„The Voice“-Coach Alice Merton: „Sido ist ein superlieber Typ“

Sie sind die Neuen im Team

An diesem Donnerstag (12. September, 20:15 Uhr auf ProSieben) startet die neunte Staffel „The Voice of Germany“. Neben Sido (38), Mark Forster (35) und Rea Garvey (46) nimmt Alice Merton (25, „No Roots“) auf dem roten Coach-Stuhl Platz. Wie sich „das Küken“ von ihren männlichen Kollegen abhebt und warum sie keine Angst mehr vor Sido hat, verriet sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Warum sind Sie in diesem Jahr bei „The Voice of Germany“ dabei?

Alice Merton: Am Anfang war ich mir unsicher. Ich bin erst 25, die anderen Coaches sind alle über zehn Jahre älter. Aber ich fand es spannend, eine neue Herausforderung anzunehmen, die nichts mit Touring oder Studio zu tun hat, sondern, dass ich anderen Talenten bei ihren Karrieren weiterhelfen kann. Das ist auch ein Grund, warum ich mein eigenes Label gegründet habe. Wenn ich selbst nicht mehr auftrete, will ich anderen die Chance geben, die ich selbst bei Plattenfirmen oft nicht hatte.

Wie war es für Sie als Neuling, bei den Blind Auditions nur auf die Stimme zu achten?

Merton: Sehr schwer. Es war das erste Mal, dass mir aufgefallen ist, wie viel alles andere eine Rolle spielt. Als ich die Auftritte im Nachhinein angeschaut habe, habe ich bei vielen bereut, dass ich nicht gedrückt habe. Aber du musst eben in kurzer Zeit entscheiden, ob du eine besondere oder eigene Stimmfarbe erkennst. Dabei ist es mir egal, ob die Person alle Töne trifft.

Haben Sie sich als Küken der Jury ernst genommen gefühlt?

Merton: Ich musste mich anfangs schon ein bisschen beweisen (lacht). Die Kollegen haben alle schon große Karrieren durchlebt und ich bin erst seit ein paar Jahren richtig dabei. Inzwischen fühle ich mich aber respektiert von allen.

Eine Gemeinsamkeit mit Rea Garvey sind Ihre irischen Wurzeln. Hat sie das gleich zusammengeschweißt?

Merton: Auf jeden Fall. Rea ist so warmherzig und hat diesen irischen Spirit. Beim Drehen gibt es viele Momente, in denen wir Witze reißen und aufpassen müssen, dass wir nicht nur Englisch sprechen. Aber wir verstehen uns alle wirklich gut. Bei meiner ersten Begegnung mit Sido hatte ich noch Angst vor ihm. Aber er hat sich als superlieber Typ entpuppt. Er ist sehr ehrlich und sagt das, was ihm als erstes durch den Kopf schießt. Das mag ich.

Ihr Auftritt bei „Jimmy Kimmel“ ist erst ein paar Monate her, zuvor waren Sie bei Jimmy Fallon und James Corden zu Gast. Warum glauben Sie, gelang Ihnen der internationale Erfolg?

Merton: Zum Teil sicherlich, weil Englisch meine Muttersprache ist. Aber auch, dass ich Texte singe, von denen sich viele Menschen auf der Welt angesprochen fühlen. In „No Roots“ geht es darum, dass man sich an keinem Ort richtig Zuhause fühlt. In Amerika ist die Zahl der Kinder, die umziehen, wahnsinnig groß. Die Auftritte in den US-Talkshows waren supercool. Ich bin stolz, was wir bereits erreicht haben. Aber das ist erst der Anfang.

Sie nehmen Ihre Fans via Instagram mit auf Ihre Reisen. Was würden Sie auf Ihrem Account nicht zeigen?

Merton: Wenn ich länger nicht auf Tour bin, poste ich keine Fotos. Meine Musik will ich mit der Welt teilen, nicht aber mein Privatleben. Künstler, die so viel von sich preisgeben, werden heute schon für kleinste Dinge kritisiert.

(jom/spot)

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