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Test / Review: Samsung Gear S2 Smartwatch mit unboxing & Hands-On Video

Wir uns mal die neue Samsung Gear S2 Smartwatch angeschaut und ob uns die Uhr überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.

Die Gear S2 ist seit dem 8. Oktober auch in Deutschland erhältlich. Insgesamt gibt es eigentlich zwei Varianten der Uhr, einmal die Gear S2 und die Gear S2 Classic. Sie unterscheiden sich etwas bei der Größe, dem Gewicht, dem Armband und dem Gehäuse. So ist die Gear S2 Classic (42,3 x 49,8 x 11,4 mm) etwas größer und schwerer (47g) wie die Gear S2 (39,9 x 43,6 x 11,4 mm / 42g). Die Classic besitzt zusätzlich ein Lederarmband und die normale Gear S2 ein Silikonarmband. Die Gear S2 kostet dafür mit 349 Euro etwas weniger, wie die S2 Classic 379 Euro.

 

 

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Vorwort

Für uns ist das Thema Smartwatch generell immer nicht so einfach. Was können die Uhren? Wofür brauche ich sowas überhaupt? Das sind immer so die Standardfragen, die wir uns stellen. Das Hauptproblem der Uhren ist sicherlich die geringe Akkulaufzeit und das sie meistens nur in Bluetooth-Reichweite des eigenen Smartphones funktionieren. Das schränkt die Funktion doch erheblich ein aber trotzdem kann so eine Smartwatch auch einen kleinen Mehrwert bringen, denn schließlich werde ich hier schnell und unkompliziert über neue Nachrichten, Emails, Termine und weiteres informiert ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. Denn Sinn und Einsatzzweck einer Smartwatch können wir hier nicht für euch beantworten und das muss auch jeder für sich selbst entscheiden.

 

Samsung Gear S2 technische Daten:

  • Display: 1,2″ Circular Super-AMOLED Touch-Display (360×360, 302ppi)
  • Prozessor: 2x 1GHz Exynos 3250
  • Betriebssystem: Tizen
  • 4 GB Speicher für Daten und Musik
  • 512MB RAM
  • Konnektivität: WLAN, Bluetooth 4.1, NFC
  • Sensoren: Beschleunigungssensor, Lagesensor, Pulssensor, Barometer, Umgebungslichtsensor
  • IP-Schutzart: IP68
  • Akkukapazität:
    250 mAh (Gear S2, Gear S2 classic)
    Abmessung:
  • 42,3 x 49,8 x 11,4 mm (Gear S2)
    39,9 x 43,6 x 11,4 mm (Gear S2 classic)
    Gewicht:
  • 47 g (Gear S2)
    42 g (Gear S2 classic)
    Zubehör: Gear S2, Armband in Größe S und L, Induktive Ladestation, Netzteil, Kurzanleitung
  • Preis: Gear S2 349,00 Euro; Gear S2 Classic 379 Euro

 

Eingeschränkte Kompatibilität bei Smartphones

Leider sind nicht alle Smartphones offiziell kompatibel mit der Gear S2. Die erforderlichen Samsung Apps lassen sich dann nicht aus dem Google Play Store installieren, die man für die Inbetriebnahme der Gear S2 benötigt.

 

Offiziell unterstützte Smartphones

  • HTC One
  • HTC One M8
  • HTC One M9
  • Honor 4X
  • Honor 6
  • Huawei P8
  • Huawei Mate 7
  • Lenovo VibeShot
  • Lenovo X2 Pro
  • LG Flex
  • LG Optimus G2
  • LG Optimus G3
  • LG G4
  • LG Nexus 5
  • Motorola Droid Maxx
  • Motorola Droid Mini
  • Motorola Moto X
  • Motorola Nexus 6
  • Nubia Z9
  • Oppo R7
  • Sharp Aquos
  • Sony Xperia Z2
  • Sony Xperia Z3
  • Xiaomi Mi3
  • Xiaomi Mi4
  • Xiaomi Note
  • ASUS ZenFone 2

 

Samsung Gear S2 Unboxing & Hands-On Video:

 

Verpackung und Zubehör

Die Gear S2 kommt in einem formschönen und runden Karton mit goldener Aufschrift.

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Als Zubehör bekommt Ihr mit der Gear S2 graue Silikon-Armbänder in der Größe S & L, ein Netzteil, induktive Ladestation und Handbücher (Quick Manual).

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Design & Verarbeitung

Die Gear S2 ist absolut sauber verarbeitet und besitzt ein rundes Edelstahlgehäuse.

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An der Seite befinden sich zwei physische Knöpfe. Der untere übernimmt die Funktion wie eine Home-Taste und der obere ist eine Zurück-Taste. Das gefällt uns schon mal sehr gut und bieten die meisten Android-Wear Uhren so in der Form nicht. Die Knöpfe haben einen sehr guten Druckpunkt und sind sauber ins Gehäuse eingearbeitet. In der Mitte ist ein kleines Loch für das Mikrofon.

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Auf der Rückseite befindet sich die Öffnung für den Herzfrequenzsensor. Die Armbändern können dann mit einem Schnellverschluss gewechselt werden.

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Das Gehäuse ist nur 11,4mm dick und ist somit wirklich mit einer Größe einer normalen Uhr vergleichbar. Die Uhr schmiegt sich sehr gut an den Arm und steht nicht ab. Das war z.B. bei der ZenWatch 2 etwas anders. Auch das Silikon-Armband schmiegt sich gut um den Arm und ist nicht steif. Zusätzlich ist die Gear S2 auch noch nach IP68 zertifiziert und somit staub- und wasserdicht. Bei letzteres sogar 30 Minuten lang bis zu einer Tiefe von 1,5 Meter.

 

Display

Das runde Super-AMOLED Display hat eine Größe von 1,2 Zoll und schafft damit eine Auflösung von 360×360 Pixel, was 302ppi ergibt. Dadurch liefert die Gear S2 eine perfekte Pixeldichte und alles sieht gestochen scharf aus.

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Wie auch bei den Smartphones lässt das Super-AMOLED bei den Farben, Schärfe und Kontrast keine Wünsche offen. Zusätzlich liefert das Display dadurch ein perfekten Schwarzwert.

Schön ist hier auch, dass Samsung das komplette Display ausnutzt, sodass man nicht diesen unschönen “Flat Tire”-Effekt (leere Displayfläche), wie beispielsweise bei der Moto 360 hat.

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Bedienung und Software

Die Samsung Gear S2 verwendet das eigenen Betriebssystem Tizen und hat nicht Android-Wear. Das fanden wir in unserem Test auch gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil, wir waren überrascht, wie schnell und flüssig alles läuft. Gefühlt sogar tatsächlich ein Tick besser, wie bei Android-Wear und das sagen wir obwohl wir sonst keine Fans von so geschlossenen und eigenen Systemen sind.

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Die Gear S2 hat aber noch eine Besonderheit für die Steuerung. Neben der üblichen Touchfunktion gibt es auf der Oberseite eine drehbare Lünette. Eine Lünette ist ein drehbarer Ring, der das Display als Rahmen umgibt und beweglich ist. Die Lünette hat mehrere Vorteile gegenüber der üblichen Touchfunktion (Siehe auch das Hands-On Video!):

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Trotz Tizen muss man aber nicht auf Funktionen, wie bei Android-Wear verzichten. So gibt es eine Dimm-Funktion, Einstellungen für Displayhelligkeit (10 Stufen), Energiesparmodi, Vibration, Eingabe, Anrufe usw. Der Speicher beträgt 4GB, wovon so noch 1,9 GB frei sind.

Bei den Ziffernblätter bzw. Watchfaces gibt es ab Werk 26 Stück, die über Optionen noch weiter angepasst werden können. So kann man beispielsweise die Ziffernblätter einzeln in der Farbe oder im Aussehen weiter anpassen. So sollte trotz fehlendem Android-Wear für jeden Geschmack was dabei sein. Die Watchfaces gefielen uns alle sehr gut, waren gestochen scharf, farbenprächtig und haben ein paar schöne Animationen oder Effekte. Hier hat Samsung wirklich ganze Arbeit geleistet und da sehen einige Android-Wear Watchfaces ziemlich schlecht gegen aus. (Siehe auch das Hands-On Video!)

Ansonsten hat die Uhr, wie beim Smartphone mehrere Screens die man von links nach rechts durchwischen oder mit der Lünette durchscrollen kann. Von der Steuerung ist das wirklich sehr intuitiv und viel besser gelöst als bei anderen Smartwatches. Ein paar Funktionen sind dann natürlich an die eigenen Samsung Geräte oder Apps gebunden, wie z.B. S-Health oder S-Voice.

Ist man ganz rechts im Menü angekommen, lassen sich über ein Plus auch weitere Screens platzieren, wie Kalender, Alarm, Stoppuhr usw. Eingaben, Telefonnummern wählen oder Kontakte auswählen etc. sind alles kein Problem. Sonst kann man damit zuverlässig Sport- und Freizeitaktivitäten tracken. Als Sensoren stehen Bewegungs-, Beschleunigungssensoren, Höhenmesser und ein Pulssensor zur Verfügung, die alle in unserem Test gut funktionierten und recht genau sind.

 

Konnektivität

Bei der Konnektivität bekommt man Wi-Fi, Bluetooth 4.1, eigenen Standortbestimmung (GPS aber nur auf der 3G-Version) und sogar ein NFC-Chip ist verbaut.

 

Einrichtung und Samsung Gear Apps

Wie Ihr vielleicht schon im Hands-On Video gesehen habt, war dafür leider die Einrichtung der Gear S2 eine wirkliche Tortur und ist auch gleichzeitig der größte Kritikpunkt an der ganzen Smartwatch. Mal ehrlich Samsung das muss doch nicht wirklich so sein und man verspielt sich einige Punkte.

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Für die Ersteinrichtung benötigt Ihr diese drei Apps, die aber wie oben schon erwähnt nicht mit jedem Smartphone kompatibel sind. So muss man sich die App-Dateien (APKs) aus anderen Quellen besorgen. Da unser OnePlus 2 auch nicht kompatibel ist, haben wir uns die drei Apps aus dem Forum XDA-Developers besorgt und dann manuell auf dem Smartphone installiert.

 

Erforderliche Apps:

Samsung Gear App

Ansonsten liefert die Gear-App aber alle nötigen Einstellungen, die man für die Uhr braucht. So lassen sich die Ziffernblätter (Watchfaces), Benachrichtungen, Medien und weitere Einstellungen auch komfortabel über die App konfigurieren. Hier findet man alle benötigten Funktionen und es sollte nichts fehlen. Auf Grund des eigenen Betriebssystems Tizen ist die Auswahl der Apps natürlich überschaubar aber man muss sich wirklich fragen, ob man jede App auf einer Smartwatch brauch. Uns reichen dann die Benachrichtigungen der Apps, die auf unserem Smartphone installiert und die auf der Gear S2 vorinstalliert sind.

 

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Leistung und Performance

Technisch gesehen könnte man meinen, dass der hauseigene 1GHz Exynos 3250 Dual-Core Prozessor den sonst üblichen Snapdragon 400 der Android-Wear Smartwatches unterlegen ist, aber das konnten wir in unserem Test in keinster Weise feststellen. Die Uhr läuft absolut flüssig und das, obwohl hier immer wieder kleine Effekte und Animationen zu sehen sind. Wir würden sogar sagen, dass sie besser läuft als Uhren mit Android-Wear. Das liegt zum größten Teil mit Sicherheit an dem eigenen Betriebssystem Tizen. Hier hat Samsung wirklich ganze Arbeit geleistet und das System absolut perfekt optimiert.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit einer Smartwatch ist wie immer die Achillesferse. Die Akkukapazität der Gear S2 beträgt hier nur 250mAh und liegt damit weiter unter dem Durchschnitt anderer Smartwatches. Die meisten gehen so ab 300mAh los bis zu 400mAh. Wir haben mit der Gear S2 mehrere Laufzeit-Tests gefahren, dabei war die Uhr immer eingeschaltet (Always-On) und wurde morgens um 6:30 Uhr von der Station genommen. Spät Abends wurde die Uhr abgelegt und Bluetooth auf dem Smartphone ausgeschaltet und morgens wieder aktiviert.

Nach mehreren Ladezyklen und verschiedenen Tagen können wir sagen, dass wir mit der Smartwatch immer maximal 1,5 Tage geschafft haben. So lag also unser Schnitt bei 30-38 Stunden. Das ist etwas schade, denn zwei Tage Laufzeit wären schon schön gewesen. Trotzdem ist es beachtlich, was Samsung aus dem kleinen Akku rausholt und unterstreicht noch mal wie gut und energiesparend der Prozessor + Tizen ist. Im Vergleich mit der ZenWatch 2 (400mAh) lagen wir am Ende bei zwei Tage also max. 40-48 Stunden.

 

Fazit

Vorweg müssen wir nochmal wirklich sagen, dass wir eher etwas voreingenommen den Test der Samsung Gear S2 angegangen sind. Das lag alleine schon an dem eigenen System Tizen. Nach nun fast zwei Wochen ausgiebigen testen, wofür wir uns wirklich Zeit genommen haben, können wir sagen die Smartwatch ist wirklich grandios und konnte uns voll vom Gegenteil überzeugen. Und das sagen wir sonst nicht einfach nur so.

Die Gear S2 ist absolut Top verarbeitet ohne dabei dick aufzutragen. Das Display ist gestochen scharf mit perfekten Schwarzwert. Die Steuerung besonders über die Lünette hat uns sehr gut gefallen und ist wirklich intuitiv. Wir würde sogar fast soweit gehen und sagen, dass sollte bei jeder Smartwatch Standard sein. Weiter kann Android-Wear bis jetzt Tizen unserer Meinung nach nicht das Wasser reichen. Tizen ist ein perfekt abgestimmtes System, welches absolut flüssig läuft und trotzdem nichts vermissen lässt. Und vor allem sieht es dabei noch gut aus und hat auch ein paar schöne Effekte und Animationen.

So bleibt als einziger Kritikpunkt wirklich nur die grausame Einrichtung und das elendige Installieren von den ganzen Apps. Das hätte man wirklich einfacher und intuitiver machen können. Aber das Schöne daran ist, daran könnte Samsung ja noch arbeiten. Ansonsten wäre ein minimal größere Akku (+100mAh) besser gewesen, um auch an knapp zwei Tagen Betriebslaufzeit zu kommen. Preislich liegt sie mit ca. 350€ ungefähr auf Höhe der anderen Smartwatches (Asus ZenWatch2 ausgenommen) und bekommt von uns definitiv eine Kaufempfehlung. Die Gear S2 zählt zu den besten Smartwatches, die es aktuell auf dem Markt zu kaufen gibt.

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