Joris: Das war sein emotionalster Moment bei „Sing meinen Song“

Folge zwei widmet sich seiner Musik

In der zweiten Folge der VOX-Musikshow „Sing meinen Song“ (27. April, 20:15 Uhr oder via TVNow) werden die Musiker die Songs von Joris (31) performen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät der Sänger, was ihn musikalisch in der Show besonders herausgefordert hat, welcher emotionale Moment für ihn unvergesslich bleiben wird und wie er die Dreharbeiten unter Corona-Bedingungen erlebt hat.

Vor was waren Sie vor den Dreharbeiten am meisten aufgeregt?

Joris: Ich war sehr aufgeregt, ob wir als Team gut funktionieren würden. Es gab noch nie eine so diverse Staffel. In der ersten Nacht saßen wir dann alle bei Nura auf dem Hotelzimmer und nahmen das ein oder andere Kaltgetränk zu uns. Danach war klar, dass wir wundervoll zusammenpassen und einen großen Respekt voreinander haben.

Was war in der Show die größte Herausforderung für Sie?

Joris: Meine größte Herausforderung war sprachlicher Natur. Für den Song „Send a Prayer“ von Gentleman musste ich lernen, auf Patois zu rappen.

Auf wen von den Künstlern haben Sie sich besonders gefreut?

Joris: Ich habe mich wirklich auf alle gefreut. Aber wenn ich explizit jemanden benennen müsste, dann wäre es wohl Ian Hooper von den Mighty Oaks. Einfach weil mich seine Musik schon sehr lange begleitet.

Die Dreharbeiten fanden unter strengen Corona-Maßnahmen statt. Wie muss man sich das vorstellen?

Joris: Schmerzhaft, jeder Tag begann mit Schnelltests und PCR-Tests. Und es gab vier Sicherheitskreise. Aus diesen geschlossenen Kreisen kam niemand raus oder rein. Wir Künstlerinnen und Künstler hatten zu den anderen nur auf Entfernung Kontakt. Das hat ermöglicht, dass wir abends auf dem Sofa ohne Maske sitzen konnten. In dem Moment, als die Kameras und Scheinwerfer angingen, war alles schlagartig vergessen, was einen schon so lange belastet.

Was hat Sie daran gereizt, an der Show teilzunehmen?

Joris: Der größte Reiz an „Sing meinen Song“ war für mich das Konzept. Es ist eines der ganz wenigen Formate im Fernsehen, wo es nur um die Musik und die Geschichten dahinter geht. Ich bin eigentlich nicht so der Typ, der seinen Arm ausstreckt und sagt: „Boah, ich habe durchgehend Gänsehaut“. Oder diese Fernsehmomente unbedingt abfeiert, wenn die Leute anfangen zu weinen und man sich fragt: Ist das jetzt, weil die Kameras an sind, oder ist das so, weil der gerade wirklich etwas fühlt? Ich kann aber im Nachhinein sagen, dass es eine unfassbar schöne und intensive Zeit war. Das war natürlich auch dadurch bedingt, dass wir seit einem Jahr auf Distanz leben und sehr lange keine Musik mehr spielen konnten. Dadurch wurde einfach ein Ventil aufgemacht. Wir hatten sehr viel Freude daran, Musik wieder gemeinsam zu erleben.

In den vergangenen Jahren hat die Show in Südafrika stattgefunden. Waren Sie traurig, dass es diesmal Deutschland war?

Joris: Ganz ehrlich, natürlich. Aber als ich in das Zelt am Weißenhäuser Strand an der Ostsee kam, war ich wirklich begeistert. Da wurde ein Ambiente gebaut, welches der Couch und Kulisse in Südafrika sehr geähnelt hat. Es war unfassbar, wie viel Mühe die Kulissenbauer da reingesteckt haben. Das hatte eine totale Gemütlichkeit und Wärme.

Welche emotionalen Momente gab es für Sie in der Show?

Joris: Mein persönliches Highlight aus der Staffel war, als ich den Song „Aileen“ für Ian Hooper (Mighty Oaks) singen durfte. Das Stück hat er für seine verstorbene Mutter geschrieben. Was ich nicht wusste war, dass er damals eine Nachricht bekommen hatte, dass seine Mutter im Sterben liegt. Zu dem Zeitpunkt war er in Berlin und buchte sich den nächsten Flug in die Heimat, der zwei Tage später ging. In dieser Zeit entstand das Lied. Seine Mutter wollte immer, dass er einen „richtigen“ Beruf lernt. Er merkte aber, dass das Einzige, was ihm in dieser schwierigen Situation half, die Musik war. Er beschloss daher, dass er seiner Mutter sagen würde, dass er Musiker werden möchte. Leider kam es dazu nie, denn als er unterwegs war, um Medikamente für sie zu besorgen, verstarb seine Mutter. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich wusste nicht, wie ich den Song performen sollte. Wir haben eine Pause gemacht und anschließend habe ich den Song gesungen. Dieser Moment zeigt das Konzept der Sendung sehr gut, denn es geht vor allem um die Geschichten hinter den Songs.

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