Mit dem Honor V9 präsentiert die Huawei-Tochter abermals ein hervorragend ausgestattetes Flaggschiff-Smartphone zu attraktiven Konditionen.

Huawei ist nicht nur technisch mit den großen Konkurrenten aus Südkorea und Cupertino gleichgezogen, sondern auch preislich in ähnliche Regionen vorgestoßen. Seit geraumer Zeit versucht man sich – scheinbar durchaus erfolgreich – als Premium-Hersteller zu profilieren, geht Kooperationen mit namhaften Marken wie Leica und Porsche Design ein und lagert die niedrigen Preise auf die Honor-Untermarke aus.

Die gleiche Technik zum halben Preis. So entstehen Smartphones wie das Honor V9, das auf den Kirin 960 vertraut – den gleichen Chipsatz also, der schon im Huawei Mate 9 Verwendung findet und dessen acht Kerne mit bis zu 1,8 respektive 2,4GHz takten. Dabei stehen drei Speichervarianten zur Auswahl, die in China ab dem 28. Februar erhältlich sein werden:

  • 4GB Arbeitsspeicher und 64GB interner Speicher – umgerechnet 355 Euro
  • 6GB Arbeitsspeicher und 64GB interner Speicher – umgerechnet 425 Euro
  • 6GB Arbeitsspeicher und 128GB interner Speicher – umgerechnet 480 Euro
Auf der Aluminium-Rückseite finden sich neben dem Fingerabdrucksensor gleich zwei Sony-Sensoren

Erfreulicherweise kann der Speicher in allen Modellen mit einer MicroSD erweitert werden, die Dual-Sim Funktionalität muss man dafür dann aber aufgeben. Auch der Rest der Ausstattung kann sich für diese Preisklasse durchaus sehen lassen. Das 5,7 Zoll große LTPS-Display löst mit QHD (2560×1440 Pixel, 515ppi) auf und ist in einem 7 Millimeter schlanken Aluminium-Unibody eingefasst, in dem ein stolzer 4000mAh-Akku untergebracht ist. Ein USB Typ C Anschluss (USB 2.0-fähig), Dual-Band W-LAN nach dem ac-Standard, NFC, Bluetooth 4.2 und ein Infrarotblaster sind ebenfalls vertreten. Softwareseitig ist man mit Android 7.0 Nougat und der EMUI-Oberfläche in Version 5 auch gut dabei.

Das fehlende LTE Band 20 kann das Honor V9 aber mit einem rückseitigen Fingerabdrucksensor und einer Dual-Cam fast wieder wettmachen. Zwei Sony-Sensoren mit einer Blende von f/2.2 und einer Auflösung von bis zu 12 Megapixeln sollen den Kontrast und die Schärfe verbessern und ermöglichen das nachträgliche Fokussieren und einen charmanten Bokeh-Effekt. Ebenfalls unterstützt die von einem Laser-Autofokus flankierte Kamera nun die Aufzeichnung von 4k-Videos. Die Frontkamera löst mit bis zu 8 Megapixeln auf.

Bereits für 355 Euro bekommt man also ein hervorragend ausgestattetes Smartphone, das unter anderem den selben SoC mit an Bord hat, den wir auch für das anstehende Huawei P10 erwarten dürfen. Die Dual-Cam ist zwar nicht Leica-zertifiziert, die Technik aber wahrscheinlich auf einem ähnlichen Niveau wie bei den Huawei-Modellen und somit stellt eigentlich nur das fehlende LTE Band 20 hierzulande ein (allerdings verschmerzbares) Problem dar.

Bilder von: http://www.honor.cn/brand/brand-news-detail/132485/