Bruder von Unterweltboss gekidnappt! Brutale Entführung aufgeklärt – Prozess in Wuppertal gestartet!

Dieser Prozess vor dem Landgericht Wuppertal hat es wirklich in sich.

Schon vor einiger Zeit wurde Bilal A. (26) von mehreren bewaffneten Männern zusammengeschlagen und anschließend nach Holland entführt. Die Täter hatten ursprünglich 500.000 Euro Lösegeld gefordert, gaben sich später jedoch mit einer „Anzahlung“ von 150.000 Euro zufrieden und befreiten ihr Opfer. Der entführte Mann war der Brunder eines bekannten Unterweltbosses in Wupertal, der sich selbst als „König von Oberbarmen“ bezeichnet. Nun hat der Prozess gegen einen der ermittelten Täter begonnen.

Interessante Verhandlung vor dem Landgericht Wuppertal

Bei Bilal A. sind Entführungen anscheinend schon nichts ungewöhnliches mehr. Vor einigen Jahren wurde der Mann schon einmal entführt. Und auch diesmal hatten ihn mehrere Männer zunächst zusammengeschlagen und ihn dann mit Waffengewalt in die Niederlande verschleppt. Nun sitzt wenigstens einer der Täter auf der Anklagebank. Bei einem weiteren Verdächtigen reichte die Beweislage für eine Anklage nicht aus. So sizt im Augenblick Houdiafa T. (28) aus den Niederlanden als einziger von mindestens sechs Entführern auf der Anklagebank. Der Täter wurde von einem Polizisten bei der Geldübergabe, die mittels Drohne gefilmt wurde, eindeutig erkannt und anschließend festgenommen.

Opfer wohl wegen Verwandschaft mit Unterweltgröße entführt

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Bilal A. wegen seiner Verwandschaft zum in der Drogenszene bekannten Kriminellen

„König von Oberbarmen“ entführt wurde, um von diesem ein Lösegeld zu erpressen. Der Angeklagte schweigt bisher zu den Vorwürfen. Daraufhin hielt ihm der vorsitzende Richter beim Prozessauftakt erst einmal eine Standpauke: „Ein Geständnis könnte ihnen gegebenenfalls ein paar Jahre Gefängnis ersparen. Bedenken Sie das.“

Die Polizei konnte in diesem Fall einen weiteren Mann in Gewahrsam nehmen, doch bei diesem wird wegen fehlender Beweise nicht mit einer Verurteilung gerechnet. Die restlichen Täter befinden sich noch immer auf der Flucht. In den nächsten Tagen soll der Prozess fortgesetzt werden. Der „König von Oberbarmen“ selbst kann seinen Bruder vor Gericht diesmal nicht persönlich beistehen, da er im Augenblick selbst hinter schwedischen Gardinen sitzt. Bei ihm wurde kürzlich eine Ladung Marihuana im Wert von 400.000 Euro sichergestellt und bald wird auch gegen ihn ein Strafprozess starten.