Kommt die 3. Welle? R-Wert steigt laut RKI! Angela Merkel kämpft gegen die Mutationen

In den letzten Wochen zeichnet sich eine deutliche Senkung der Infektionszahlen mit dem Coronavirus ab. Dafür jedoch ist die Ansteckungsrate, der sogenannte R-Wert, laut Angaben des Robert-Koch-Instituts am Samstag gestiegen. Doch noch ist man von Seiten der Politik skeptisch. Man glaubt, dass die zirkulierenden Virus-Mutationen nicht nur die bisherigen Erfolge des Lockdowns in Gefahr bringen, sondern sogar auch eine dritte Infektionswelle auslösen könnten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte dritte Corona-Welle verhindern

Trotz der stark sindkenden Infektionszahlen drängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf, große Vorsicht bei den geplanten Lockerungen des Corona-Lockdowns walten zu lassen. Sonst sieht die Kanzlerin eine große Gefahr, dass Deutschland Zeuge einer großen dritten Infektionswelle werden könnte. Die größten Sorgen macht sich die Kanzlerin über die Ausbreitung der neuen Virusmutationen. Zahlreiche Coronavirus-Mutanten breiten sich in den deutschen Nachbarländern verstärkt aus. Deshalb verschärfte Deutschland jetzt die Regeln für die Einreise und wird sogar wieder teilweise stationäre Grenzkontrollen durchführen. Ab dem kommenden Sonntag dürfen keine Reisenden aus Tschechien, der Slowakei und Tirol mehr nach Deutschland befördert werden. „Es hängt jetzt von uns und klugen Öffnungsschritten ab, ob wir ohne eine groß ausgeprägte dritte Welle durch die Pandemie kommen – oder ob wir zu unvorsichtig sind und dann doch vielleicht wieder steigende Fallzahlen haben“, erklärte Angela Merkel in einem Interview mit dem Fernsehsender ZDF. Dort bezeichnete Merkel die von den Bundesländern geplante Öffnung von Schulen und Kitas als „gewagten Schritt“. Zusammen mit der Öffnung der Friseursalons ab dem 1. März habe man so erste Lockerungen, deren Auswirkungen ganz genau beobachtet werden müssen, forderte Merkel.

Merkel spricht über neuen Inzidenzwert von 35 als Ziel

Zudem nutzte die Kanzlerin das Interview zur Eklärung, warum auch bei einem Erreichen der vorgegebenen Marke von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen keine drastischen Lockerungen zu erwarten seien. Der Zielwert sei „eine Vorsichtszahl“ für erste Schutzmaßnahmen. Wenn man diesen Grenzwert unterschreite, könne man dann auch wieder an weitere Öffnungsschritte denken. Allerdings muss danach mindestens volle 14 Tage gewartet werden, um die Auswirkungen der Lockerungen auf das Infektionsgeschehen zu beobachten. Erst danach könne man dann an den nächsten Schritt denken. Bisher ist angedacht den Einzelhandel in den Regionen mit einem Inzidenwert von unter 35 wieder zu eröffnen. Keine Termine wurden bisher für die älteren Jahrgänge der Schulen, Berufschulen und Universitäten genannt. Auch Kino, Theater und für den Freizeitsport gibt es bisher keinen angedachten Termin

zur Lockerung. Zudem wollen natürlich auch Hotels und Gaststätten bald wieder öffnen. „Dann müssen wir politisch entscheiden, welche Öffnungsschritte aus welchem Strang wollen wir jetzt als nächste“, kündigte die Bundeskanzlerin zukünftige Schritte an.

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