noch Metall, lediglich Kunststoff wurde hier verwendet. 3 Farbvarianten stehen zur Auswahl: Eclipse Black, ein einfaches Schwarz, Lunar Red mit einem Farbverlauf von Rot auf Schwarz, und Cosmic Blue, welches einen Farbverlauf von Blau auf Violett hat. Auch hier haben wir wieder eine Drop Notch, die lediglich die Kamera beherbergt. Das Display-Glas ist wieder in 2.5D mit leicht herausstehendem Rand. Die weiße Benachrichtungs-LED ist wie schon bei den Note Geräten im unteren Bereich zu finden.

Die Rückseite des Redmi 7 ist aus Kunststoff. Optisch ist es wie die gesamte Serie sehr modern gehalten, wirklich schick, aber egal ob Glas oder Kunststoff, auch hier ist die Rückseite ein Kratzer- und Fingerabdruckmagnet. Deshalb sollte man in jedem Fall das beigelegte oder ein separates Case nutzen, je nach Belieben.

 

Auch beim Redmi 7 haben wir auf der Rückseite wieder das typische Redmi Logo, inklusive CE Zeichen.

Wenn wir uns nun auf einen Rundgang um das Gerät wagen, dann finden wir alles wie gehabt vor. Links haben wir den Dual Sim Hybrid Slot, welcher mit 2 Sims und einer Micro-SD bestückt werden kann (natürlich kann man alternativ auch nur eine Sim und den Mikro-SD Slot nutzen). Auf der Oberseite finden wir einen 3.5 mm Klinkenanschluss und den Infrarot-Sensor. Auf der Unterseite befindet sich der Lautsprecher und leider, wie so oft der Fall bei der Redmi Serie, nur einen Mikro-USB Anschluss. Power und Lautstärkewippen finden sich nach wie vor auf der rechten Seite. Auch hier ist die Verarbeitung sehr gut, keinerlei Klappern oder Wackeln der Tasten, alles passgenau verarbeitet. Das Kameramodul steht auch beim Redmi 7 ein wenig hervor, aber bei weitem nicht so viel wie bei der Note 7 Serie.

Fingerabdrucksensor & Face Unlock

Der Fingerabdrucksensor sitzt beim Redmi 7 auch wieder auf der Rückseite. Funktionalität ist einwandfrei und in 10 von 10 Fällen wurde mein Finger erkannt. Der Face-Unlock ist ebenfalls wählbar, allerdings auch wieder nur die Standardvariante über die Frontkamera. Bei Tageslicht klappte die Entsperrung einwandfrei, sobald es etwas dunkler wurde wurde es schwieriger mit der Entsperrung. Eine Test Entsperrung per Foto hat nicht funktioniert, was gut ist.

Display

Das Redmi 7 besitzt ein 6.26 Zoll IPS HD LCD-Display mit einer Auflösung von 1520 x 720 Pixeln. Dies ergibt ein Seitenverhältnis von 19:9. Was nicht nachvollziehbar ist, warum hier nur ein HD Screen verbaut wurde. Es gibt heutzutage selten Geräte mit HD Screen in der Preisklasse bis 200 Euro, die meisten haben dementsprechend schon FHD Screens verbaut. Die Tropfen-Notch ist ebenfalls wieder vorhanden. Als Schutz kommt auch hier, wie bei der Note Serie Corning Gorilla Glas 5 zum Einsatz  Die Farbwiedergabe und der Kontrast sind gut, der Schwarzwert ist auch ok. Der Screen selbst arbeitet gut, ich konnte keinerlei Verzögerungen oder Lags bei Eingaben feststellen.

Auch beim Redmi 7 gibt es wieder eine Notch, und auch diese ist eine Waterdrop Notch. Man sieht nur die Frontkamera, die Hörmuschel befindet sich direkt darüber. Auch werden beim Redmi 7 wieder keine Notification Icons in der oberen Leiste angezeigt, dafür haben wir aber die Benachrichtigungs-LED im unteren Bereich des Displays.

Unterschiede Redmi 7 – Redmi Note 7 Serie

Zwischen dem Redmi 7 und dem Redmi Note 7/Pro gibt es natürlich Unterschiede. Ich habe hier einfach mal die Relevanten aufgeführt, damit ihr einen direkten Vergleich habt.

Redmi 7
Redmi Note 7 Redmi Note 7 Pro
Prozessor Snapdragon 632 4×1.8 GHz Kryo 250 Gold, 4×1.8 GHz Kryo 250 Silver Snapdragon 660 4x 2.2 GHz Kryo 260, 4x 1.84 GHz Kryo 260 Snapdragon 675 2x 2.0 GHz Kryo 460, 6x 1.7 GHz Kryo 460
Grafikchip Adreno 506 Adeno 512 Adreno 612
RAM 2/3/4 3/4/6 4/6
ROM 16/32/64 32/64 64/128
Kamera 12 MP Omnivision OB12A10, f/2.2 48 MP Samsung GM1 f/1.8 Sony IMX586 Exmor RS 48 MP , f/1.79
Preis ca. 140 Euro ca 160 Euro ca 240 Euro

Bedienung und Software

Das Redmi 7 kommt im Auslieferungszustand mit der MIUI 10.2 Stable-Oberfläche auf Basis von Android 9.0 Pie. Es gab auch direkt ein Update nach Einrichtung des Smartphones. Das Patch Level ist ebenfalls recht aktuell mit 01.04.2019. Das Redmi 7 wird als Global mit multilingualer Sprachauswahl, also auch deutsch, ausgeliefert. Alternativ gibt es auch schon eine Rom auf Xiaomi.EU. Dafür müsst Ihr allerdings erst den Bootloader entsperren. Ansonsten hat das Gerät wieder einmal nur Widevine L3-Unterstützung, was auf einem HD Display aber auch nicht weiter schlimm ist. Da Global, sind natürlich auch alle Google-relevanten Apps inkl. dem Playstore mit an Bord.

Ansonsten werden die üblichen MIUI 10-Features geboten, auf die ich jetzt nicht im Detail eingehen werde. Rein optisch ist MIUI, wie die meisten bereits wissen und man es auch nur schwer leugnen kann, von Apples iOS inspiriert. Es liefert aber im Gegenzug sehr viele zusätzliche Funktionen und Einstellungen, die sonst mit Stock-Android nicht möglich sind. Dazu gehören unter anderem die Rechteverwaltung für installierte Apps oder eine ausgeklügelte Energieverwaltung.

Leistung

Leistungstechnisch ist das Redmi 7 eher auf Allrounder ausgelegt. Hardcore Gamer oder Leute die ihr Samrtphone mit Sheets und Tabellen füttern, sind hier nicht richtig bedient. Dennoch in dem Preissegment leistungstechnisch absolut in Ordnung. Hier wurde ein Snapdragon 632 mit 8 Kernen verbaut, unterstützt von einer Adreno 506 GPU. Davon laufen 4 Kerne mit 1.8 GHz Kryo 250 Gold (basierend auf Cortex A-73), und 4 Kerne auf 1.8 GHz Kryo 250 Silver (basierend auf Cortex A-53). Beim internen Speicher setzt Xiaomi nach wie vor auf eMMC 5.1, welcher aber im Test mit 275 MB/s Lesen (Read) ausreichend schnell war. Der Schreibtest lies sich leider nicht ausführen, trotz mehrmaliger Versuche. Der Antutu-Benchmark zeigt mit knapp über 10.000 Antutu Punkten ein durchaus aktzeptables Ergebnis. Im Vergleich zum Redmi 6 (knapp 75.000 Punkte) eine Leistungssteigerung um 25%.

Auch Im Geekbench 4 schafft das Redmi 7 einiges mehr als der Vorgänger. Mit 1.237 Punkten im Single-Core-Benchmark (100% mehr als das Redmi 6) und 4.316 Punkten im Multi-Core-Benchmark, hier mal auch knapp 1.000 Punkte mehr als die 6er Reihe. Im 3D-Benchmark schaffte es knappe 930 Punkte. Gute Leistung im Low Budget Segment.

Anspruchsvolle Spiele, wie Mortal Kombat oder PubG liefen leider nur auf niedriger Stufe flüssig und ohne große Ruckler.

Netz und Sprachqualität

Die Sprachqualität des Redmi 7 war während des Test-Telefonats sehr gut, meine Gesprächspartner konnten mich immer sehr gut verstehen. Da es es sich hier um die Global-Version handelt, werden hier auch im LTE-Bereich alle Bänder inklusive Band 20 angeboten.

Netzstandards:

  • WCDMA 850/1900/2100MHz
  • GSM 850/900/1800/1900MHz
  • FDD LTE: Bl/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B12/B17/B20

 

Konnektivität

In Punkto WLAN bietet das Redmi 7 wie auch schon der Vorgänger im Standard 802.11 b/g/n  mit 2.4GHz. Ansonsten wird noch Wifi-Direct unterstützt. NFC ist in der Redmi 7 Reihe natürlich nicht vorhanden. In Punkto GPS gibt es standardmäßig GPS, A-GPS, GLONASS und Beidou.  Der erste Fix war schnell binnen 4 Sekunden erledigt.

 

Kamera

Bei der Dual-Kamera des Redmi 7 setzt Xiaomi auf einen Omnivision Hauptsensor mit 12 Megapixeln und f/2.2 Blende, sowie auf einen 2 Megapixel Omnivision Sekundär-Sensor, welcher für die Schärfentiefe, im Volksmund gerne auch Tiefenschärfe genannt, zuständig ist. Unterstützt wird HDR und die eigene AI-Unterstützung. Für Selfies gibt es noch einen 8 Megapixel Samsung S5K4H7 Sensor mit f/2.0 Blende.

Ansonsten liefert die Kamera des Redmi 7 im Standard-/Automodus von Xiaomi gewohnt gute Ergebnisse ab. Die Fotos haben eine gute Schärfe und Kontrast, lediglich bei schlechteren Lichtbedingungen gibt es wieder leichtes Bildrauschen. Beim Zoom wird das Bild leicht unscharf, je nach Objekt. Der Portrait-Modus (Bokeh) funktioniert wieder sehr gut.

Frontkamera

 

Akkulaufzeit

 

Das Redmi 7 hat wie das Redmi Note 7/Pro, ebenfalls einen großen 4.000mAh Akku. Gepaart mit dem Snapdragon SoC und der sehr gut optimierten MIUI-Oberfläche wird so eine sehr gute Laufzeit geboten. Im Geekbench 4 Test wurde der Akku von 90 auf 60% in 3,5 Stunden entladen, also so ca. 11 Stunden Akkulaufzeit in Summe. In der Realität schaffte ich knapp 2 Tage mit einer DoT von 7 Stunden. Ich denke hier spielt das HD-Display eine große Rolle, da der Verbrauch doch etwas geringer ist, als bei den FHD/+ Displays. Das Smartphone wird euch auf jeden Fall ohne Probleme über den Tag bringen. Mit dem mitgelieferten Netzteil, welches leider kein QC unterstützt, konnte ich das Gerät in knapp 2 Stunden von ca. 10% auf 100% aufladen.

Fazit Redmi 7

Die Redmi ist seit Jahren als Einstiegs/Allround Reihe bekannt. Hier bekam man immer für wenig Geld (aktuell 140 Euro im CECT-Shop) viel Gerät. Das hat sich auch eigentlich nicht geändert, ich würde jedem Einsteiger oder jedem der ein Zweitgerät benötigt, die Redmi Reihe vorbehaltlos empfehlen. Allerdings könnte Xiaomi/Redmi hier mal bei einigen Dingen langsam mit der Zeit gehen. Dazu gehören u.a. ein FHD Display, USB Typ-C und Quickcharge. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln. Die Verarbeitung ist gewohnt hochwertig, auch wenn das Redmi 7 nur aus Kunststoff ist, man merkt es nicht. Der SoC und die GPU sind für ein Gerät in der Preisklasse gut und das HD-Display ist jetzt auch keine Pixelbombe. Die neuen Designs und auch die Farbverläufe gefallen. Die Kamera liefert ebenfalls gute Bilder, die sich in der Preisklasse nicht verstecken müssen. Was ich immer wieder gerne erwähne ist natürlich auch der 3.5mm Klinkenstecker, weil ich einer der Menschen bin, die auch gerne mal mit kabelgebunden Kopfhörern Musik genieße. Dazu kommt dann noch der typsiche Allround-Infrarot Sensor, den es auch schon seit Anbeginn vorhanden ist. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls sehr gut und auch MiUI ist nach wie vor eins der besten Android Betriebssysteme, meiner Meinung nach. Wer ein Zweitgerät benötigt und sowieso schon Xiaomi-orientiert ist, der ist hier bestens bedient.

 

 

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Redmi 7 Review – Die 7. Generation im Test
Display8.5
Performance8.8
Kamera9.2
Akkulaufzeit9.7
Software9
Verarbeitung9.4
Preis-Leistung9
Positiv
Hybrid Sim Slot
Akkulaufzeit
Band 20
Modernes Design
Top Verarbeitung
Negativ
Mikro-USB
Rückseite Kratzeranfällig
HD Display
kein QC
9.1
Score
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