Russland zwingt Arbeiter zu „militärischer Umschulung“ – es fehlen Soldaten!

Weil man dringend Soldaten an der Front braucht, verstärkt der Kreml nun seine Kriegsanstrengungen auch im eigenen Land. Dort werden nun nämlich Angestellte von russischen Staatsunternehmen für „militärische Umschulungen“ zwangsrekrutiert – schickt Russland einfach Arbeiter an die Front? Wie reagiert das russische Volk jetzt auf diesen Druck?

Russen schicken Arbeiter zur „militärischen Umschulung“

Doch offenbar müssen die Männer wenigstens nicht fürchten, sich schon bald an der Front in der Ukraine wiederzufinden. Trotzdem können nach einem Bericht des russischen Portals „Novaja Gaseta Europe“ alle männlichen Mitarbeiter in Staatskonzernen im Alter zwischen 18 bis 60 Jahren für die „militärische Umschulung“ verpflichtet werden. Diese Männer sollen dann andere Aufgaben der Armee zu übernehmen, wie beispielsweise im Krieg beschädigtes Militärgerät zu reparieren. Die Befehle an die Staatsbetriebe kommen direkt per Telefon von den Einberufungsämtern. Zunächst wird dort jedoch angefragt, auf wie viele Mitarbeiter die Unternehmen theoretisch für einen bestimmten Zeitraum verzichten können. Im Anschluss daran werden dann von der Behörde die Einberufungsbescheide an die Angestellten geschickt. Diese müssen sich schon am nächsten Tag mit ihren Papieren bei der Einberufungsstelle präsentieren.

So sollen Staatsangestellte in Russland den Krieg unterstützen

Einer der Beamten der Einberufungsbehörde erklärt gegenüber der „Novaja Gaseta Europe“: „Diese Männer werden nicht an die Front kommen, sie werden die militärische Ausrüstung reparieren, die aus der Ukraine kommt. Aber wenn Sie etwas Geld verdienen wollen, müssen Sie in einem bestimmten Regiment dienen.“ Offiziell jedoch heißt es aus dem russischen Verteidigungsministerium, man führe keinerlei Aktionen zur Mobilisierung von Zivilisten durch. Angeblich habe man genügend Soldaten, um die Aufgabe der „militärischen Spezialoperation in der Ukraine zu erfüllen.

Deswegen kann Wladimir Putin auch keine Mobilmachung anordnen. Denn dazu müsste er zunächst das Kriegsrecht ausrufen. Doch damit würde Putin eingestehen, dass es sich bei der Invasion in der Ukraine tatsächlich um einen Krieg und nicht um eine „militärische Spezialoperation“ handelt.

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