Warnung vor Ibuprofen – Mediziner schlagen Alarm! Höheres Risiko als angenommen?

Bei vielen Krankheiten greifen die Bundesbürger zu Ibuprofen. Denn das Arzeneimittel ist fiebersenkend, schmerlindernd und man bekommt es sogar rezeptfrei in den Apotheken. Trotz der weit verbreitenden Anwendung wird das Medikament auch ohne eine Verschreibungspflicht als sicher und zuverlässig eingestuft. Doch nun schlagen Mediziner Alarm.

Vielfältiger Einsatzbereich für Ibuprofen

Häufig wird der Arzneistoff Ibuprofen zur Behandlung von Gelenksentzündungen, Kopfschmerzen, Arthrose oder Fieber eingesetzt, Denn Ibuprofen zählt zur Gruppe von kortisonfreien Entzündungshemmern. Damit das Medikament seine anti-inflammatorische Wirkung entfalten kann, hemmt es das Enzym Cyclooxygenase und verhindert auf diese Weise die Bildung von Prostaglandinen. Diese entzündungsfördernde Gewebshormone tragen zum Entstehen von Fieber und Schmerzen bei. Weil das Medikament Ibuprofen also die Funktionsweise der Hormone beeinträchtigt, kann es den sonst ausgelösten Beschwerden erfolgreich entgegenwirken.

Ibuprofen kann ernstzunehmende Nebenwirkungen haben

Trotzdem hat das Medikament auch eine Kehrseite. Denn es verhindert zum Beispiel auch die Produktion der protektiven Schleimschicht des Magen-Darm-Trakts. Dadurch kann es zu Komplikationen wie Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Erbrechen kommen. Im schlimmsten Fall könnte der übermäßige Konsum von Ibuprofen auch die Entstehung von Magen-Darm-Geschwüren begünstigen. Zudem gibt es weitere unerwünschte Nebenwirkungen wie Funktionsstörungen von Leber und Nieren, eine Beeinträchtigung des Blutbilds und auch Überempflindlichkeitsreaktionen. Ein weiterer Schwackpunkt des Ibuprofens sind die Wechselwirkungen mit andern Medikamenten. Patienten, die zum Beispiel mit niedrig dosierter gerinnungshemmender Acetylsalicylsäure behandelt werden, sollten Ibuprofen entweder eine halbe Stunde vorher oder zwei Stunden nach der Einnahme der Gerinnungshemmer nutzen. Denn eine gleichzeitige Einnahme hätte eine blutverdünnende Wirkung und würde die Wirksamkeit der Medikamente einschränken. Probleme sind auch bei der gemeinsamen Einnahmen mit Digoxin, Lithium und Phenytoin festgestellt worden. Die Medikamente werden bei Herzerkrankungen, Epilepsie oder psychischen Störungen verschrieben.

Welche Dosierung von Ibuprofen sollte man beachten

Bei der Dosierung von Ibuprofen gibt es Tabletten mit unterschiedlicher Stärke. So enthalten die Tabletten je nach Dosierung

200, 400, 600 und 800 mg Wirkstoff. Wie häufig und in welcher Menge man Ibuprofen verwenden kann hängt von der Dosisstärke ab. Die orale Einzeldosierung für Personen ab 15 Jahren wird mit 200 bis 400 mg dreimal täglich angegeben. Viele Mediziner empfehlen, die maximale Tagesdosis von 1400 mg nicht zu überschreiten. Denn dann können zum Teil gesundheitliche Konsequenzen drohen. Vor der Einnahme sollte man sich auf jeden Fall die Hinweisen auf der Packungsbeilage durchlesen. Ibuprofen eignet sich nicht zur Behandlung chronischer Erkrankungen oder während einer Schwangerschaft. In diesen Fällen sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Medikament ist wichtig und es sollte lediglich zur Behandlung akuter Beschwerden angewendet werden. Denn Ibuprofen sorgt zwar für Schmerzlinderung, hilft aber nicht gegen die Ursachen der Erkrankung. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ein Arzt die medizinischen Hintergründe der Beschwerden diagnostiziert.

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