Zur Honor 8 Pro-Vorstellung nach Berlin [AK-Insides] 5
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Anlässlich der offiziellen Präsentation des Honor 8 Pro hat uns das Unternehmen freundlicherweise nach Berlin eingeladen, wo wir schon mal ein paar erste Eindrücke von dem neuen High-End-Smartphone sammeln konnten. Für mich war es die erste Veranstaltung dieser Art und auch abseits davon war die kurze Reise eine interessante Erfahrung. Aber von vorne.

Und von vorne bedeutet in diesem Fall nach Köln, von wo aus um elf Uhr abends der Intercity nach Berlin seine Fahrt antreten würde. Also galt es sechs Stunden zu überbrücken, wobei das Netzteil meines Notebooks ärgerlicherweise noch zu Hause unterm Schreibtisch lag – Illustrator, After Effects und Assassins Creed fielen also flach. Stattdessen konnte man die Zeit nutzen, sich schon mal ein bisschen zum Honor V9, respektive dem Honor 8 Pro, einzulesen, ein paar Folgen Black Mirror zu schauen und danach darüber zu philosophieren, wie wahrscheinlich die dystopischen Geschichten Realität werden könnten.

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In Berlin ging es dann mit dem lebensrettenden Kaffee in der Hand vorbei an den üblichen Sehenswürdigkeiten und einer schier endlos langen Reihe von Baustellen. Die Stadt werkelt gerade an einer neuen U-Bahn-Strecke und die selbstironischen Plakate, die an den kilometerlangen Bauzäunen angebracht wurden sind zuweilen sehr amüsant – dass die BVG ein humorvoller Haufen ist, stellen sie ja auch online immer wieder unter Beweis. 25.000 Schritte und ein paar dutzend Fotos später war es dann aber genug, mit dem ziellosen Herumlaufen in der Gegend um den Alexanderplatz und ich habe mich auf den Weg zum Zeiss-Großplanetarium gemacht.


Für zwölf Uhr hatte Honor dorthin eingeladen, um eine neue Smartphone-Dimension zu betreten. Zusammen mit zahlreichen anderen Medienvertretern und ein paar Leuten aus der Community hieß es dann vor allem eines: warten. Was vorgestellt werden würde, konnten sich ohnehin bereits alle denken, spätestens als die britische vMall-Seite das Honor 8 Pro dann aber schon detailliert aufführte, war die Spannung ganz raus – und dabei standen wir noch alle im Foyer herum und warteten darauf, dass die offizielle Präsentation noch anfangen würde. Kannte ich beispielsweise von den Samsung Unpacked-Events, wo auch die Produktseiten online, die Pressemitteilungen raus und die NDAs gefallen sind, in der Sekunde wo das Event beginnen sollte, wenn man selber dabei ist, ist das aber noch mal etwas ganz anderes.

Und da wir hier als kleiner Blog natürlich kein festes Redaktionsteam wird auf sowas dann On-The-Fly reagiert. Daniel hatte den Artikel im Backend schon angelegt, also hab ich mich zuerst noch ans Surface gesetzt und über das mäßig schnelle Internet die in der Nacht angefertigten Textbruchstücke an die neuen Infos angepasst und in den Artikel eingebaut. Der war dann gerade online, als Honor endlich dazu aufrief, sich in das eigentliche Planetarium zu begeben, wo man sich in den bequemen Sesseln niederlassen konnte, um darauf zu warten, dieselben Infos jetzt noch einmal zu bekommen.

So ein Planetarium ist ja geradezu prädestiniert, ein immersives Erlebnis zu ermöglichen und zumindest für das Intro-Video hat Honor das Potenzial auch gut genutzt und einen ersten – offiziellen – Blick auf das Smartphone vor einem umwerfend greifbaren Sternenhimmel gewährt. Danach betrat dann Marco Eberlein, seines Zeichens General Manager bei Honor Deutschland, die Bühne und führte uns noch einmal in die wichtigsten technischen Daten und Features des Smartphones ein. Die Auftritte der Vertreter von SK Gaming und O2-Deutschland waren dagegen eher unspektakulär, vor allem weil letztere die zweifelhafte Ehre hatten, die Unverbindliche Preisempfehlung des Honor 8 Pro zu bestätigen – 549 Euro wird das Smartphone in Deutschland kosten, ab dem 21. April soll es ausgeliefert werden. Wenige Tage später wird es auch in ausgewählten O2-Shops erhältlich sein und ist damit das erste Modell des Herstellers, das es auch bei einem deutschen Netzbetreiber geben wird.

Und am Ende hat Honor dann doch noch ein zweites Smartphone nachgeschoben, von dem wir erst kurz vorher erfahren hatten. Allzu lange hat man sich mit dem neuen Honor 6c, einem Einsteiger-Smartphone mit 5 Zoll großem HD-Display, aber nicht aufgehalten. Und um ehrlich zu sein: spätestens nach der Bekanntgabe der Unverbindlichen Preisempfehlung von 239 Euro war das Gerät in meinen Augen auch nicht mehr wirklich interessant. Für unwesentlich mehr bekommt man auch hierzulande das Honor 6x, ein ausgesprochen gelungenes Smartphone, das mit einem Full HD-Display und Dual-Cam aufwarten kann und demnächst sogar mal EMUI 5 bekommen sollte.

Nach einer halben Stunde ging es dann wieder runter ins Foyer und der eigentlich spannende Teil begann: Die beiden Smartphone auch tatsächlich einmal in die Hand nehmen und ein bisschen ausprobieren. Wenn man sich ein wenig geduldet sind die Tische dann auch schnell frei und man kann in aller Ruhe ein bisschen rumprobieren. Allerdings waren die Lichtverhältnisse für Fotos alles andere als optimal: Die beiden Smartphones wurden auf glänzenden schwarzen Tischen präsentiert, die im Scheinwerferlicht ohne Ende reflektiert haben, das schwarze Honor 8 Pro vor diesem Hintergrund zu fotografieren war nicht eben eine Freude.

Das Smartphone selber macht aber einen hervorragenden Eindruck. Das 2,5D Gorilla Glas 3 auf der Front geht nahtlos in den mattierten Aluminium-Unibody über, der in den Farben gold, schwarz und blau angeboten werden soll. Nur letztere beiden waren tatsächlich vor Ort, aber gold ist eh nicht mein Fall. Das sieben Millimeter dünne Smartphone liegt jedenfalls toll in der Hand, und erinnert haptisch ein wenig an das iPhone oder Huawei P10 Plus. Das 5,7 Zoll große QHD IPS-Display kann mit knalligen Farben und starken Kontrasten überzeugen und ist vor allem aus allen Blickwinkeln gut ablesbar und der Autofokus der Dual-Cam reagiert zügig. Die aufgerufenen 549 Euro ist das Honor 8 Pro vermutlich wert – beziehungsweise ebenso wert wie andere High-End-Smartphones in dieser Preisklasse – , einen echten Preisbrecher hat Honor damit aber noch vorstellen können.

Hingegen hinterlässt das Honor 6c haptisch längst keinen so bleibenden Eindruck. Eventuell hab ich mittlerweile zu viele ähnliche Smartphones in den Händen gehalten, aber der Look mit dem leicht abgerundeten mattsilbernen Aluminium-Unibody und einem rückseitigem Fingerabdrucksensor hat sich für mich einfach abgenutzt. Das bereits erwähnte Honor 6x und sämtliche Smartphones der Redmi 3-Serie fühlen sich in der Hand genauso an – sind zwar alle gut verarbeitet und relativ stabil, aber dennoch etwas einfallslos. Außerdem konnte mir von den anwesenden Mitarbeitern niemand so wirklich erklären, warum hier im Jahr 2017 noch immer ein MicroUSB-Port und EMUI 4.1 zum Einsatz kommen.


Ob sich so ein Event lohnt? Ich bin mir noch nicht sicher. Für den Hersteller auf jeden Fall, denn wir und andere Blogs und Medien verschaffen so einem Event ja eine gewisse Reichweite. Für die Anwesenden kommt es wohl stark darauf an: Das Honor V9 kannten wir ja bereits alle und nachdem das Honor 8 Pro auch schon online stand, war die eigentliche Vorstellung im Planetarium nicht ganz so spannend. Aber eine interessante Erfahrung war es auf jeden Fall und da der Rückweg ebenfalls problemlos von der Bühne ging – props an die Deutsche Bahn – ein netter Kurztrip nach Berlin, Vielen Dank daher nochmal an Honor.

Mindestens das Honor 8 Pro werden wir hier auf dem Blog auch noch testen, denn die eigentlich spannenden Fragen – Akkulaufzeit, Low-Light-Performance der Dual-Cam, die neuen Tweaks der EMUI 5.1 – kann man wohl erst in einer ausführlichen Reviews genauer beleuchten.

Simon

Technikaffiner Student und langjähriger Android-Nutzer. Derzeit unterwegs mit dem Samsung Galaxy Note 4, Microsoft Surface Book und Samsung Galaxy Tab S.