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Voyo V3 Pro Notebook im Test – Tablet/Notebook Kombination im Yoga Stil

Es wird mal wieder Zeit ein Notebook zu testen. haben wir uns gedacht. Gesagt, getan, heute haben wir für euch das Voyo V3 Pro Notebook im Test. Eine verbesserte Version des V3 mit Fingerabdrucksensor und einigen interessanten Neuerungen.

Wer oder was ist Voyo, haben wir uns im ersten Moment gefragt. Voyo ist ein chinesischer Hersteller von Tablets und Notebooks mit Intel-Chipsätzen, hierzulande absolut unbekannt. Einige unserer Kollegen von den anderen Blogs hatten schon das Voyo V3 im Test, wir haben uns nun mal dem großen Bruder, dem V3 Pro angenommen.

Das Voyo V3 Pro Notebook wurde uns von Gearbest zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür.

Die Verpackung des Voyo V3 Pro ist bunt gehalten, aber außer den Bildern und dem Firmenlogo sind keinerlei Informationen zu dem Gerät auf der Verpackung enthalten. Im Lieferumfang haben wir zum einen einen Active Pen (was wirklich selten ist, da dieser meist als Zubehör gekauft werden soll) , ein EU-Netzeil, sowie eine Garantiekarte und eine Quick Manual.

Die Verarbeitung des Voyo V3 Pro ist ordentlich. Beim Öffnen gibt es kein Knarzen oder Knacken, die Scharniere sind sehr gut verarbeitet, Anschlüsse sind tatsächlich verhältnismäßig viele vorhanden, wie beispielsweise zwei USB 3.0 Anschlüsse, ein Mini HDMI Anschluss oder der SD-Steckplatz. Ein 3.5 mm Klinkenport ist ebenfalls vorhanden. Das Gehäuse fühlt sich durch die matte Oberfläche auch nicht rutschig an, aber man merkt schon arg “Plastik” in der Hand. Die Power und Volumetasten sind wackelig und fühlen sich auch nicht sonderlich hochwertig an. Der Fingerprintsensor hingegen wiederum wirkt nicht nur sehr gut sondern leistet seine Dienste auch wunderbar. Die Tastatur ist ebenso gut verarbeitet wie das Touchpad, hier gibt es weiter unten im Bericht noch ein wenig mehr Info. Der Yoga Stil steht dem Gerät ebenfalls sehr gut, es lässt sich wunderbar zum Tablet umklappen und wieder zum Notebook zurück. Um nicht versehentlich auf Tasten zu drücken kann man das Keyboard per Switch sperren, welcher sich auf der rechten Seite des V3 Pro befindet.

Das Display ist ein 13.3 Zoll FHD IPS Display  im 16:9 Format mit vollen 10 Touchpunkten Unterstützung. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann man leider nichts mehr erkennen, es spiegelt schon extrem. Ansonsten ist das Display wirklich klar. Die Touchfunktion im Tabletmodus ist ebenfalls sehr präzise, hier gibt es nichts zu bemängeln. Der Active Pen leistet ebenfalls sehr gute Dienste und reagiert schnell und flüssig auf Aktionen. Am besten kann man natürlich mit dem Pen arbeiten, wenn der Laptop zum Tablet geswitcht wurde.

Der SoC im Voyo V3 Pro läuft wirklich sehr gut und schnell. Angetrieben wird das Ganze wie im Ezbook Pro vom Intel SoC (Apollo Lake N) mit einem 1.1 GHz 3450N Celeron Prozessor. Dazu kommen in diesem Falll 8GB RAM (welcher auf 16Gb erweitert werden kann) und der interne Speicher umfasst hier eine 128GB SSD-Platte.Zusätzlich kann man eine MicroSD bis 128 GB einbauen, um so den Speicher noch ein wenig zu erweitern. Als Betriebssystem wird Windows 10 Home 64bit verwendet. Als Standardsprache sind aber leider wieder nur Englisch und Chinesisch hinterlegt, was im Umkehrschluss heißt, entweder Neuinstallation oder aber erst alle Updates herunterladen um dann das deutsche Sprachpaket zu installieren.

Das Touchpad im Voyo V3 Pro ist gut. Nicht so gut und sauber wie im Ezbook aber man kann durchaus damit arbeiten. Reaktionszeit ist gut, es federt beim drücken nur ein wenig durch, was den Arbeitsfluss zeitweise stören kann.

Auch im Voyo V3 Pro wurde wie im Ezbook eine Chiclet Tastatur eingebaut. Absolut flüssiges Schreiben, leise Anschläge, ermöglichen so absolut gutes Arbeiten.

Vorab muss gesagt werden, dies ist natürlich leistungstechnisch ein Office-Laptop. Office und Co laufen wunderbar, Alte Spieleklassiker laufen ebenso. CS Source läuft mit 25-30 Frames nicht 100% optimal aber man kann es spielen. Filme werden selbst in FullHD ruckelfrei abgespielt. Der SoC ist derselbe wie auch in der Ezbook Reihe, von daher fällt der Benchmark hier ähnlich aus.

PCMARK10

PCMARK 10 liefert Ergebnisse zum Betrieb des Laptops, u.a. Schreib und Lesegeschwindigkeiten, Videoplayback oder das Öffnen von Dokumenten. Man siehr hier diverse gute Ergebnisse, so z.B. läuft eine Videokonferenz mit knapp 30fps und ein Exceldokument öffnet in ca. 1 Sekunde.

SSD-Test

Der SSD-Test lieferte hier beim V3 Pro sehr gute Ergebnisse. Schreib- und Lesegeschwindigkeiten waren für das Notebook ok, aber im Vergleich zum Ezbook doch noch um einiges schlechter.

RAM-Test

Der RAM-Test lieferte auch gute Ergebnisse.Wunder kann man nicht erwarten, aber Sowohl Schreib- als auch Lesegeschwindigkeit bewegen sich im normalen Rahmen.

Der Akku des Voyo V3 Pro hielt lange an. Im Dauerbetrieb spielte er knappe 6.6 Stunden Videos ab, Arbeiten konnte man knappe 7,5 Stunden mit zeitgleichem Musik hören. Was in Summe ein sehr gutes Ergebnis ist. Theoretisch könnte man auch im Falle eines Akkudefekts den Notebookboden aufschrauben und den Akku entnehmen, aber es geht leider nicht ohne öffnen des Bodens.

Das Voyo V3 Pro ist prinzipiell wie eins der getesteten Ezbooks, allerdings mit Tabletfunktion, nennen wir es mal Yoga-Stil, und einem Active Pen. Das Notebook ist gut, die Verarbeitung ebenfalls, das Material des Gehäuses wirkt ein wenig billig. Die Leistung des SocS haben wir ausgiebig in den anderen Tests besprochen, es ist und bleibt die Leistung eines Einsteiger Offices-Notebooks. Der Akku hat mit knapp 12.000 mAh nochmal 2.000 mehr als die Ezbooks, allerdings ich denke aufgrund der Tabletfunktion wird hier mehr Leistung benötigt, dementsprechend nur minimal bessere Ergebnisse. Sowohl Fingerprintsensor als auch Pen tun was sie sollen, nicht mehr und nicht weniger. Das spiegelnde Display ist eine Einschränkung die mal mehr mal weniger beeinträchtigt. Wenn ich jetzt mal das gesamte betrachte, dann ist ein gutes Einsteiger Allrounder Notebook, welches dank der Tabletfunktion einige Punkte vor den Ezbooks steht. Preis-Leistung ist hier mit knapp 350 Euro auch fast um 100 Euro teurer als bei den Ezbooks. Eine schöne Spielerei, wer drauf steht der wird seinen Spaß damit haben.

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