Xiaomi MiBook Air Test: Nicht das perfekte erste Mal 1
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Im Vorfeld rund um das Xiaomi MiBook gab es viele Gerüchte, aber Ende Juli hat das Unternehmen sein erstes Ultrabook vorgestellt.

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Dass ein neuer Mitspieler im Laptop-Markt auftaucht zeugt schon etwas von Seltenheitswert, da der gesamte PC-Markt am Schrumpfen ist. Umso mehr konzentrieren sich die geringeren Verkäufe auf immer weniger Hersteller. Neue Unternehmen wie etwa Huawei mit dem Matebook und Xiaomi sind daher eine willkommene Abwechslung. Wie sich das erste Notebook der Chinesen so schlägt, welches vor allem kostengünstig mit guter Hardware aufwartet, erfahrt er in unseren Testbericht an.

Xiaomi Mibook Air – Technischen Daten

  • 12,5 Zoll Full-HD-IPS-Panel von BOE
  • Intel Core M3-6Y30 mit 2.2GHz
  • 4 GB DDR3 Ram
  • 128 GB SATA SDD von Samsung
  • Intel HD Graphics 515 mit 1 GB Ram
  • Bis 11.5 Stunden Laufzeit
  • 9mm dünn
  • 1,07Kg
  • Windows 10 Home China Edition

Verpackung und Lieferumfang

Ähnlich wie schon Xiaomi Smartphones ist die Verpackung des MiBook komplett weiß eingefärbt. Auf der Vorderseite wurde das MiBook Air in allen verfügbaren Farben aufgedruckt und vermittelt einen ersten Eindruck vom Gerät selbst.

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Ein Auszug der technischen Ausstattung befindet sich auf der Rückseite. Im Bezug auf das mitgelieferte Zubehör beschränkt sich Xiaomi auf das Nötigste: Das Ultrabook selbst, ein Netzteil mit USB Typ-C für China und eine Garantiekarte. Zur guter Letzt darf die Kurzanleitung in chinesischer Sprache nicht fehlen.

Design und Verarbeitung

Gehäuse

Einfach. Mit diesem kleinen Wort lässt sich das Design des MiBook Air am besten beschreiben. Auf dem Displaydeckel befindet sich kein Mi-Logo, was recht minimalistisch wirkt und einem das Gefühl gibt, dass es sich um ein „NoName“ Notebook handelt. Wer es doch etwas bunter mag, der kann sich mit Aufklebern und verschiedenen Motiven behelfen. Die Chinesen setzen beim MiBook Air auf ein Unibody-Gehäuse. Allerdings lässt sich die Bodenplatte abnehmen, was wiederum eine leichte Erweiterung des RAM oder der verbauten Festplatte ermöglicht.

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Durch die eingesetzten Materialien wirkt das MiBook Air sehr hochwertig und ist auch recht verwindungssteif. Wenn man das Notebook aufklappt, erblickt man das 12.5 Zoll große FullHD Display. Oberhalb des Displays sitzt für Freunde der Videotelefonie eine 720p Webcam. Links und rechts sitzen zwei Mikrofone. Erst darunter wird man vom ersten Mi-Logo begrüßt.

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Auf der rechten Seite befindet sich ein USB Typ-C Anschluss, welcher zum laden dient. Er kann auch zum Datenaustausch zwischen Smartphone und MiBook genutzt werden. Rechts von der USB Typ-C Buchse zeigt eine kleine Status-LED den Ladezustand an.

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Im Gegensatz zum kürzlich vorgestellten Apple MacBook Pro besitzt das Xiaomi MiBook Air noch einen vollständigen USB-Anschluss, was den Kauf zusätzlicher Adapter weitestgehend erspart, wenn man mal einen normalen USB-Stick und andere USB-Peripherie ans Xiaomi MiBook Air anschließend möchte. Ein vollständiger HDMI-Anschluss sowie ein Eingang für Kopfhörer runden die Anschlussvielfalt ab.

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Alle Anschlüsse bieten insgesamt eine hervorragende Verarbeitung, was bedeutet, dass angeschlossene USB-Kabel fest in der USB-Buchse sitzen. An der Unterseite ist links und rechts jeweils ein Lautsprecher von AKG verbaut.

Tastatur

Bei der Tastatur belassen es die Chinesen bei einem englischen QWERTY-Layout, womit man sich erst etwas umgewöhnen muss. In Windows gibt es die Möglichkeit auf ein deutsches Layout umzustellen, wobei unerfahrene Nutzer ins Schwitzen kommen könnten, um die richtigen tasten für Umlaute und Sonderzeichen zu finden. Aber noch einer gewissen Phase der Eingewöhnung kommt man recht gut mit dem Layout klar.Bei der Tastatur an sich setzen die Chinesen auf eine 6-reihige Chiclet-Tastatur. Die Tasten selbst sind in der Farbe des Gehäuses gehalten und bestehen aus hochwertigem Kunststoff.Ein Großteil der Tasten haben eine Standardgröße. Insgesamt ist die Tastatur etwas weniger breiter als die allgemeine Standard-Tastatur, wodurch die Tasten auf der rechten Seite insgesamt etwas kleiner ausfallen. Was allerdings im Alltag nicht störend war.Auffallend ist auch, dass die Enter-Taste nicht direkt unter der Backspace-Taste liegt, was mich persönlich anfangs etwas verwirrt hat. Anstelle der Enter-Taste, drückte ich öfters die Backslash-Taste. Etwas nervig sind die vertikalen Pfeiltasten, die rechts zusammen gequetscht sind.

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Das Tippgefühl der Tastatur empfinde ich durchaus als sehr angenehm. Wie es sich in der Ultrabook-Klasse gehört, ist der Tasten-Hub relativ gering, aber dafür ist der Anschlag knackig. Die Geräuschkulisse ist angenehm leise, wodurch das Xiaomi MiBook Air sich gut eignet, um in Weiterbildungs- oder Schulkursen als Arbeitsgerät zum Einsatz zu kommen.

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Die Tastatur wird von unten beleuchtet, sprich Backlight-Beleuchtung, leidet allerdings an einer nicht einstellbaren Helligkeitsstufe, was ich persönlich in dunklen Räumen als störend empfand, da sie einfach zu hell aufleuchtet. Insgesamt hinterlässt die Tastatur einen guten Eindruck.

Trackpad

Beim Trackpad lässt es sich nicht verleugnen, dass sich Xiaomi von Apple inspiriert hat, was allerdings nicht schlimm ist. Genauso wie Apple verbaut Xiaomi in seinem MiBook Air ein Clickpad als Touchpad. Heißt konkret, dass die Maustasten in der Touch-Fläche integriert sind. Das Clickpad besteht aus Glas, sodass die Oberfläche eine ideale Gleitfähigkeit bietet, egal ob man trockene oder leicht verschwitzte Finger hat. Im Alltag funktioniert das Trackpad überraschend gut für ein Windows-Notebook. Präzision und Ansprechverhalten können durchaus überzeugen.

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Multitouchgesten für die Steuerung von Windows 10 werden ebenfalls zuverlässig erkannt. Im Gegensatz zum großen Bruder, dem 13.5 Zoll großen Xiaomi MiBook – ohne Air-Zusatz – besitzt das MiBook Air kein „Prescision Touchpad“ von Microsoft,  sondern ein einfaches Standard-Trackpad. Oft sind die Clickpads bei günstigen Geräten oder solchen aus Fernost oft wabbelig und klingen hohl oder billig. Aber bei dem Xiaomi MiBook Air nicht. Die Klickmechanik kann ebenfalls überzeugen.Ein Problem was mir bei meinen Testgerät aufgefallen ist: Das Trackpad klapperte. Ich gehe davon aus, dass es sich bei meinem Modell um ein sogenanntes Montagsgerät handelt, da in anderen Tests oder in Foren nichts dergleichen erwähnt wird.

Display

Für das Display setzen die Chinesen auf ein 12.5 Zoll großes IPS-Panel und FullHD-Auflösung mit LED-Beleuchtung. Das Panel selbst stammt von dem chinesischen (und mir unbekannten) Displayhersteller „BOE“. Basierend auf der Diagonale und Auflösung ergibt sich eine Pixeldichte von 176 ppi. Es mag im Vergleich zu meinem Apple MacBook Pro (Mid 2015) mit 15 Zoll Display und 227 ppi recht wenig anhören, aber im Alltag reicht die Auflösung vollkommen aus. Dargestellte Inhalte sind ausreichend scharf und einzelne Pixel lassen sich schwer bis gar nicht erkennen.

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Auch bei genauerem Hinschauen lassen sich keine Ausfransungen an Zeichen oder Buchstaben erkennen. Das IPS-Panel punktet mit recht ordentlichen Kontrastwerten. Die Farbwiedergabe sowie Blickwinkelstabilität gehen ebenfalls in Ordnung, auch wenn das Panel im Vergleich zu meinem MacBook Pro bei der Genauigkeit der Farbdarstellung etwas schwächelt. Lediglich Schwarz wirkt fast wie ein echtes sattes Schwarz. Xiaomi gibt für das Display eine Helligkeit von 300 cd/m2 an, aber diesen Wert erreicht das Display nicht nur, sondern übertrumpft ihn im mit gut 330 cd/m2 im Durchschnitt, womit die Helligkeit ausreichend ist aber eben auch nicht überragend. Das Panel selbst wird von Corning Gorilla Glas geschützt. Dadurch handelt es sich um ein spiegelndes Display, welches dementsprechend recht stark reflektiert. Aus diesem Grund wird die Nutzung des MiBook Air im Freien etwas schwieriger. Hier hätte ich mir seitens Xiaomi ein mattes oder zumindest weniger stark spiegelndes Display gewünscht.

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Zudem ist mir aufgefallen, dass die Helligkeit nicht allzu gleichmäßig verteilt ist: Der untere Teil des Displays ist etwas dunkler. Allerdings ist das nicht weiter störend bei längerem Gebrauch. Auch das Display des Xiaomi-Notebook bleibt von Backlight-Bleeding nicht verschont. Es weist allerdings überraschend wenig davon auf. Im Alltag bei dunklem Displayinhalt fällt es zum Beispiel kaum auf. Alles in allem macht das Display im Alltag einen guten Job und es gibt bis auf die genannten Kleinigkeiten keinen Grund zu meckern.Im Grunde bietet das Display-Scharnier eine gute Verarbeitung. Es lässt sich problemlos mit einer Hand leichtgängig öffnen, aber es könnte noch einen Tick schwergängig sein. Immerhin wackelt das Display beim Schreiben auf der Tastatur merklich, was auf lange Dauer doch arg nervig werden kann.

Performance und Speicher

Unter der äußerst schicken Hülle werkelt ein Core M3 der sechsten Generation namens „Skylake“ aus dem Hause Intel. Genauer gesagt ein Core M3-6Y30, dessen zwei Kerne mit einem maximalen Takt von 2.2 GHz zu Werke gehen. Der SoC hat eine TDP von 4.5 Watt und beherrscht HyperThreading. Bei der Fertigung setzt Intel auf 14nm Strukturweite. Um die Grafik kümmert sich eine Intel HD Graphics 515 GPU mit bis zu 850 MHz. Damit können höchstens ältere und wenig anspruchsvolle Spiele gespielt werden. So läuft „Cossacks II Battle for Europe“ zum Beispiel auf brauchbaren 50 fps auf der maximalen Einstellung, was allerdings nicht verwunderlich ist, da das Spiel von 2006 stammt.Grundsätzlich ist das Xiaomi MiBook Air nicht fürs Zocken vorgesehen, sondern eher für Office-Anwendungen und Surfen. Dafür sprechen auch die für ein möglichst flüssiges Multitasking verbauten 4 GB Arbeitsspeicher. Die verbauten LPDDR3 RAM-Chips arbeiten mit 1.866 MHz. Für diejenigen, die ihre Fotos bearbeiten wollen kann ich sagen, dass Adobe Lightroom CC problemlos läuft.

Vom ausgeschalteten Zustand bis zur Bereitschaft dauert es lediglich 10 Sekunden und aus dem Standby heraus vergehen knapp 4 Sekunden. Die ganze Bedienung klappt schnell und flüssig. Beim Multitasking überzeugt das Xiaomi MiBook Air ebenfalls, so lange man keine Videobearbeitung betreibt oder aktuellere Spiele konsumieren will. Videostreaming egal ob von YouTube oder Netflix aus meistert das Notebook problemlos. Man kann sogar in den Videos herumspulen. Es reagiert zügig ohne groß zu Murren.Damit Xiaomi den vergleichsweise günstigen Preis niedrig halten kann, wird das MiBook Air in sehr großer Stückzahl produziert, was wohl auch der Grund ist, warum man das Notebook nur in einer Speichervariante mit 128 GB Festplatte kaufen kann. Die M.2 SSD stammt von Samsung und macht mit schnellen Übertragungsraten stets eine gute Figur. Von den theoretisch verfügbaren 128 GB stehen abzüglich des Windows-Systems knapp 100 GB am Ende tatsächlich zu Verfügung. Durch die bereits oben erwähnte Wartungsklappe lässt sich der Speicher mit einer zusätzlichen M.2 SSD erweitern, hier muss ich Xiaomi wirklich ein dickes Lob aussprechen.

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Ich hatte testweise eine Stunde gezockt um zu sehen ob es warm wird. Ja es wird warm, aber nur um die 45 Grad und die heißeste Stelle ist mittig über der Tastatur. Anders als bei meinem MacBook Pro wird Xiaomi-Notebook passiv gekühlt, sprich es gibt keinen Lüfter. Die Leistungsaufnahme des Prozessors wird bei zunehmender Hitze verringert. So wurde dieser während meines Testzeitraums höchsten mal 62 Grad warm, egal wie lange ich das System auch ausgereizt hatte.Alles in allem legt das Xiaomi MiBook Air eine ordentliche Performance hin. Wer also einen mobilen und schnellen Arbeitsrechner sucht, ist hier goldrichtig.

Sound und Sprachqualität

Die zwei Lautsprecher die sich am Unterboden befinden kommen von AKG. Sie liefern einen recht guten Klang, wenngleich sie im Vergleich zur meinem MacBook Pro hörbar leiser ausfallen. Das liegt wohl an der kompakten Bauform. Tiefen sowie Bässe sind im Ansatz vorhanden, der Sound ist ausgewogen und verzerrt auch bei höherer Lautstärke nicht merklich. Kein Wunder, immerhin bewirbt Xiaomi das Gerät auch mit seinem guten Sound. Für ein Ultrabook mit Multimedia-Ansprüchen insgesamt gut, aber auch längst nicht perfekt.

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Der Klang über Kopfhörer ist angenehm klar und dank Dolby Audio lässt sich der Ton optimal an die verwendeten Kopfhörer (und Lautsprecher) oder den Geschmack anpassen. Die Sprachqualität der eingebauten Mikrofone ist angenehm klar und die Lautsprecher sind ausreichend laut. Störgeräusche während eines Videotelefonats oder eines VoIP-Anruf gab es zu keinem Zeitpunkt. Mein Gesprächspartner konnte mich laut und deutlich hören als auch verstehen.

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Kleine Soundcheck 

 

Konnektivitäten

In Sachen „Verbindung nach Außen“ lässt sich Xiaomi nicht lumpen und baut so ziemlich das Neuste ein, was dem aktuellen Stand der Technik von Intel entspricht. Die Intel 8265AC ist eine der bei teureren Notebooks am häufigsten verbauten WLAN-Karten und dürfte somit zum gehobenen Standard gehören. Das Dualband-fähige WLAN-Modul mit MU-MIMO unterstützt die WLAN-Standards 801.11 a/b/g/n bis hin zum schnelleren ac-Standard. Einer theoretischen Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 867 Megabits pro Sekunde steht damit nichts im Wege. Ich schaffe mit meinen Router, welcher auch WLAN-ac unterstützt, knapp 653 Mbits. Theorie und Wirklichkeit sind eben doch immer wieder zwei gänzlich verschiedene Dinge. Im Alltag gab es immerhin keinerlei nennenswerte Auffälligkeiten. Die Verbindung war quasi immer stabil.

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Außerdem unterstützt das Modul auch Intel Wireless Display, Intel vPro und Intel Smart Connect Technology. Im Bereich Bluetooth setzen die Chinesen auf den Bluetooth 4.1 Standard. Die Reichweite liegt bei 15m ohne Störungen, sofern keine Betonwand oder andere abschirmende Materialien/Gerätschaften dazwischen sind. Nur Hobbyfotografen haben bei dem Xiaomi MiBook Air das Nachsehen auf Grund des fehlenden SD-Kartenslot. Schade eigentlich, da das MiBook Air problemlos in einen handelsüblichen Fotorucksack passt. Ein nicht genutzter potentieller Pluspunkt gegenüber dem diesjährigen MacBook Pro.

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Akku

Beim Xiaomi MiBook Air setzen die Chinesen auf einen recht kleinen Akku mit 5.000 mAh Kapazität, womit es der Laptop auf gut 37 Wh bringt. Zudem unterstützt das Notebook eine Schnellladetechnik wie man sie von teuren Smartphones gewöhnt ist. Mit dem mitgelieferten Netzteil lädt das Xiaomi MiBook Air innerhalb von 30 Minuten auf gut 50 Prozent auf. Die vollen 100 Prozent erreicht man in knapp einer Stunde und 50 Minuten. Die Chinesen werben mit einer Akkulaufzeit mit bis zu 9.5 Stunden bei der Videowiedergabe und im Surf-Modus sollen es 7.5 Stunden sein.

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Allerdings sieht es in der Praxis etwas anders aus. Bei Netflix-Streaming über das eingeschaltete WLAN und mittlerer Helligkeitsstufe kam ich auf knapp 4 Stunden. Im Flugmodus ohne aktive WLAN-Verbindung mit offline gespeicherten Filmen schaffte ich knapp 7 Stunden. Mit Office-Arbeiten und Surfen musste ich meisten nach 5 Stunden wieder an die Steckdose. Zusammenfassend ist die Akkulaufzeit insgesamt nicht aussergewöhnlich gut, aber auch nicht außergewöhnlich schlecht. Wer das Gerät über den Tag verteilt intensiver nutzt, muss mehrmals zurück an die Steckdose zum Nachladen. Daher macht die Quick-Charge-Funktion beim MiBook Air durchaus Sinn, gerade in Verbindung mit dem etwas arg kleinen Akku für ein Notebook. Durch den Amerikanischen Stecker des Ladegerät muss man in Europa auf einen EU-Steckdosenadapter nutzen. Aber wer wie ich zb ein PowerPort von Anker mit Typ-C Anschluss hat, kann das MiBook dadrüber mit Storm versorgen. Wichtig ist, dass das Ladegerät 29W liefert sonst funktioniert es nicht. 

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Software

Da das Xiaomi MiBook Air bisher offiziell nur für den Heimatmarkt gedacht ist, kommt ab Werk eigentlich nur eine chinesische Ausgabe von Windows 10 zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Single-Language-Lizenz, was bedeutet, das die Umstellung auf Deutsch im Prinzip gar nicht vorgesehen ist.

Einige Händler wie zum Beispiel TradingShenzhen – die uns freundlicherweise unser Testgerät zu Verfügung gestellt haben – bieten daher gegen einen kleinen Aufpreis von rund 30 Euro die Beigabe eines USB-Sticks mit Windows 10 in deutscher Sprache inklusive entsprechender Lizenz, so dass man das Notebook problemlos in deutscher Sprache nutzen kann.

 

Fazit

Mit dem Xiaomi MiBook Air feiert Xiaomi ein gelungenes Debüt. Mit ihrem ersten Notebook erlauben sich die Chinesen eigentlich keine größeren Patzer. Der SoC eignet sich perfekt für Office-Anwendungen und zudem schafft der Intel Core M3 problemlos Adobes Lightroom, was mich als ambitionierter Hobbyfotograf natürlich sehr freut. Das Windows 10 System arbeitete stets schnell und zuverlässig. Das Display ist scharf sowie farblich gut abgestimmt. Nur im Freien gab es lediglich aufgrund des Glossy-Display-Panels manchmal Probleme. Ich hätte mir hier von Xiaomi ein mattes Display gewünscht.

Die Negativ-Punkte liegen dagegen eher im Detail: Dem Gerät fehlt ein SD-Kartenleser, das wackelnde Display – insbesondere beim Schreiben von Texten – und das klappernde Trackpad. Den größten Schnitzer erlaubt sich Xiaomi jedoch mit dem Akku. Das Xiaomi MiBook Air liefert durchschnittliche Laufzeiten und im Standby lässt es ebenfalls etwas zu wünschen übrig. Der Akku verliert deutlich an Energie. Das können andere Hersteller deutlich besser, vielleicht kann man hier mit meinen Update seitens Microsoft noch etwas verbessern.Der erste Ausflug in die Welt der Notebooks hat sich für Xiaomi aber trotzdem gelohnt, da das Unternehmen eigentlich keine größeren Fehler liefert. So dürfte dem MiBook Air ein größerer Erfolg nicht verwehrt sein.

Von mir bekommt das Xiaomi MiBook Air eine Empfehlung, aber mit dem Hinweis, dass es in Europa offiziell nicht verfügbar ist. Sprich, es muss importiert werden.  Was wiederum einige Schwierigkeiten mit sich bringt wie das amerikanische Tastenlayout und die schwierige Garantieabwicklung. Tradingshenzhen bietet mit ihrem neuen Partner „CellTech“ einen Reparatur-Services für chinesische Smartphones an und gibt es dadurch ja auch eine Möglichkeit, um sich den langen Weg nach China zu ersparen.

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Oliver Sierra

Olivier hat seine Wurzeln in dem kleinen Land Luxemburg. Er liebt alles was mit Technik zu tun hat egal ob Smartphones, Gadgets oder Tablets. Er ist überwiegend in der Androidwelt zuhause aber wandere gerne mal abseits davon. Seine Leidenschaft sind Ford oder Oldtimer egal welches Baujahres und die Fotografie. Seine Liebe zu Italien hat er seine liebsten zu verdanken.