Bidens irre Aufholjagd in Michigan und Winsconsin – Wird er heute doch Präsident?

Bereits kurz nach 1 Uhr Ortszeit in die USA war der amtierenden Präsident Donald Trump vor die Presse getreten und hatte seinen Sieg bei der Wahl bekannt gegeben. Zeitwilig wollte Trump sogar die weitere Auszählung der Stimmen stoppen lassen. Nun wird klar warum! Denn Joe Biden hat in den zwei hart umkämpften Staaten Michigan und Wisconsin eine irre Aufholjagd hingelegt und liegt nun dort sogar vor Trump. Sollte Biden den knappen Vorsprung ins Ziel retten und zudem auch in Nevada siegreich bleiben, hätte er die 270 notwendigen Wahlmännerstimmen zusammen und wäre neuer Präsident der USA.

Aktuell sehen die Medien Biden vorne

In vielen US-Bundesstaaten ist die Wahl bereits entschieden. Dort wurden bereits Ergebnisse verkündet, die einen der beiden Kandidaten zum Sieger ausgerufen haben. Doch in vielen sogenannten Schwingstaaten, wo in der Vergangenheit bereits sowohl Republikaner als auch Demokraten siegreich waren, ist die Wahl jedoch ausserordentlich knapp und es dürfte auf jede Stimme ankommen. In den letzten Stunden hat Biden vor allem in Wisconsin und Michigan klare Rückstände wettgemacht und liegt nun sogar vor seinem Widersacher Trump. Selbst der konservative Sender „Fox News“, der ganz klar die Linie von Trump vertritt, sieht Biden im Augenblick mit 238 sicheren Wahlmännerstimmen, gegenüber 213 Stimmen für Trump im Vorteil. In insgesamt 7 Bundesstaaten wird noch auf die Entscheidung gewartet.

Biden überholt Trump in Michigan und Wisconsin

In Michigan (16 Wahlmännerstimmen) ist es im Augenblick ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und Biden. Nachdem 92 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt sind kommt Biden auf 49,5 % während Trump bei 48,9 % der Stimmen liegt (Stand 17.15 Uhr deutscher Zeit). Vor einigen Studnden hatte Biden dort noch mehr als 5 % oder mehr als 200.000 Stimmen hinter Trump gelegen. Ähnlich sieht es auch im benachbarten Wisconsin (10 Wahlmännerstimmen) aus. Auch dort hat sich der Demokrat Joe Biden an Donald Trump vorbeigeschoben. Dort sind bereits 97 Prozent der Wählerstimmen ausgezählt und Biden liegt mit 49,5 Prozent hauchdünn vor Trump mit 48,8 Prozent. Sollte sich dieses Ergebnis bestätigen könnte Biden vermutlich noch heute mit einem Sieg im traditionell eher demokratischen Nevada (6 Wahlmännerstimmen) auf die notwendigen 270 Stimmen kommen. Auch dort führt Biden mit lediglich 7.600 Stimmen Vorsprung. Allerdings müssen dort noch 14 Prozent der Wählerstimmen ausgezählt werden.

Entscheiden die Gerichte den Wahlausgang?

Auf jeden Fall steht fest, dass die Wahl noch einige Zeit im Fokus der Öffentlichkeit stehen wird. Schon jetzt ist klar, dass die Demokraten trotz Trumps mangelhafter Corona-Politik und dessen sonstiger Skandale kein klares Ergebnis erzielen konnten. Bei einem jetzt fast sicheren knappen Ausgang der Wahl ist zu erwarten, dass der amtierende Präsident Donald Trump versuchen wird, das Wahlergebnis in den besonders knappen US-Bundesstaaten anzufechten. Man darf gespannt sein, wie dieser Konflikt weitergehen wird. Bisher ist es trotz aller Sorgen nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Wählern beider Lager gekommen. In den letzten Stunden jedoch schürt Donald Trump über Twitter ordentlich Feuer. Kein Wunder, denn in der Nacht hatte sich der Republikaner schon selbst zum Gewinner der Wahl erklärt.

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