Was wusste Gerhard Schröder über Putins Pläne? BND hatte bereits früh Erkenntnisse über den Alt-Kanzler

Im Augenblick sorgt der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (77, SPD) bei vielen Menschen für Kopfschütteln. Denn trotz der russischen Provokationen verteidigt Schröder den Kurs von Russlands Präsident Wladimir Putin. Besteht hier etwa ein Zusammenhang zwischen Schröders Millionen-Jobs beim Kreml? Immerhin ist Schröder Aufsichtsratsboss beim Öl-Giganten Rosneft, hat einen Chefposten bei Nord Stream und soll bald Aufsichtsrat beim Gazprom-Konzern werden. Aber – ist Schröder vielleicht noch viel enger mit Russland verstrickt?

Schröders dubiose Verbindungen nach Moskau

Nun interessiert viele Leute, wann die Liebe Schröders zu Moskau tatsächlich erwacht ist. Geschah dies während seiner Kanzlerschaft oder erst danach? Offenbar hatte der


Bundesnachrichtendienst (BND) schon früh Erkenntnisse darüber, dass der Kreml Aktionen gestartet hatte (die Bild berichtete), um Schröder für Moskau zu gewinnen. Im Jahr 1998 erhielt der BND Hinweise, dass man in Moskau einen „Plan Schröder“ entwickelt hatte. So sei geplant worden, den deutschen Politiker einzuwickeln und nach und nach an den Kreml zu binden. Es folgten Einladungen an Schröder und seine damalige Ehefrau sowie private Besuche in Hannover mit allerlei Schmeicheleien. Offenbar sollten auf diese Weise Einfluss für den Absatz von russischen Öl und Gas gesucht werden. Zu dieser Zeit war Schröders Freund Putin Chef des russischen Geheimdienstes FSB.

BND informierte das Kanzleramt

Aus Quellen des BND geht hervor, dass man das Kanzleramt rechtzeitig über den Plan Schröder informiert habe. „Anfang 1999 hat der BND das Bundeskanzleramt über den Putin-Plan informiert“, gibt eine Quelle gegenüber der „Bild“-Zeitung zu verstehen. Unter anderem soll der damals zuständigen Kanzleramtschef und heutige Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier informiert worden sein. Dieser wollte sich auf „Bild“-Anfrage nicht zu dem Fall äußern. In der Folge hatte Putin Schröder mehrfach in Hannover besucht. Zu Schröders Geburtstag im Jahr 2014 hatte Putin gleich einen ganzen Kosaken-Chor im Gepäck. Außerdem durfte das Kanzler-Ehepaar Schröder-Köpf in Putins Heimatstadt Sankt Petersburg sogar zwei Kleinkinder adoptieren (2004, 2006). Obwohl dies eigentlich nach russischem Recht verboten ist. Im April 2005 hatte Putin ganz überraschend bei den Geheimdiensten ein Dossier von CDU-Chefin Angela Merkel angefordert. Angeblich war Putin überzeugt, dass es zu vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland kommen könnte. Da Schröder die Vertrauensfrage stellen wollte, drohten vorgezogene Neuwahlen. Davon wussten neben Schröder nur wenige Spitzen-Politiker der SPD und offenbar auch Putin! Tatsächlich stellte Schröder die Vertrauensfrage und verlor. Vor seinem Ende im Kanzleramt genehmigte Schröder allerdings noch Putins Pipeline Nord Stream 1. Und dort ist Schröder nun beruflich engagiert.

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