So gefährlich sind Geimpfte wirklich! Risiko auf Virusweitergabe steigt 3 Monate nach der Impfung deutlich

Seitdem gegen das Coronavirus geimpft wird laufen zahlreiche Studien, die zeigen sollen, wie effektiv die Impfungen wirklich sind. Bisher ist bekannt, dass geimpfte Personen seltener andere Menschen anstecken als Ungeimpfte. Nun jedoch haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Schutz vor der Weitergabe des Virus gut 3 Monate nach der 2. Impfung deutlich abnimmt.

Wie gefährlich ist die Weitergabe des Virus durch geimpfte Menschen?

Eine der Fragen, die die Wissenschaftler klären wollen, ist die Frage wie gefährlich Menschen mit einem Impfdurchbruch für ihre Umgebung sind. Dazu haben nun Wissenschaftler der Universität Oxford erste Daten gesammelt. Nach der Auswertung haben die Wissenschaftler eine gute und eine schlechte Nachricht für die Allgemeinheit. Die positive Nachricht ist, dass eine Impfung mit Astrazeneca oder Biontech das Risiko der Weitergabe bei einem Impfdurchbruch, sowohl bei der Alpha-, als auch bei der Deltavariante senkt. Dieser Schutz lässt aber mit der Zeit allmählich nach. Gut 3 Monate nach der 2. Impfung soll das Risiko eine andere Person zu infizieren dann schon wieder genauso hoch sein, wie bei einer ungeimpften Person. Bei Biontech hängt das Risiko dann auch noch davon ab, ob die Kontaktperson selbst geimpft ist oder nicht.


37 Prozent aller Kontaktpersonen wurden infiziert

Die aktuelle Studie wurde nun auf dem Preprint-Server Medrxiv veröffentlicht und muss noch von unabhängigen Experten bestätigt werden, Die Daten der Studie stammen vom englischen Gesundheitsdienstes NHS. Es handelt sich dabei um die Daten der Nachverfolgung der Kontakte im Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 31. Juli 2021. In der ersten Hälfte der Zeit war die Alpha-Variante (B.1.1.7) tonangebend und wurde dann im Frühjahr von der Deltavariante abgelöst. Die Forscher hatten 99.597 sogenannte Indexfälle ausgewertet. Dabei handelt es sich um Infizierte, die am Beginn einer rekonstruierten Infektionskette stehen. Zudem waren die Daten von 151.821 Kontaktpersonen der Indexfälle innerhalb von 10 Tagen nach deren positiven PCR-Tests ausgewertet worden. 37 Prozent aller Kontaktpersonen hatten sich nach dem Ergebnis der Wissenschaftler bei den Indexfällen angesteckt. Offenbar war das Ergebnis einer Ansteckung allersdings auch davon abhängig, ob die Kontaktperson ebenfalls geimpft war. Am höchsten lag die Ansteckung bei Ungeimpften (49 Prozent), gefolgt von mit einer Dosis geimpften Personen (33 Prozent AstraZencea, 32 Prozent Biontech). Das geringste Risiko auf Ansteckungen hatten geimpfte Personen (23 Prozent AstraZeneca, 17 Prozent Biontech). Bei den Impfdurchbrüchen zeigte sich hingegen eine steigende Tendenz 3 Monate nach der 2. Impfung. Bisher ist noch unklar, ob die Delta-Variante zu diesem Effekt geführt hat. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Anzahl der Viruspartikel in der Luft in diesem Fall höher ist als bei anderen Varianten des Coronavirus.

Kann Drittimpfung die Weitergabe wieder eindämmen?

In einem Gespräch mit dem Fachmagazin „Nature“ äußerte Studienautor David Eyre die Möglichkeit, dass Drittimpfung zum Schutz besonders verwundbarer Personen möglicherweise dafür sorgen könne, die Übertragung des Virus erneut deutlich zu reduzieren. Allerdings haben er und seine Kollegen in diesem Zusammenhang noch keine Daten gesammelt, wann genau nach einer dritten Impfung die Weitergabe des Virus erneut verhindert wird und wie lange die Schutzwirkung diesmal anhält.

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