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Vulkan in Island ausgebrochen

In Island ist nach starker seismischer Aktivität ein Vulkan ausgebrochen. Die vulkanische Eruption begann am Montagabend rund vier Kilometer nordöstlich der nahe der Hauptstadt Reykjavik gelegenen Gemeinde Grindavik, wie der isländische Wetterdienst mitteilte. Der Riss hat demnach eine geschätzte Länge von 2,8 Kilometern.

Grindavik liegt südwestlich von Reykjavik auf der Halbinsel Reykjanes. In der Region hatte es im November eine Serie von Erdbeben gegeben, weswegen ein Vulkanausbruch erwartet worden war. Die Behörden hatten den Notstand ausgerufen und den 4000-Einwohner-Ort Grindavik evakuieren lassen. Die Bewohner durften seitdem nur zu bestimmten Uhrzeiten in ihre Häuser zurückkehren.

Am Montagabend wurden nach Angaben des Wetterdienstes erneut Erdbeben registriert, bevor dann um 22.17 Uhr Ortszeit der Vulkan ausbrach. Regierungschefin Katrin Jakobsdottir erklärte, sie sei in Gedanken bei der Bevölkerung der Gegend. "Wir hoffen das Beste, aber es ist klar, dass es sich um einen bedeutsamen Ausbruch handelt."

Für die Luftfahrt wurde vorübergehend die rote Warnstufe ausgerufen, diese wurde dann aber wieder auf orange herabgestuft. Der Flughafenbetreiber Isavia erklärte auf seiner Website, derzeit gebe es bei Starts und Landungen am internationalen Hauptstadtflughafen Keflavik keinerlei Behinderungen.

Der jetzige Vulkanausbruch ist der vierte in Island innerhalb von zwei Jahren. Island ist mit mehr als 30 aktiven Vulkansystemen diegrößte und aktivste Vulkanregion Europas. Der Inselstaat liegt auf dem sogenannten Mittelatlantischen Rücken, der die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte trennt.  

fs/