Schon kurz nach dem Start der russischen Invasion in der Ukraine hatten russische Streitkräfte unter anderem auch die Atomruinen im ukrainischen Tschernobyl besetzt. Lange Zeit blieb unbekannt, wieso die Russen ausgerechnet Interesse an dieser Gegend gezeigt hatten. Nun besteht aber offenbar ein schlimmer Verdacht.
Denn nun melden die Behörden aus der Ukraine einen ungeheuerlichen Verdacht. Allem Anschein nach sollen die russischen Soldaten während der Besetzung des havarierten Kernkraftwerks zahlreiche radioaktive Substanzen aus den dort befindlichen Forschungslaboren gestohlen haben. Es seien 133 hoch radioaktive Substanzen entwendet worden, gibt nun die für die Verwaltung der Sperrzone um das Akw zuständige Behörde mit.
Gleichzeitig wurde davor gewarnt, dass selbst ein kleiner Teil dieser Substanzen tödlich sei, “wenn er unprofessionell gehandhabt wird“. Schon am ersten Tag des Angriffs am 24. Februar hatten die Russen die Atomruine besetzt und hatten sich dann Ende März wieder aus dem Gelände rund um Tschernobyl zurückgezogen.