Nach den Erfolgen der letzten Tage – Ukrainische Armee plant neue Offensive auf Luhansk

In den letzten Tagen hatte die ukrainische Armee im Osten des Landes ein großes Gebiet aus den Händen der russischen Besatzer befreit. Nun rücken die Soldaten des Landes immer weiter in Richtung Luhansk vor. Wie der ukrainische Präsidentenberater Arestowytsch ankündigte, will die ukrainische Armee die abtrünnige Provinz so schnell wie möglich zurückerobern. Aus diesem Grund plane man einen Vorstoß auf die Stadt Siwersk. Von Seiten der russischen Separatisten gibt man sich trotzdem noch gelassen.

Ukrainische Armee weiter auf dem Vormarsch

Zur Zeit feiert die ukrainische Armee auf dem Schlachtfeld einen Erfolg nach dem anderen. Aus diesem Grund ist der ukrainische Präsidentenberater Oleksij Arestowytch nun auf die kommenden Ziele eingegangen. Er bestätigte einen Angriff auf die Stadt Lyman und stellte außerdem einen Vorstoß in Richtung Siwersk in Aussicht. Auf dem Weg dorthin könnte es seiner Meinung nach zu erbitterten Kämpfen um die Stadt Swatowo kommen, wo die russische Armee mehrere Versorgungslager angelegt habe. “Die russische Armee fürchtet, dass wir Lyman einnehmen und von dort in Richtung Lyssytschansk und Sjewjerodonezk vorrücken. dann wären die russischen Kämpfer von Swatowe abgeschnitten“, erklärt der ukrainische Militärexperte. Die Region Luhansk, die zusammen mit der Region Donezk die Donbass-Region bildet, liegt gut 340 Kilometer südöstlich der ukrainischen Stadt Charkiw. Diese Region einzunehmen, die bereits seit 2014 von prorussischen Separatisten kontrolliert wird, war von Anfang an das erklärte Ziel der Russen bei ihrer Invasion.

Ukraine will weitere Gebiete zurückerobern

Aktuell stehen sich die russischen und ukrainischen Truppen am Fluss Oskil in der Nähe der ukrainischen Stadt Kupjansk gegenüber. Unterdessen bestätigen die prorussischen Separatisten in Person des Leiters der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Denis Puchschilin, dass die Situation sich stabilisiert habe und sich die Stadt Lyman noch immer in den Händen der Separatisten befinde. Von unabhängiger Seite lassen sich diese Angaben allerdings nicht überprüfen. Am Dienstag hatte die Ukraine weitere Geländegewinne im Nordosten des Landes gemeldet. Viele der zuvor dort stationierten russischen Truppen haben sich in die Region Luhansk zurückgezogen. Trotz der zuletzt erreichten Erfolge, gehen Militärexperten noch immer von einer langen Dauer des Krieges aus. Dies bestätigte auch der US-Präsident Joe Biden in der Nacht zum Mittwoch. Biden wollte trotz der enormen Erfolge der letzten Tage noch nicht von einem Wendepunkt im Ukraine-Krieg reden und sprach stattdessen von einem langen Weg, der noch bis zu einem ukrainischen Sieg zurückgelegt werden müsse.

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