159337:

HTC U Ultra und U Play: Künstliche Intelligenz und symmetrisches Liquid Surface Design

HTC eröffnet das Jahr 2017 mit einer neuen Smartphone-Serie und kündigt im Rahmen einer Pressekonferenz das HTC U Ultra und das HTC U Play offiziell an.

HTC hat seine ersten Neuankündigungen präsentiert und macht schon auf den ersten Blick einiges anders. So präsentieren sich die beiden neuen Smartphone-Modelle nun im symmetrischen Liquid Surface Design und favorisieren eine schimmernde Oberfläche aus 2,5D-Corning Gorilla-Glas gegenüber dem Metall-Unibody, der seit dem HTC One M7 die Designsprache der High-End-Smartphones des Unternehmens dominierte.

HTC U Ultra: High-End-Smartphone mit zweitem Display

Das HTC U Ultra ist technisch deutlich besser ausgestattet als das kleinere Modell und setzt auf den Qualcomm Snapdragon 821, dem 4 GB RAM und 64 GB erweiterbarer interner Speicher zur Seite stehen. Neben der 16 Megapixel Kamera und dem 5,7 Zoll großen “Super LCD 5” QHD-Display (1440×2560 Pixel) positioniert HTC auf der Front wie erwartet noch einen zusätzlichen schmalen Displaystreifen. Ähnlich wie beim LG V10, lassen sich dort eingehende Benachrichtigungen anzeigen und die favorisierten Apps und Kontakte ablegen – auch im Standby-Modus, da das zweite Display separat angesteuert wird. Das könnte signifikant den fest verbauten Akku schonen, der mit einer Kapazität von 3000mAh nicht eben üppig ausfällt, dank Quick Charge 3.0-Unterstützung aber über den USB 3.1-fähigen Typ C-Anschluss zumindest schnell wieder aufgeladen sein sollte.

 

Das U Ultra vertraut auf eine 12-Megapixel-Kamera mit optischem Bildstabilisator, PDAF, Laser-Autofokus sowie eine Blende von f/1.7 und setzt wie schon das HTC 10 auf 1,55μm große Sensorpixel, um auch in Umgebungen mit schwachem Licht überzeugende Ergebnisse abzuliefern. Das trifft hoffentlich auch zu, denn mit 749 Euro fällt das U Ultra nicht eben günstig aus. Noch einmal hundert Euro mehr muss man für die Variante mit 128 GB internem Speicher hinlegen, deren Rückseite zudem aus Saphirglas besteht…also nochmals kratzresistenter sein sollte, als das Gorilla Glass 5 der normalen Version.

HTC U Play: Schicker Mid-Ranger für 450 Euro

Das HTC U Play fällt mit seinem 5,2 Zoll großen Full HD Super LC-Display eine ganze Ecke kleiner aus, als das Ultra-Modell. Es ist mit einer Unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro eine ganze Ecke zudem deutlich günstiger, dafür aber auch schwächer ausgestattet, als der große Bruder. Der verbaute Helio P10, ein OctaCore-SoC aus dem Hause Mediatek, taktet mit bis zu 2GHz und wird von 3 GB Arbeitsspeicher flankiert, während man den 32 GB großen Programmspeicher mit einer MicroSD erweitern kann. Auf der Front- und Rückseite kommen je ein 16 Megapixel Sensor mit f/2.0-Blende zum Einsatz. Während die rückseitige Kamera ebenfalls einen Optischen Bildstabilisator und Phasen-Detektions-Autofokus besitzt, lässt sie den Laser-Autofokus aber vermissen. Der 2500mAh Akku lässt sich über den USB Typ C-Anschluss aufladen, USB 3.1 ist aber nicht an Bord.

 

Beide Smartphones kommen in vier Farben auf den Markt – angefangen mit Schwarz und Blau Ende Februar, gefolgt von Weiß und Pink im März. Einen Klinkenanschluss sucht man in beiden Modellen vergeblich.

Künstliche Intelligenz: HTC Sense Companion

Die U-Serie vertraut auf den neuen HTC Sense Companion, einen intelligenten Assistenten, der den Umgang mit dem Smartphone optimieren und personalisieren soll, also dafür sorgt, dass das HTC U tatsächlich “for U” ist. Der Sense Companion verfolgt auf Wunsch Kalendereinträge, E-Mails, Apps und den Status des Smartphones – Steht also abends ein Termin an, der Akku ist aber fast leer, wird man daran erinnert, das Smartphone aufzuladen oder bestimmte Synchronisierungen und Prozesse werden zurückgefahren, um Energie zu sparen. Außerdem lernt die KI laut HTC, welchen Kontakten man am meisten Priorität einräumt und sortiert eingehende Benachrichtigungen entsprechend oder kann Restaurants basierend auf den eigenen Vorlieben auswählen.

Für einige Aufgaben scheint eine ständige Verbindung zur Cloud notwendig zu sein und wie bei vergleichbaren Systemen müssen die Mikrofone des Smartphones dauerhaft aktiviert sein, um nach eventuellen Sprachkommandos zu lauschen. Wie gut das alles funktioniert, wird sich in der Nutzung zeigen müssen. Dann kann man auch beurteilen, ob der Sense Companion einen echten Mehrwert bedeutet.

 

Beliebteste Artikel Aktuell: