Google’s erster Schritt familienfreundlicher zu werden, war die Familienmediathek im Sommer 2016, welche wir euch ja bereits vorgestellt haben.

Jetzt stellt Google ein weiteres Werkzeug mit Namen „Google Family Link“ vor. Damit ermöglicht es Google seinen Nutzern, oder besser gesagt den Eltern, ein spezielles Konto für die eigenen Kinder einzurichten. Hintergrund ist hierbei für mehr Sicherheit und Kontrolle der Eltern zu sorgen.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein aktuelles Android Gerät mit mindestens Android 7.0 Nougat. Dann legen die Eltern ein spezielles Konto für das Kind über die „Google Family Link-App“ an.

Mit dem „Google Family Link“ hat man nun aber mehr Kontrolle darüber, wenn das Kind eine App aus dem Google Play Store installieren will. In der Familienmediathek kann man ja lediglich die gekauften Apps der ganzen Familie mit bis zu 5 Mitgliedern zur Verfügung stellen, wenn der App-Entwickler das zulässt. Hat aber mit Kontrolle und Sicherheit dann doch eher weniger zu tun.

Mit „Google Familie Link“ muss das Kind erstmal die Eltern um Erlaubnis fragen, wenn es eine App installieren möchte. Dazu erhalten die Eltern eine Meldung auf Ihrem Gerät, wo sie die Installation erlauben oder halt ablehnen können. Zudem gibt es hier eine Übersicht, wie lange sich das Kind in einer App aufgehalten bzw. es benutzt hat. Um es noch etwas weiter zu konkretisieren, besteht sogar die Möglichkeit, die tägliche  Nutzungszeit pro Benutzer festlegen zu können. Wird die Nutzungszeit überschritten, wird das Gerät automatisch gesperrt.

Google Family Link ist aktuell noch in der Testphase und wird über eine Einladung erstmal nur in einem kleinen Kreis in den USA getestet. Ihr müsst also zuerst auf der Google Seite eine Einladung beantragen. Die APK gibt es bereits auf APKmirror.com separat zum Download aber ohne die Einladung könnt Ihr bis jetzt nichts machen.

Einladung bei Google beantragen

Google Family Link APKmirror.com

Ich persönlich, selbst Vater von zwei Kindern, halte von solchen Maßnahmen eigentlich nicht so viel. Man sollte die Grenzen mit den Kindern Auge in Auge besprechen und dann auch persönlich evtl. Konsequenzen ziehen. Auch mit meinem ältesten Sohn besteht dieses Problem hin und wieder, dann ist halt auch mal das Gerät für eine gewisse Zeit einfach weg. Nichts desto Trotz ist es ein guter und wichtiger Schritt von Google, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Aber ob man dann aber gleich NSA-mäßig sein Kind  kontrollieren muss, finde ich etwas zuviel des Guten. Man sollte als Eltern dann doch eher mit seinen Kindern sprechen und die Grenzen festlegen.