OnePlus 5 Test: solides Flaggschiff Smartphone aber nicht mehr günstig 83
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OnePlus kommt nicht aus den negativ Schlagzeilen raus. Erst bringen Sie ein teures Smartphone auf den Markt, dann kann man den Notruf nicht wählen und dann gab es noch den Dispaly Bug. Nun wurde bekannt, dass das Oxygen OS wohl mehr Daten an heimischen Server verschickt, als einem lieb ist.

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Wie ein britischer Sicherheitsexperte herausgefunden hat, sammeln Sie mehr Daten über ihre Nutzer, als andere Smatphone Betriebssystem es machen. Es ist mittlerweile leider normal, dass alle möglichen Telemetrie Daten gesammelt werden. Nun scheint es so, dass OnePlus wohl vergessen hat, diese zu anonymisieren. Damit lassen sich natürlich sehr genaue Profile der Nutzer anlegen und diese können für z.b Werbezwecke weiter verkauft werden. Laut Analyse von Christopher Moore ist dies schon seit mindestens Sommer 2016 bekannt. Das lässt natürlich tief blicken. OnePlus scheint also kein Fehler unterlaufen zu sein, sondern wird diese wohl mit voller Absicht gemacht.

 

Was genau wird jetzt von OnePlus alles gesammelt

Einige Daten mach da durchaus Sinn. So wird z.b. die Zeit aufgezeichnet, wann das Telefon das letzte Mal abgestürzt ist. Das will man natürlich wissen. Aber es wird auch noch MAC-Adresse, IMEI, WLAN SSIDs sowie die Seriennummer des Telefons. So kann das Handset direkt zu dem User zurück verfolgt werden, wenn es direkt bei OnePlus gekauft wurde.

Hier ein Auszug der Daten, von der Analyse von Chris.

{
    "ty": 1,
    "dl": [
        {
            "ac": "",
            "av": "6.0.1",
            "bl": 82,
            "br": "OnePlus",
            "bs": "CHARGING",
            "co": "GB",
            "ga": 11511,
            "gc": 234,
            "ge": 6759424,
            "gn": 30,
            "iac": 1,
            "id": "258cfeb1",
            "im": "123456789012345,987654321098765",
            "imei1": "123456789012345",
            "it": 0,
            "la": "en",
            "log": "",
            "ma": "aa:bb:cc:dd:ee:ff",
            "mdmv": "1.06.160427",
            "mn": "ONE A2003",
            "nci": "23430,",
            "ncn": ",",
            "noi": "23430,",
            "non": "EE,",
            "not": "LTE,",
            "npc": "gb,",
            "npn": "07123456789,07987654321",
            "nwa": "aa:bb:cc:dd:ee:ff",
            "nwb": "ff:ee:dd:cc:bb:aa",
            "nwh": false,
            "nwl": 0,
            "nws": "\"CHRISDCMOORE\"",
            "ov": "Oxygen ONE A2003_24_161227",
            "pcba": "",
            "rh": 1920,
            "ro": false,
            "romv": "3.5.6",
            "rw": 1080,
            "sov": "A.27",
            "ts": 1484487017633,
            "tz": "GMT+0000"
        }
    ]
}

 

Aber es kommt noch schlimmer. Es werden detaillierte Informationen über die Nutzung der Apps gespeichert. So sieht man in einem anderen Ausschnitt, dass wann er das letze mal Slack oder Outlook benutzt hat. Dass war aber noch nicht alles, nein, auch detaillierte Information, welche Aktivität in welcher App ausgeführt wurde, wird protokolliert. Alles fein säuberlich mit TimeStamp und Seriennummer des Geräts. Die verantwortlichen Dienste ist der Device Manager und der Analytik Job. Leider gehören diese Dienste zu den System-Diensten und daher lässt sich das exzessive Schnüffeln nicht deaktivieren.

Wow. Da hat sammelt OnePlus quasi alles was möglich ist, über den Nutzer. Was Sie damit anstellen, ist leider nicht klar. Chris hat OnePlus dazu schon kontaktiert, aber leider bis jetzt keine Reaktion erhalten. Wir können nur hoffen, dass die Spionage bald aufhört. Das ist keine gute Publicity für die Firma und wird auf jeden Fall dem Ruf nicht gut tun. Ob wir jemals das OnePlus5T sehen?

Tim

Technikaffiner SysAdmin, versucht jetzt seine ersten Schritte als Tech-Blogger.

  • Tim Schönhals

    Hey Tim. Danke für den ausführlichen Beitrag. Über das Preis-Leistungsverhältnis brauchen wir bei OnePlus nicht zu diskutieren. Den “Dispaly Bug” und die Notruf Probleme kenne ich von einem selbsternannten Weltmarktführer auch. Dort sollen sogar Smartphones aufplatzen…

    Datenschutz ist ein schönes Thema für den deutschen Markt. Ich habe das schon aufgegeben und mir ist egal was mit meinen Daten passiert. Man weiß bestimmt nicht mal 10% von dem was wirklich damit gemacht wird..so wayne

    • Tim

      Hallo Tim 😉

      immer gern. Leider wird Datenschutz heutzutage nicht mehr so groß geschrieben, wie es eigentlich sein sollte. Ich kann nur hoffen, dass es irgendwann einmal wieder mehr Beachtung findet. Vorher muss aber wahrscheinlich erst noch der ein oder andere Datenschutzskandal folgen.