Metzelder in Kinderpornografieprozess zu zehnmonatiger Bewährungsstrafe verurteilt

40-Jähriger zeigte sich geständig – Prozess nach nur einem Tag zu Ende

Der ehemalige Profifußballer Christoph Metzelder ist wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Mit dem Urteil ging der Prozess gegen den 40-Jährigen vor dem Düsseldorfer Amtsgericht am Donnerstag nach nur einem Verhandlungstag zu Ende. Metzelder hatte sich im Prozess geständig gezeigt.

Die Staatsanwaltschaft legte Metzelder zur Last, über den Messengerdienst Whatsapp im Zeitraum von Juli bis September 2019 Videos eindeutiger sexueller Handlungen an Minderjährigen verschickt zu haben. Zu sehen waren demnach unter anderem Jungen und Mädchen unter zehn oder unter 14 Jahren. In einem Fall war von einem „Kleinkind“ in stark sexualisierter Pose die Rede.

Auf einem bei Durchsuchungen beschlagnahmten Handy des ehemaligen Nationalspielers wurden insgesamt 297 Dateien mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten gefunden. Metzelder gestand Besitz und Weitergabe von insgesamt 18 Dateien, die letztlich ins Strafmaß einflossen.

Der ehemalige Nationalspieler räumte ein, auf frei zugänglichen Seiten Screenshots von Vorschaubildern inkriminierter Dateien gemacht zu haben. „Ich habe im Chat Extremfantasien ausgetauscht“, sagte der 40-Jährige. Die Faszination habe „in der Grenzüberschreitung gelegen“, nicht in den Darstellungen schwersten sexuellen Missbrauchs selbst.

by INA FASSBENDER

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