Blutige Wolfsangriffe in der Lüneburger Heide – Wolf tötet Pferdefohlen!

Der ganze Stolz des „Vereins Naturschutzpark Lüneburger Heide“ (VNP) ist einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen. „Fidibus“ war ein Wildhengstfohlen, das erst vor 2 Monaten im Naturschutzpark Lüneburger Heide geboren wurde. Nun ist das Tier bei einem Angriff eines Wolfes getötet worden. Dies bestätigte VNP-Geschäftsführer Mathias Zimmermann.

Mehrere Wolfsangriffe in der Lüneburger Heide

„Aufgrund seiner Verletzungen gehen wir davon aus, dass Fidibus von einem Wolf gerissen wurde. Wir haben flächendeckend Wölfe im Naturschutzgebiet. Sie kommen bis an Ställe und Häuser heran und greifen sogar am hellichten Tag unsere Heidschnucken-Herden an“, bestätigt Zimmermann. Um die Tiere vor den Wölfen zu schützen werden diese nun sogar nachts in einem Stall untergebracht, was für die Mitarbeiter einen großen, zusätzlichen Arbeitsaufwand darstellt. Zimmermann bestätigt außerdem, dass die Erstellung eines speziellen Wolfszaunes in dem großflächigen Naturschutzpark nicht möglich ist.

Angriffe der Wolfsrudel nehmen zu

Vor wenigen Tagen hatte ein Wolfsrudel auch die Dülmener Wildponys angegriffen. Dabei wurde eine Stute wurde schwer verletzt. Das Tier hatte Biss- und Kratzspuren am Hinterteil und im Gesicht. Zimmermann: „Die Situation wird zunehmend bedrohlich für uns. Das Rudel umfasst mittlerweile sechs bestätigte Tiere plus die Welpen von diesem Jahr. Die Wölfe des Rudels sind vergleichsweise unauffällig. Aber wenn es zu Vorfällen kommt, haben diese eine sehr hohe Intensität“, erklärt Raoul Reding (31), Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen. Zimmermann fordert deshalb Aktionen gegen die Raubtiere. „Es ist wichtig, dass wir eine Regulierung der Wölfe vornehmen um so ihre natürliche Fluchtdistanz wiederherzustellen. Sie müssen Menschen sehen und denken: Da halte ich lieber Abstand. Nur so kann das Miteinander funktionieren und wir müssen nicht täglich um unsere Tiere fürchten.“ Wie genau man diesen Vorschlag in die Tat umsetzen kann, soll in den nächsten Tagen besprochen werden.