Putin will ESC hacken! So will der Kreml-Despot einen Sieg der Ukraine verhindern

Nun will Wladimir Putin den Krieg sogar beim ESC am Wochenende weiterführen. Denn am Samstagabend wird im italienischen Turin der Eurovision Song Contest ausgetragen. Dort gilt die Band ukrainische Band „Kalush Orchestra“ als Favorit auf den Sieg. Die russischen Teilnehmer wurden nach dem Einmarsch von Putins Schergen in der Ukraine vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Russische Hacker planen Attacke auf ESC

Nun wird im Vorfeld des Wettbewerbs aber bekannt, dass russische Cyber-Kriminelle scheinbar versuchen wollen den ESC zu sabotieren. Damit wollen die Russen verhindern, dass die Ukraine den renommierten Wettbewerb für sich entscheiden kann. Aus diesem Grund hat die russischer Hackergruppe „Killnet“, die enge Beziehung zum Kreml pflegt angekündigt, man werde die Online-Abstimmungsserver der Veranstaltung lahmlegen. Beim Messenger Telegram schrieben die Hacker: „Ihr könnt nicht online abstimmen.“ Dazu meint Rüdiger Trost (41) Chef der Sicherheitsabteilung des Unternehmens „WithSecure“: „Bei einer solchen Attacke wird ein Server von den Hackern mit Anfragen überschüttet. Eine gezielte Überlastung. ‚Normale‘ Anfragen kriegen dadurch keine Antwort mehr.“ Offenbar ist den Russen also jedes Mittel recht, um einen ukrainischen Triumph zu verhindern. „Man versucht gerade, die ukrainische Kultur zu zerstören. Wir wollen zeigen, dass sie lebendig ist, und beim ESC gewinnen“, erklärt „Kalush Orchestra“-Sänger Oleh Psiuk (27).

Sicherheit des ESC scheint gewährleistet

Bei der Europäische Rundfunkunion hat man sich für einen Hacker-Angriff offenbar gut vorbereitet. „Unser Abstimmungssystem verfügt über eine breite Palette von Sicherheitsmaßnahmen, um es vor äußeren Einflüssen zu schützen“, ließ deshalb ein Sprecher schon im Vorfeld verlauten. Das Hacker-Kollektiv „Killnet“ hatte bereits häufiger im Internet mit DDoS-Attacken auf sich aufmerksam gemacht. Bei diesen Angriffen sollen die Server durch eine hohe Anzahl von Anfragen über die Kapazitäten hinaus belastet werden. „Killnet“ soll Anfang Mai für eine Attacke auf die Webseiten deutscher Behörden verantwortlich gewesen sein. Wie das „Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik“ nach der Attacke jedoch mitgeteilt hatte, war dieser Angriff damals „technisch nicht sonderlich ausgefeilt“. In der Vergangenheit hat sich „Killnet“ bei ihren Aktionen immer wieder prorussisch positioniert.