Ukraine-Krieg – „Großer Wendepunkt kommt“! Experten sehen Vorteile für Selenskyj-Truppen!

Vor kurzem hat die ukrainische Armee im Süden des Landes ihre erste massive Gegenoffensive gegen die russischen Besatzer gestartet. Wie Militärökonim Marcus Matthias Keupp erklärt, könnte ein Erfolg dieser Offensive einen massiven Wendepunkt in diesem Krieg darstellen – Russlands Vormarsch stockt bereits! So ist die Lage und Einschätzung.

Russlands Vormarsch stockt – Ukraine auf dem Vormarsch

Zuletzt hatten die russischen Truppen es geschafft sich im Donbass festzusetzen. Doch dort ist es der Ukraine nun gelungen, den Vormarsch der Russen zu stoppen. Unterdessen haben die Verteidiger auch eine Offensive gestartet, um die besetzten Gebiete, die sich fast seit dem Beginn des Krieges in Händen der Russen befinden, zu befreien. Unterdessen ist Militärexperte Marcus Matthias Keupp ganz klar der Meinung, dass Russlands Strategie in der Ukraine nicht aufgeht. In diesem Zusammenhang spricht Keupp von Dauer-Improvisationen der Besatzer, die vor allem mit logistischen Problemen zu kämpfen haben. Deshalb habe man von Seiten der Invasoren auch die Kriegsziele angepasst. Statt der Eroberung der kompletten Ukraine, ist nun vorrangig der Donbass das Ziel.

Donbass: Russlands Armee kommt nur langsam voran

Einen Vorteil der Russen sieht Keupp darin, dass diese im Vergleich zur Ukraine über deutlich mehr Kriegsmaterial verfügen. Denn die russische Armee verfügt noch über Unmengen an Material aus der Zeit der Sowjetunion. Allerdings sind es die logistischen Schwächen, die den Russen weitgehend einen Strich durch die Rechnung machen. Zuletzt hatte die Ukraine den Vormarsch der Russen im Donbass weitgehend zum Erliegen gebracht. Statt wie von der russischen Militärdoktrin vorgesehen, rund 30 Kilometer an Geländegewinnen pro Tag zu erzielen, kommen die russischen Kräfte dort gerade einmal auf einen mickrigen Kilometer. Dies zeigt wie weit die Russen hinter ihrem gesetzten Fahrplan herhinken. Zudem verdeutlichte Keupp, dass auch die zahlenmäßige Überlegenheit der russischen Besatzer nicht zwangsläufig eine entscheidende Rolle beim Verlauf des Kriegs spielen müsse. Viel wichtiger sei das System und das Zusammenspiel dieser Kräfte, wo es bei den Russen ganz offensichtlich Probleme gibt. Die Ukraine verteidige zur Zeit eine Linie am Donez-Fluss, wo man sich bereits seit 2015 eingegraben habe. Diese Linie konnten die Russen trotz eines enormens Aufwands an Soldaten und Material bisher nicht überschreiten.

Russischen Armee kämpft „bald am Maximum“

Zudem gibt es weitere Probleme. In den ersten Monaten des Krieges haben die Russen deutlich mehr Material und Soldaten verloren als eingeplant. Und dass, obwohl massiv Bodentruppen in die Ukraine verlegt wurden. Nach Aussage von Militärexperte Keupp befinden sich zur Zeit

110 von insgesamt 138 taktischen Bataillionsgruppen in der Ukraine, was einer Stärke von 150.000 Mann entspricht. Damit gehe Russland fast ans Maximum seiner Leistungsstärke. Und je länger die Krieg dauert, umso größer werden die Probleme. Denn mit der Zeit werden auch die Sanktionen des Westens gegen die russische Wirtschaft greifen. Damit wird unter anderem auch die Produktion von neuen Waffen eingeschränkt. Und bisher hat die russische Armee in den ersten Monaten auch gewaltige Mengen an Kriegsgerät verloren. Zuletzt wurden Mitarbeiter von Staatsfirmen zwangsrekrutiert, um beschädigtes Material aus dem Krieg wieder instandzusetzen. Auch solche Vorgänge zeigen, dass die Reserven der Russen nicht unerschöpflich sind. Deshalb zeigt sich Keupp optmistisch, was den weiteren Verlauf des Krieges für die Ukraine angeht. Sollte das Land in der Lage sein, den Süden zurückzuerobern, könnte dies der Wendepunkt auf dem Schlachtfeld werden.

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