Roter-Alarm beim RKI! Höchster Corona-Wert seit 2 Monaten – drastische Maßnahmen in der Urlaubs-Zeit drohen?

Dramatische Entwicklung bei den Corona-Zahlen – Höchststand seit 2 Monaten erreicht! Insgesamt 142.329 Coronafälle waren am Montag beim Robert-Koch-Institut (RKI) registriert worden. Damit ist die 7-Tage-Inzidenz von 592 auf 636 angestiegen. Überraschend vor allem deswegen, weil in den beiden Jahren zuvor die Zahlen im Sommer immer drastisch gefallen waren. In diesem Sommer scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein. Drohen uns jetzt drastische Maßnahmen in der Urlaubszeit?

Trotz der Sommermonate: Covid-Infektionszahlen außergewöhnlich hoch

Höhere Infektionszahlen wurden zuletzt lediglich rund um Ostern 2022 gemeldet. Noch vor einem Monat hatte der Inzidenzwert bei gerade einmal 209,4 gelegen. Doch in der letzten Woche war bei allen Altersklassen ein Anstieg um 23 Prozent gemeldet worden. Doch vor allem bei den Personen zwischen 70 und 79 Jahren war der Anstieg mit 30 Prozent besonders ausgeprägt. Bei der Altersgruppe zwischen 20 und 29 Jahren betrug der Anstieg dagegen 17 Prozent. Besonders stark betroffen sind Niedersachsen, Hamburg, NRW und Schleswig-Holstein. Vergleichsweise wenig Fälle werden derzeit aus Thüringen und Sachsen gemeldet. Zuletzt wurde bei der Altersgruppe über 80 Jahren ein Anstieg der Hospitalisierungsrate um 7,5 auf jetzt 21,33 festgestellt. Außerdem wurden in der Woche 113 neue Todesopfer durch Covid-19 bestätigt.

Experten vermuten hohe Dunklelziffer bei den Infektionszahlen

Offenbar könnte die tatsächliche Zahl der Ansteckungen und damit auch die Inzidenzwerte tatsächlich sogar noch höher liegen. Glaubt jedenfalls der Statistik-Experte Prof. Christian Hesse. „Es handelt sich nur um Melde-Inzidenzen. Man kann davon ausgehen, dass der tatsächliche Wert etwa zwei bis dreimal so hoch ist, d.h. bei einem Infektionsgeschehen mit realen Inzidenzen von 1.500“, erklärt der Experte für Statistik. Denn immer weniger Menschen lassen sich bei Symptomen auf das Coronavirus testen. Verglichen mit den Zahlen von Mitte April lässt sich nun nur noch jede 3. Person mit Symptomen testen. „Und nur positive PCR-Testergebnisse fließen in die RKI-Daten ein. Bei den absoluten Zahlen besteht deshalb eine erhebliche Unschärfe aufgrund dieser Dunkelziffer“, vermutet Hesse.